3.1.08

 

Taizétreffen in Genf




Zurück zu den Ursprüngen!
Hier in Genf wurde die Gemeinschaft von Taizé 1948 gegründet.
Das 30. Jugendtreffen fand vom 28.Dezember 2007 bis 1.Jänner 2008 statt.

Es waren wieder bereichernde und aufbauende Begegnungen mit Jugendlichen aus vielen verschiedenen Ländern. Warum ist das nicht öfter möglich, aufeinander zuzugehen, statt sich zu bekämpfen und mißtrauisch gegenüber zu stehen? Wie Frere Alois der neue Prior der Gemeinschaft so treffend die Situation heute charakterisierte und Auswege im Glauben aufzeigte.



Bei solchen Treffen wird diese Haltung eingeübt.
Wir hören auf das, was Gott in seiner unvorstellbar großen Liebe uns sagen will, wie er uns weiterhelfen will, daß wir ein glückliches Leben führen und einen inneren Frieden finden.

Es waren also sehr erfüllte Tage mit unbeschwerter Freude,
wir konnten unsere Sorgen vergessen und neue Zuversicht gewinnen,
unsere Erfahrungen austauschen,..

Wir waren in einer sehr lebendigen Gemeinde untergebracht, in der reformierten Pfarre von Versoix, wo wir in einer kleinen Kirche am Boden saßen und gemeinsame Gebete feierten.



Der alte Pfarrer Etienne Bernhard erzählte von seiner Begegnung mit Frere Roger bei einem Einkehrwochenende, wo die Berufung zu einer offenen Kommunität reifte.



Ein anderes Mal erzählte uns Madame Perrot von ihrer beeindruckenden Begegnung mit Frere Roger bei einem Informationstreffen mit Frauen, die er einlud, sich um die Waisenkinder zu kümmern, die bei den Bauernfamilien zu wenig Zuwendung fanden und wo sie daraufhin in Taizé in einem adaptierten Haus ganz für sie da war.
Sie wollte ursprünglich gar nicht hingehen. Doch dann spürte sie eine Ausstrahlung, ein Strahlen, das von Frere Roger ausging. Schließlich arbeitete sie 40 Jahre für die 20 Waisenkinder, die bei den ersten 4 Brüdern Aufnahme fanden. Sie organsierte Treffen in der ganzen Schweiz, um dieses Projekt vorzustellen, sammelte Geld für sie. Nur wenige Menschen wußten in dieser Zeit von Taizé, die Gemeinschaft bot am Anfang Einkehrwochenenden für Menschen auf der Suche nach Sinn in ihrem Leben an. Sie alle waren eine große Familie.
"Frere Roger hat mir gerade das gegeben, was ich suchte".
Ihr Rat: Nicht zuviel auf einmal tun. Liebe für den Nächsten empfinden. Seine eigenen Gaben entdecken und für andere einsetzen. Nicht das Geld zählt. Den inneren Reichtum entdecken, den spirituellen Weg gehen.




Am Nachmittag Treffen in kleinen Gruppen, um unsere persönlichen Erfahrungen auszutauschen.

Wie können wir unsere Gaben füreinander einsetzen?
Gibt uns der Glaube das Vertrauen, daß eine bessere Zukunft möglich ist?
Wir müssen bei uns selbst beginnen. Andere Menschen können uns ein großes Vorbild und eine Ermutigung sein. Bei Treffen wie diesen herrschen gute Gedanken. Sie können als Startpunkt für eine Prophezeiung, Heilung dienen und im Alltag verwirklicht werden.
Alle Menschen, die selbstlos für andere da sind, sind Zeugen einer Welt in Gerechtigkeit und Frieden. Viele sind auf diesem Weg, wollen diesen Weg gehen.
Was können wir tun, damit die Vielfalt nicht zu Spaltungen und Rivalitäten führt, sondern zu gegenseitiger Bericherung und Freude?
Das Hören auf Gott führt uns zusammen. Nicht darüber reden, sonder es auch tun.
Wir können andere finden, die die gleiche Sehnsucht wie wir haben oder wir können sie auf die Idee bringen, Gemeinschaft haben mit denen, die offen sind dafür, in der ganz normalen Umgebung, in der wir leben. Offen sein für andere Gedanken. Den anderen zu verstehen suchen, eine Familie sein in Gott.

Beeindruckende Porträts des Schweizer Fotografen Marcel im Sand: Zärtlichkeit in einer rauhen Welt. Sie zeigen den Kern der Schweiz. Er gab alles auf, um sich nur mehr der Fotografie zu widmen. Er will keine Bilder stehlen, sondern eine Beziehung zu den Menschen aufbauen, deren Leben er uns erfahrbar macht. Er hat Respekt vor der Person, er macht immer nur wenige Bilder und lebt für längere Zeit einfach nur mit, teilt das Leben mit ihnen, taucht in ihre Welt ein. Die Bilder sind von starken Kontrasten geprägt.
Der Bruder stellt einige Zyklen vor: Die 2 Brüder Paul und Klemens, die ganz alleine nebeneinander her unter einem Dach leben in einer sehr kargen Umgebung. Es sind rauhe Bauern, die ungeschminkte Wahrheit des Alters tritt hervor, die Eigenheiten, das einfache Leben, ..
Der Schäfer, den er einen kalten Winter lang begleitet und ganz eigene Stimmungen einfängt. Den alten Intellektuellen, der mit seiner Haushälterin wie ein Ehepaar, aber mit vollem Respekt voreinander zusammenlebt.

Die Abschiedsworte der Pfarrerin unserer Gemeinde:
Möge dieser Same der Hoffnung und der Verständigung zwischen den Völkern aufgehen, der bei diesem Treffen gesät wurde.

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