4.6.19

 

Norwegen: CO2-Lagerung im Meeresboden

CO2-Einlagerungen im Meeresboden könnten beim Kampf gegen den Klimawandel helfen. In Norwegen ist die unterirdische Entsorgung des Treibhausgases Kohlendioxid bereits gängige Praxis.

ZDF
 

 

Dreckige Luft vom Traumschiff

Schiffsabgase können gesundheitsgefährdende Wirkung haben. Der Film untersucht die Schattenseiten des Milliardengeschäfts der Kreuzfahrt-Industrie.

Der Boom der Kreuzfahrt-Industrie hält auch im Jahr 2019 an. In Hamburg, Kiel und Rostock gehen wieder Tausende Menschen an Bord gigantischer Schiffe. Branchensprecher betonen die Bedeutung der Kreuzfahrt für die deutsche Wirtschaft, 2017 habe man 6,4 Milliarden Euro dazu beigetragen. Doch auf wessen Kosten? Der Film untersucht die Schattenseiten des Milliardengeschäfts der Kreuzfahrt-Industrie. Leidtragende sind zum Beispiel Anwohner der Hafenstädte an Nord- und Ostsee aber auch im Mittelmeer, die durch Schiffsabgase gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt werden.

Neue Untersuchungen der Universität Rostock und München bestätigen, dass Abgase von Schiffen gefährliche Wirkung haben können: Entzündungen in der Lunge und Schlaganfälle sind mögliche Folgen.

Schon im Jahr 2014 hatte Autor Andreas Orth für "45 Min" über dieses Thema berichtet. In den letzten Jahren hat die Kreuzfahrtindustrie immer wieder propagiert, dass die Kreuzfahrtriesen umweltfreundlicher werden. Doch was ist wirklich geschehen? "45 Min" untersucht, ob die angekündigten Lösungen wie Landstrom oder moderne Antriebe wie Flüssiggas tatsächlich eingesetzt werden und auch Wirkung zeigen.

Während die Kreuzfahrtindustrie neue Techniken ausprobiert, ist in vielen deutschen Häfen bisher wenig geschehen. Probleme gibt es auch mit den überregionalen Auswirkungen der Schiffsabgase, die weiter landeinwärts mit Abgasen aus der Landwirtschaft reagieren.

Umfassend werden neben den Umweltbelastungen auch die wirtschaftlichen und sozialen Schäden, die in den Zielhäfen der Traumschiffe entstehen, recherchiert: Einwohner in kleinen Siedlungen in den Fjorden Norwegens werden von Touristen überrannt. Venedig fürchtet um seine Bausubstanz. Das Geld der Touristen aber bleibt meist vor allem in den Kassen der Reedereikonzerne. Immer mehr Städte wollen die Anzahl der Traumschiffe, die in ihren Häfen anlegen, begrenzen.


05.06.2019  20:15 - 21:00  SWR
08.06.2019 11:15 Uhr  tagesschau24  

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3.6.19

 

Gesundheitsschädliche Transfettsäuren

Chips, Tiefkühlpizza und Butterkekse, sie alle enthalten reichlich gesundheitsschädliche
Transfettsäuren. Als kostengünstige Alternative eroberten die gehärteten Pflanzenöle ab den 1960ern weltweit die Lebensmittelindustrie. Sie galten als preiswerter und teils auch als gesünder als Butter. Das Problem: diese gehärteten Pflanzenöle enthalten viele Transfettsäuren. Im Gegensatz zu anderen Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren haben Transfettsäuren keine positive Funktion im Organismus. Ganz im Gegenteil, industrielle Transfettsäuren fördern Gefäßveränderungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle. Seit zehn Jahren gibt es in Österreich einen gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwert für diese schädlichen Fettsäuren. Die "Österreichische Trans-Fettsäuren Verordnung" verbietet, Lebensmittel mit einem Gehalt von mehr als zwei Prozent künstlichen Transfettsäuren im Gesamtfett herzustellen oder in Verkehr zu bringen.

