Shen Jiawei zählt zu den weltweit erfolgreichsten Porträt- und
Historienmalern. Seine Bilder sind in China höchst populär und werden
außerdem international ausgestellt, etwa im Guggenheim Museum in New
York.
Jiawei lebt heute mit seiner Frau in Australien. Dort arbeitet
er seit Jahren an einem monumentalen Werk, "The Tower of Babel". Es
zeigt nicht nur den Aufstieg, sondern vor allem auch den Niedergang der
kommunistischen Bewegung. Dieses gewaltige Polyptychon von vier
Bildtafeln à sechs mal sieben Metern birgt politische Sprengkraft: Die
kritische Darstellung etwa von Maos Verbrechen und des Massakers vom
Tiananmen-Platz, dem Platz des Himmlischen Friedens sind im autoritären
Parteistaat tabu.
Jiaweis Lebensgeschichte ist eng mit der des
kommunistischen Chinas verknüpft: Als idealistisches Mitglied der Roten
Brigaden wird er zur Propaganda in den entlegenen "Wilden Norden" Chinas
geschickt. Dort verliebt er sich in die "Klassenfeindin" Lan Wang, die
zur Umerziehung harte Feldarbeit verrichten muss. Sie werden gegen alle
Widerstände ein Paar und gehen gemeinsam durch Höhen und Tiefen.
Regisseur
James Bradley dokumentiert die Entstehung von Jiaweis monumentalem
Historiengemälde über mehrere Jahre hinweg. Parallel wird mit
Filmausschnitten, Fotos und Gemälden Jiaweis und Lans Lebens- und
Liebesgeschichte erzählt. Es entsteht ein einzigartiges Zeitdokument.
Was mir wichtig ist: Glaube und Kirche, der Austausch von innerster Seele mit anderen Menschen. * Meine Heimat ist überall dort, wo Menschen in echter Liebe miteinander umgehen, erfüllt von Gottes heiligem Geist. * Ich bin nicht glücklich, solange noch Unversöhnlichkeit zwischen Menschen herrscht und wenn ich nicht mit Gott reden und ihn preisen kann. * Ich sehne mich nach einer Gemeinschaft, wo alle angenommen und geliebt sind - I am yearning for the living God.
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