21.2.12

 

40 Tage Fastenzeit

40 Tage hat Jesus der Überlieferung nach in der Wüste gefastet und davon leitet sich auch die Dauer der Fastenzeit ab. Der hohe Symbolwert der Zahl 40 zeigt sich in der Bibel noch an anderen Stellen, so fastete auch der Prophet Elija 40 Tage in der Wüste, das Volk Israel wanderte nach dem Auszug aus Ägypten 40 Tage durch die Wüste und Mose war 40 Tage auf dem Berg Sinai.

Die Fastenzeit wird vom Ostersonntag, der seit dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gelegt wird, rückgerechnet. Ostern und auch der Aschermittwoch sind daher bewegliche Termine. Wer nachzählt, erkennt aber schnell, dass es bis Ostern mehr als 40 Tage sind. Das kommt daher, dass die Sonntage seit der Synode von Benevent im Jahr 1091 keine Fasttage sind.

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10.3.11

 

Aschermittwochfeier

Gestern war wieder ein berührender Gottesdienst in der Caritas Socialis Kapelle mit P. Franz Gassner, der in einfachen, berührenden und tiefgreifenden Worten uns das Geschenk der Fastenzeit näher gebracht hat.

Buße bedeutet eigentlich Besserung. Gott meint es gut mit uns, deshalb schenkt er uns diese Zeit der inneren Einkehr, um alles abzugeben, was nicht gut ist und was uns hindert voranzukommen zu einem gerechteren und schönerem Leben.

In der Lesung des Tages war der Schwerpunkt die Gemeinschaft, wir brauchen einander, sind aufeinander angewesen und wenn einer etwas schlechts macht, hat das Auswirkung auf andere.
Wir können einander soviel geben, den andern glücklich machen, wenn wir wohlwollend auf andere zugehen.

Mögen wir alle diese Zeit nützen! Dazu verhelfe uns Gott!

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22.2.10

 

Fastenzeit und Ostern im Klösterreich

In den Klöstern und Stiften von Klösterreich können die Kartage und das Osterfest miterlebt und mitgefeiert werden. Einkehrtage, Exerzitienangebote und Passionskonzerte bereiten auf das Geschehen in der Heiligen Woche vor.

Zur Einstimmung auf das Osterfest haben die Klöster und Stifte Österreichs in Klösterreich wieder ein umfangreiches Angebot. So gibt es Exerzitienkurse und Besinnungstage in den Stiften Altenburg, Geras, Göttweig und Zwettl. Geboten werden geistliche Übungen, um das eigene religiöse Leben zu fördern. Durch Gebet, Meditation, Stille und Einzelgespräche können Exerzitien eine persönliche Neuwerdung zum Glauben unterstützen und so zu einer österlichen Erfahrung werden.

In den Stiften Heiligenkreuz, Seitenstetten und Zwettl laden die Mönche ein, das Osterfest gemeinsam zu feiern. Die Gäste können Ruhe und Stille im Kloster finden. Mittelpunkt dieser Tage ist die Feier der Gottesdienste und das Chorgebet. Klausur oder Gästetrakt des Klosters stehen allen Gästen offen.

In den Stiften Altenburg, Göttweig und Heiligenkreuz werden die Gottesdienste der Karwoche und der Osternacht besonders feierlich begangen. In vielen Klöstern erlebt man am Gründonnerstag eine Fußwaschung oder die Trauermetten und Anbetungsstunden beim "Heiligen Grab". Vor den feierlich gestalteten Kar- und Osterliturgien stimmen Passionskonzerte auf die letzte Etappe der Fastenzeit ein.

Die Liturgiefeier in der Nacht vor dem Ostersonntag ist reich an Ursymbolen und Riten, der Weg führt mit der brennenden Osterkerze, Symbol für Christus den Auferstandenen, durch die dunkle Nacht hinein in die Kirche zum feierlichen Lobgesang auf das Licht. Neben dem Licht ist das Symbol des Wassers ein wichtiges.In vielen Kirchen kann man auch die Taufe eines Kindes miterleben. Bedeutend sind auch Brot und Wein für die Eucharistiefeier, die wie immer der Höhepunkt der Osternacht ist. In vielen Klöstern gibt es Auferstehungsprozessionen als Zeugen der "Volksverbundenheit" und der traditionellen "Volksfrömmigkeit" der Mönche und Chorherren.

Das detaillierte Programm in Österreichs Klöstern und Stiften ist per E-Mail an info@kloesterreich.at und im Internet unter www.kloesterreich.at erhältlich.

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31.3.09

 

Fastenserie 2009 mit P. Anselm Grün

Anselm Grün schreibt so tiefgehende Vorgänge der menschlichen Seele
und wie wir Heilung erfahren können.