Nun sagt ihnen auch die EU den Kampf an. Ab 2021 wird die Lebensmittelindustrie europaweit auf Diät gesetzt und die industriell produzierten Transfettsäuren werden beschränkt. Die Krux: Als Ersatz für die Transfette wird das umstrittene Palmöl verwendet. Dieses schadet zwar nicht der Gesundheit, sehr wohl aber der Umwelt. Weltweit werden dafür jährlich unzählige Hektar Regenwald gerodet.
Aber zurück zur Gesundheit. Fett ist nicht gleich Fett und so sollte man auch privat zu gesunden Alternativen greifen. Besonders Olivenöl und Omega-3-Fettsäuren (zB enthalten in Lein- und Walnussöl) haben gesundheitsfördernde Wirkungen. Sie senken das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und zeigen, im Fall von Omega-3-Fettsäuren, sogar positive Effekte gegen Prostatakrebs.

Ö1

28.5.19

 

Wie geht nachhaltiger globaler Handel?

Die EU-Kommission verhandelt derzeit ein Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Mehr als 600 europäische WissenschaftlerInnen haben Ende April 2019 im Fachjournal "Science" einen offenen Brief an die EU veröffentlicht. Sie fordern, bei den Verhandlungen auch Umwelt- und Menschenrechtsaspekte in Brasilien zu berücksichtigen, um die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes und die Vertreibung der indigenen Bevölkerung zu minimieren.
Die EU ist - gemessen am Bruttonationalprodukt - die global größte Wirtschaftsmacht und einer der weltweit führenden Importeure von Agrargütern. Der sogenannte Land-Fußabdruck der EU wird auf sechs Millionen Quadratkilometer pro Jahr geschätzt. Der Land-Fußabdruck bezeichnet die gesamte Landfläche, die benötigt wird, um den Verbrauch an Gütern und Dienstleistungen zu befriedigen. Das heißt: Die EU nimmt pro Jahr weltweit eine Fläche in Anspruch, die eineinhalb Mal so groß ist wie der Europäische Kontinent selbst. Die EU ist mitverantwortlich für die großflächige Abholzung in Brasilien, heißt es in dem offenen Brief: "Wir wollen, dass die EU aufhört, Entwaldung zu importieren, und stattdessen weltweit führend im Bereich des nachhaltigen Handels wird", sagte die Leitautorin Laura Kehoe von der Universität Oxford: "Wir schützen Wälder und Menschenrechte zu Hause, warum haben wir bei Importen andere Regeln?"
Wie lassen sich globale Handelsbeziehungen möglichst nachhaltig gestalten? Welche politischen und ökonomischen Instrumente können negative Umwelteffekte des globalen Handels minimieren? Welche Auswirkungen hat die globale Verbreitung von Pflanzen- und Tierarten durch den Handel auf das ökologische Gleichgewicht? Über diese Fragen diskutiert Natasa Konopitzky mit dem Ökologen und Biodiversitätsforscher Franz Essl von der Universität Wien und der Umweltökonomin Angela Köppl vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung.

Ö1

26.5.19

 

Brexit: The Uncivil War

Im Mittelpunkt des Films steht die umstrittene Strategie, mit der die EU-Gegner beim Brexit-Referendum 2016 siegen konnten. Der in der Öffentlichkeit wenig bekannte Cummings arbeitete einst als Politikberater europaskeptischer Parlamentarier. Er führte dann die Kampagne "Vote Leave" an, die sich für einen Brexit stark machte.

Cummings wird ein erheblicher Anteil am Erfolg der EU-Gegner beim Referendum im Juni 2016 zugeschrieben. Unter anderem setzte er auf eine datenbasierte Kampagne in den sozialen Netzwerken und weniger auf traditionelle Wahlkampfmethoden. Im vergangenen Juli wurde "Vote Leave" wegen irreführendem Finanzgebaren zu einer Geldstrafe verurteilt.

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The Clock Is Ticking - Das Brexit-Drama

