Einsamkeit
ist nicht dasselbe wie Alleinsein. Viele pflegende Angehörige sind im Gegenteil
selten allein. Sie verbringen einen Großteil des Tages mit der
pflegebedürftigen Person, sind ständig im Tun, im Sorgen, im Dasein. Und
trotzdem können sie sich sehr einsam fühlen. Denn Einsamkeit beschreibt die
belastende Erfahrung, dass soziale Beziehungen nicht so verfügbar, nicht so tragfähig
oder so verständnisvoll sind, wie man sie in dieser Lebenssituation oft
bräuchte.
Die Forschung bestätigt diese Erfahrungen deutlich. Studien zeigen, dass ein
erheblicher Teil pflegender Angehöriger unter Einsamkeit leidet - je nach
Pflegesituation bis etwa die Hälfte. Besonders betroffen sind Menschen, die
sehr intensiv pflegen und wenig Unterstützung haben. Einsamkeit steht dabei in
engem Zusammenhang mit psychischer Belastung, Schlafproblemen und einer
schlechteren eigenen Gesundheit. Sie ist also nicht bloß ein Gefühl, sondern
ein ernstzunehmender Risikofaktor.
Bestimmte Gruppen erleben Einsamkeit besonders stark. Angehörige von Menschen
mit Demenz spüren oft, dass vertraute Gespräche und Gegenseitigkeit verloren
gehen. Die Beziehung verändert sich grundlegend - und mit ihr das Gefühl von
Nähe. Auch Eltern von pflegebedürftigen oder chronisch kranken Kindern
berichten von Einsamkeit. Ihr Alltag unterscheidet sich stark von dem anderer
Familien, die Kontakte werden weniger, das Verständnis fehlt. Und gerade jetzt,
rund um Weihnachten, können Bilder unbeschwerter Familien besonders schmerzhaft
sein - für die, die eben das vermissen.
Und dann gibt es jene, die wir besonders leicht übersehen: pflegende Kinder und
Jugendliche, sogenannte Young Carers. In Österreich sind es mindestens 3,5
Prozent aller Kinder und Jugendlichen. Sie helfen beim Aufstehen, versorgen
Geschwister, übernehmen Pflegehandlungen oder tragen viel emotionale
Verantwortung. Für sie ist das selten eine bewusste Entscheidung, sondern Teil
ihres Alltags. Gerade diese Selbstverständlichkeit führt oft zur Isolation.
Was mir wichtig ist: Glaube und Kirche, der Austausch von innerster Seele mit anderen Menschen. * Meine Heimat ist überall dort, wo Menschen in echter Liebe miteinander umgehen, erfüllt von Gottes heiligem Geist. * Ich bin nicht glücklich, solange noch Unversöhnlichkeit zwischen Menschen herrscht und wenn ich nicht mit Gott reden und ihn preisen kann. * Ich sehne mich nach einer Gemeinschaft, wo alle angenommen und geliebt sind - I am yearning for the living God.
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