"Chasing Ice" erzählt von dem Fotografen James Balog, der Belege eines
Massensterbens sammelt. Seine Zeitraffer-Aufnahmen von Gletschern machen
den Klimawandel sichtbar.
Der Mann mit der Kamera robbt an den Abgrund. Unter James Balog
stürzt Schmelzwasser in einen blauen Schlund. Überwältigt von der
Schönheit der hunderte Meter in die Tiefe herabreichenden
Gletscherspalte vergisst der Fotograf die Gefahr. Klick, klick, klick.
Vorsichtig beugt er sich über die Klippe aus Eis und Schnee. Bricht das
gefrorene Nass, können ihn nur noch zwei Sicherungsseile retten. Dieser
Besessene nimmt den Auftrag ernst, den er sich selbst gegeben hat: Nur
was er mit der Kamera einfängt, ihr Chip speichert, das bleibt.
Der Regisseur Jeff Orlowski hat jahrelang den Mann an der Klippe
begleitet. James Balogs Fotos machen den Klimawandel sichtbar. Sie
beweisen, dass die Erderwärmung real ist. Dass das Eis der Erde
schwindet, die mächtigen Gletscher der Arktis sich in einem nie
dagewesenen Tempo zurückziehen. Der Dokumentarfilm Chasing Ice
zeigt Erinnerungen an etwas, dessen vermeintliche Ewigkeit vergeht. Nie
wurden die Konsequenzen der Erderwärmung so künstlerisch und verstörend
zugleich in Szene gesetzt.
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