Europa steckt in einem der schwerwiegendsten Scheidungsverfahren aller Zeiten. Filmemacher Alain de Halleux hat den EU-Chefunterhändler Michel Barnier 18 Monate lang durch die EU-Austrittsverhandlungen mit Großbritannien begleitet. In seinem Dokumentarfilm zeichnet er das Porträt eines verunsicherten Europas am Scheideweg.
Der Brexit gilt schon jetzt als Meilenstein in der Geschichte der EU. Er ist eine Prüfung für die Europäische Union – und scheint bis zur letzten Sekunde ein Pokerspiel zu bleiben. Die erste unvorhersehbare Wendung war der Ausgang der Volksabstimmung, angestoßen von David Cameron. Alle rechneten mit einem Nein; dann gewannen die Befürworter des EU-Austritts. Cameron trat zurück, Theresa May nutzte die Gunst der Stunde und organisierte Neuwahlen. Letztlich verlor sie doch einige Sitze und musste mit den Nationalisten der nordirischen DUP-Partei ("Democratic Unionist Party") koalieren.
Auch Europa spielte nicht immer clever – gewagt war etwa der Versuch, den EU-Stabilitätspakt trotz mangelnder britischer Kooperation durchboxen zu wollen. Jetzt soll Chefunterhändler Michel Barnier die Felle retten: Er fährt kreuz und quer durch den Kontinent, trifft Regierungschefs, Unternehmer und Gewerkschaftler. Die 27 EU-Staaten sollen so einmütig wirken wie möglich.
Entsandte Arbeitnehmer, Kapitalverkehr, Datenschutz, Eurozone und Schengenraum – alle Themen der EU-Politik werden in den Verhandlungen aufgegriffen. Auch auf die Gefahr hin, die Forderungen der einzelnen Staaten wieder aufleben zu lassen und Öl ins Feuer von Populisten zu gießen.
Der Filmemacher Alain de Halleux hat EU-Chefunterhändler Michel Barnier 18 Monate lang begleitet und in Polen, Dänemark, Griechenland, Irland, Bulgarien, Großbritannien, Straßburg und Brüssel hinter die Kulissen der Brexit-Verhandlungen geschaut. Sein Dokumentarfilm beleuchtet die Spannungen zwischen den EU-Staaten und zeichnet das Porträt eines verunsicherten Europas am Scheideweg.

arte

 

Die Bitter Apotheke aus dem Kräutergarten

Etwa alle zwei Tage sollten wir ein Bitterkraut essen, um unsere Darmgesundheit besonders gut zu unterstützen. Solltest du unter Verdauungsbeschwerden leiden, am besten sogar Kurartig zwei Mal täglich für etwa 3 Monate.

Bitter Apotheke aus dem Kräutergarten


25.5.19

 

Gebäudebrüter und Fledermäuse in Wien

Bei Gebäudebrüter-Exkursionen zu Mehlschwalbe, Mauersegler & Co. können diese gemeinsam mit Experten entdeckt und beobachtet werden. Bei den Wiener Fledermaus-Nächten kann man die kleinen Insektenjäger bei Einbruch der Dunkelheit beobachten.

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Die Karte zeigt die Standorte der Brutplätze von Gebäudebrütern sowie Nachweise von Fledermäusen und deren Quartiere im Wiener Stadtgebiet.

Citizen Science Projekt "Wiener Gebäudebrüter"
Gebäudebrüter: Plakette anfordern
Mauersegler melden

 

Keltenfestival Bucklige Welt Schwarzenbach 2019


Fr, 21.06.2019 - So, 23.06.2019 
Keltenfestgelände und Archäologisches Freilichtmuseum Schwarzenbach
Trift 6
2803 Schwarzenbach
 
 

23.5.19

 

„SEELIG“: Das SEELsorgezentrum St. Edith Stein in der SEEstadt Aspern – ein guter Ort für die SEELE