Die Aggression ist eine gute Lebensenergie.
Sie treibt uns an, etwas anzupacken und auf etwas zuzugehen,
um ein Problem oder einen Konflikt zu lösen.

Ohne Aggression werden wir leicht depressiv.
Wir haben keine Kraft, unser Leben zu bewältigen.

Zur Gefährdung wird die Aggression nur, wenn wir nicht gut mit ihr umgehen.
Dann kann sie sich wandeln in Zorn, Groll oder Bitterkeit oder gar in Hass.

Hass oder Bitterkeit können uns zerstören.
Zorn kann uns aus unserer eigenen Mitte reißen.

Wenn die Aggression bei mir in Hass oder Bitterkeit zeigt,
soll ich mich deshalb nicht verurteilen.
Vielmehr soll ich den Hass als Impuls nehmen,
mich zu wehren und zu distanzieren von dem, dem mein Hass gilt.

Wenn ich den Hass auslebe, schade ich mir und dem andern.
Wenn ich ihn unterdrücke, wird er trotzdem immer wieder in mir auftauchen.
Ich kann nur mit dem Hass sprechen
und schauen, welcher Impuls im Hass stecken mag.

Im Hass könnte der Impuls sein: „Ich habe auch ein Recht zu leben.
Ich lasse mich nicht kaputtmachen.“

Wenn ich diesen Impuls lebe, brauche ich den Hass nicht mehr.


Das Gleiche gilt von der Bitterkeit.
Bitterkeit kann wie ein Gift in meiner Seele wirken.
Sie tut mir nicht gut.
Sie lässt das ganze Leben bitter erscheinen
und vergiftet meine Beziehungen zu den anderen.

Die Bitterkeit kann wie eine Giftschlange sein,
die mich beißt und ihr Gift in meine Seele träufelt.


Wenn ich in mir Bitterkeit oder Groll
wahrnehme, dann soll ich sie befragen,
was sie mir sagen wollen.

Wo habe ich ein Gefühl von Ausgenutztwerden übersehen
oder ein Gefühl von Enttäuschung?

Wo habe ich meine eigenen Aggressionen übersprungen
und mich zu sehr angepasst?


Gebet

Barmherziger und guter Gott.
Manchmal habe ich Angst vor meinen Aggressionen.

Sie werden so stark, dass ich den, der mich tief verletzt hat,
am liebsten erwürgen möchte.

Bewahre mich davor,
dass meine Aggressionen mich beherrschen
und dass sie Leben zerstören.

Verwandle sie in Kraft, die Dinge anzupacken,
die in dieser Welt nicht gut laufen.

Lass sie zum Segen werden,
zum Antrieb für mich, für das Leben zu kämpfen.
Schenke mir innere Freiheit den Menschen gegenüber.

Stelle mir deinen Engel der Klarheit zur Seite,
damit ich immer unterscheiden kann,
wann meine Aggression zum Segen wird
und wann zum Fluch,
wann sie Leben fördert
und wann sie es behindert.

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13.3.09

 

Fastenzeit: Uns Gott zuwenden

Die französische Tageszeitung „La Croix" bat Frère Alois, den Prior von Taizé, in diesem Jahr Betrachtungen zu den christlichen Festtagen zu schreiben.

„Fastenzeit lässt uns zunächst an Wüste denken.
Die Wüste, in der Jesus 40 Tage in Einsamkeit verbrachte
oder die Wüste, die das Volk Gottes 40 Jahre lang durchquerte.

Frère Roger sprach stattdessen gerne davon, dass diese Wochen vor Ostern keine Zeit der Entbehrungen oder der Trauer sind,
keine Zeit, um Schuldgefühle zu pflegen,
sondern vielmehr ein Moment im Jahr,
um die Freude der Vergebung zu besingen.

Er verstand die Fastenzeit als 40 Tage der Vorbereitung,
um immer wieder einen „kleinen Frühling" in unserem Leben zu entdecken.

Am Anfang des Matthäusevangeliums ruft Johannes der Täufer: „Kehrt um!", und meinte damit: „Kehrt um zu Gott!"

Ja, während der Fastenzeit, möchten wir uns Gott zuwenden
und seine Vergebung annehmen.
Christus hat das Böse besiegt,
und durch seine beständige Vergebung
können wir unser inneres Leben erneuern.

Wir sind zur Umkehr aufgerufen,
keiner Umkehr zu uns selbst,
in der wir uns selbst beobachteten
oder zu vervollkommnen suchten,
sondern zu einer Suche nach Gemeinschaft mit Gott
und mit den anderen…."

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