Seit Februar 2016 regt sich Leben im Seelsorgezentrum St. Edith Stein in der Maria-Tusch-Straße 11: Eine kleine wachsende Teilgemeinde der römisch-katholischen Pfarre Aspern versucht nach ihren Möglichkeiten und Begabungen und mit viel Herz kirchliches Leben zu organisieren und zu gestalten: Dazu gehört, Gemeinschaft spürbar zu machen und zu feiern, den persönlichen Glauben zu entfalten und zu teilen, sich inmitten einer neuen Stadt und neuer Menschen zu orientieren und Visionen für die Zukunft zu kreieren. Dabei freuen wir uns über eine gute Vernetzung mit dem Stadtteilmangement der Seestadt (Gemeinwesenarbeit) und der einen oder anderen nachbarschaftlichen Initiative. Wochentags bieten wir Gruppenangebote wie Alpha-Connect-Group, Gebetskreis, MinistrantInnenstunden sowie Sakramentenvorbereitung an. Ebenso präsent ist die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle "auf.leben", die Einzelpersonen, Paaren und Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen klärend und helfend zur Seite steht. Die Mitte unseres Gemeindelebens aber ist der Sonntag. Wöchentlich wird in St. Edith Stein sonntags um 11.15 die hl. Messe gefeiert, ideal für Familien, LangschläferInnen, Frühsportler und jene, die ihr Frühstück gerne ausdehnen! Im April 2016 wurde unser frisch erbautes Seelsorgezentrum St. Edith Stein mit einem Festgottesdienst gesegnet und eröffnet, nach und nach gestalten wir auch unseren Kirchenraum weiter: Im Sommer 2017 wurde St. Edith Stein zunächst durch ein Portalkreuz im Außenbereich als Gotteshaus sichtbar gemacht, zeitgleich wurde ebenso der Platzhalter auf der Wand hinter dem Altar durch ein Altarbild ersetzt, das der Seestädter Künstler Briant Rokyta (Permanent Creation; www.briantrokyta.com) in Zusammenarbeit mit dem Bauamt der Erzdiözese Wien für St. Edith Stein entworfen und verwirklicht hat; es zeigt Texte und Fotos aus dem Leben von Edith Stein, die auf eine große Leinwand fixiert und mit einem "Goldnebel" - als Zeichen für das Transzendente und die Liebe Gottes - überzogen wurden. Auch der schlichte Tabernakel wurde in das Kunstwerk miteinbezogen. Zu Christkönig 2018 wurde dem künstlerischen Ensemble im Altarraum noch ein Vortragekreuz und ein von Kindern mitgestaltetes Taufbecken im Stile Rokytas - beides aus bemalter Keramik - hinzugefügt. Derzeit arbeitet die Gemeindevertretung intensiv daran, die "Basics" der Kirchenausstattung zu vollenden.

Website: https://aspern.at

Lange Nacht der Kirchen am Fr 24.5.2019
 
 

21.5.19

 

In welcher Welt lebt Sebastian Kurz?


Die Aufkündigung der Koalition durch den ÖVP-Obmann war zweifellos dessen bisher dümmste politische Aktion. Diese droht nicht nur seine Partei, sondern auch Österreich als Ganzes in eine Dauerkrise zu stürzen. Man kann zwar psychologisch seine Motivation und Empörung über das Verhalten des H.C. Strache im Jahr 2017 nachvollziehen. Seine Entscheidung war auch moralistisch, sie ist aber letztlich verantwortungslos. Und daher war sie in Wahrheit unmoralisch.

Sie ist aber auch dumm. Wenn Kurz die Aufkündigung der Koalition damit begründet, dass mit der FPÖ sein Reformprojekt nicht verwirklichbar wäre, dann hat er nur vergessen zu sagen, mit welcher alternativen Konstruktion sein Reformprojekt denn besser realisierbar wäre. Denn ganz ohne Zweifel ist in den letzten eineinhalb Jahren mehr vorangekommen als in der Dekade davor, in der noch dazu sehr vieles völlig in die falsche Richtung gegangen war. Denn die schikanöse Überregulierung, die Kurz in der EU zu Recht (neuerdings) tadelt – obwohl er selbst mit Othmar Karas einen Hauptschuldigen daran zum ÖVP-Spitzenkandidaten gemacht hat – ist ja auch von österreichischen Regierungen ausgegangen. Und so unerträglich Straches Worte von Ibiza waren, so klar ist dennoch, dass in der Realität nichts davon nachweislich ist.

Kurz hat sich mit seiner – an sich nachvollziehbaren – Empörung über die skandalöse Ibiza-Nacht des H.C.Strache auf eine Insel der Hochmoralischen zurückgezogen. Aber es ist unmoralisch und zeugt von fehlendem strategischen Denken und einem Mangel an Erfahrung, deswegen alle Brücken weg von dieser Insel abzubrechen. Die er zuerst ja schon, aus sachlich freilich viel besseren Gründen als jetzt, hin zu den Roten abgebrochen hatte.

Sebastian ist jetzt allein daheim.

Insgeheim träumt er offenbar von einer absoluten Mehrheit, wo er dann das ganze Land streng wie ein Mädchenpensionat halten kann. Oder wie eine Kadettenschule (er hat ja typischerweise auch einen Exoffizier zu seinem Generalsekretär gemacht). Diese seine Vorstellungen hat man ja etwa auch daran gesehen, wie er mit eigenen Parteifreunden umgeht. Siehe etwa den lächerlichen Hinauswurf des Efgani Dönmez wegen eines einzigen gedankenlos formulierten Schmähtweets gegen eine rote Islamistin.
Zum ersten Mal muss ich Kurz seine Jugend vorhalten. So lobenswert es ist, dass er nach Perfektion strebt, so dumm und weltfremd ist es zu glauben, die Menschen wären perfekt. Erfahrene Führungspersönlichkeiten haben gelernt, mit mangelnder Perfektion umzugehen und gelassen zu reagieren (was ja noch nicht Gleichgültigkeit heißt), vor allem, wenn man keine Alternativen hat. Und wer weiß: Vielleicht ist auch Kurz selber nicht perfekt und weiß es nur nicht?
Noch einmal sei es gesagt: Der Ibiza-Exzess von Strache und Gudenus war völlig unakzeptabel, fetzendumm und widerlich. Er hat die beiden völlig disqualifiziert für jedes politische Amt. Nur: Es gibt überhaupt keinen Grund, aus ihrem Verhalten auf das der ganzen FPÖ zu schließen.
Es gibt wohl auch in der ÖVP (und in allen anderen Parteien) genug Männer, die den Verlockungen einer halbseidenen attraktiven Blondine erliegen würden, die sie mit Alkohol und wohl noch anderen Stoffen anfüllt und ihnen Geldsegen vom Himmel verspricht. Nur sind auf diese halt noch keine Lockvögel dieser Art angesetzt worden. Soviel man weiß.

So widerlich das Verhalten von Strache ist, noch viel widerlicher ist jedenfalls die kriminelle Energie, die eine solche Sex-Falle inszeniert hat; noch viel widerlicher ist eine Partei, die regelmäßig mit Silberstein-Methoden arbeitet.

Ebenso widerlich sind auch alle Mainstream-Medien, die sich darüber empören, dass man verlangt, dass auch diese Methoden angeprangert werden, und dass zwei deutsche Medien dabei willige Instrumente hergeben. Es geht in keiner Weise darum, Strache zu rechtfertigen, aber so etwas sollte doch keinesfalls unter den Tisch gekehrt werden, wie es jetzt aber überall geschieht. Oder hat man etwa von Herrn Van der Bellen, der jetzt von den Mainstream-Medien als Moralist gefeiert wird, auch nur ein Wort der Kritik an diesen Methoden eines linken Netzwerkes gehört?

Sebastian Kurz mag bei den vorgezogenen Wahlen zwei oder drei Prozentpunkte dazugewinnen, wenn alles für ihn gut geht. Aber von der absoluten Mehrheit, die die einzig logische Schlussfolgerung aus seinen Worten wäre, wird er mit Sicherheit weit entfernt bleiben. Aber dann wird er halt keine Koalitionspartner mehr für sein (einst auf zwei Perioden angelegtes!) "Reformprojekt" finden. Jedenfalls keinen, der auch nur annähernd so kooperativ wäre wie die Freiheitlichen.

Oder glaubt er ernstlich, mit den Grünen auch nur eine der notwendigen und sinnvollen Reformen verwirklichen zu können (von denen in seiner kurzen Regierungszeit zumindest ein paar realisiert worden sind)? Ganz abgesehen davon, dass Kurz selber verantwortlich ist, dass die wichtigsten der eigentlich notwendigen Reformen ausgeblieben sind: Erhöhung des Pensionsalters; direkte Demokratie; Abschaffung der ORF-Zwangsgebühren; Abschaffung des Kammerzwanges.
Auf Österreich kommt nun mit Sicherheit eine neue lange Phase der Stagnation zu.
Kurz wird sich auch zweifellos nur sehr kurz des Beifalls der Mainstream-Medien über die Beendigung der bürgerlichen Koalition erfreuen können. Denn sehr bald wird von diesen vor allem darüber debattiert werden, dass die ÖVP in einem Vierteljahrhundert nun schon zum vierten Mal vorzeitige Neuwahlen ausgelöst hat.

Viele Menschen erkennen auch, dass das vierte Mal das am wenigsten gerechtfertigte war. Denn diesmal war der Stein des Anstoßes – also Strache und Gudenus – vom Koalitionspartner sofort selbst entfernt worden. Hingegen waren einst die Koalitionsaufkündigungen durch Wolfgang Schüssel – zuerst die Weigerung der SPÖ, das Defizit zu reduzieren, und dann die freiheitliche Implosion von Knittelfeld – für die Wähler voll nachvollziehbar gewesen.

Kurz kann nicht glaubwürdig werden, wenn er jetzt plötzlich versucht, die FPÖ, mit der er eineinhalb Jahre den Eindruck exzellenter Zusammenarbeit erweckt hat, als unerträglichen Koalitionspartner hinzustellen. Wenn er das nun tut, hat er uns eineinhalb Jahre Theater vorgespielt. Er hat jedenfalls mit der FPÖ viele wirtschaftsfreundliche Reformen durchziehen können, die früher völlig undenkbar gewesen wären.

Das wahrscheinliche Ergebnis seines Harakiri ist nun, dass viele schwarze und blaue Wähler frustriert daheimbleiben werden. Dadurch ist nicht einmal ausschließbar, dass der Wunschtraum der großen Mehrheit der heimischen Medien doch noch realisiert wird, nämlich eine Mehrheit für eine Linkskoalition unter Führung jener Partei, die höchstwahrscheinlich für die Drecksaktion von Ibiza verantwortlich ist.

Gratulation, Herr Bundeskanzler! Dann kann er daheim sitzen und nachdenken, warum alle Menschen so schlecht sind und niemand seinen hohen moralischen Ansprüchen entspricht.



 

Entstellung von Notre Dame de Paris geplant

Wie befürchtet, so eingetreten: Weltweit überbieten sich Architekten mit kuriosen und supermodernen Vorschlägen für den Wiederaufbau des Daches der Kathedrale. Droht das Symbol des christlichen Frankreichs zum Multikulti-Tempel zu werden? 

Viele Franzosen haben es schon befürchtet und hatten bereits im Vorfeld Kampagnen und Initiativen gestartet, um Notre Dame de Paris vor modernen Bausünden oder multikulturellen Baueinflüssen zu bewahren [siehe Bericht »Freie Welt«]. Denn die Kathedrale ist nicht nur Symbol und Abbild der französischen Nation, sondern auch ein steinernes Buch, ein kollektives Erinnerungsarchiv der französischen Geschichte. Mit all ihren Aus- und Umbauten erzählt die Kirche von der der Kulturgeschichte Frankreichs.

Die Befürchtungen waren nicht aus der Luft ergriffen. Tatsächlich haben sich bereits weltweit Architekten an den Computer oder Zeichentisch gesetzt, um neue Entwürfe für das Dach der Kathedrale und den Mittelturm zu entwerfen [siehe Berichte mit Beispielen »Der Standard«, »New York Times«]. Sogar der französische Präsident Emmanuel Macron kann sich beim Wiederaufbau eine »zeitgenössische Geste« vorstellen, was von konservativen Politikern – zurecht – heftig kritisiert wurde.

Wie beim Reichstag mit seiner Glasdachkuppel, so sind auch viele Glasdächer unter den Vorschlägen dabei. Manche Vorschläge muten futuristisch an, andere verzerren die Kirche zum Multikulti-Tempel. Manche fordern gerade dazu auf, einen Multi-Kulti-Tempel aus dem Bauwerk zu machen, um die Konservativen und Nationalisten zu provozieren und zu ärgern.

Doch KEINER dieser Vorschläge zeugt davon, dass die Architekten die kulturelle, historische und symbolische Bedeutung der Kathedrale begriffen zu haben. Jede Kleinigkeit im Gebäude erzählt eine Geschichte, hinter jeder Bauveränderung steht ein historisches Ereignis. Alles hat Bedeutung. Doch moderne Architekten sind keine Kunst- und Bauhistoriker. Sie können in alten Bauten nicht lesen. Sie sind historische Analphabeten. Daher ist Notre Dam für viele auch nur eine »Kirche«.

Die Architekten von heute, die mit ihren Metall-, Glas- und Beton-Bauten einen Keil in das Bauwerk treiben oder alles mit Glas überkuppeln wollen, zerreißen das Gesamtbild. Und wenn dann noch zusätzlich der ideologische Aspekt hinzukommt, dass Notre Dame de Paris die multikulturelle Gegenwart und Zukunft Frankreichs darstellen soll, anstatt die reiche Geschichte widerzuspiegeln, dann ist in der Tat ein weiteres Symbol des Abendlandes vernichtet. Es wäre ein düsteres Vorzeichen auf das, was noch kommen könnte. 

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Kommentare:
 
Wen soetwas interessiert: Es gibt da einen dystopischen Roman aus jüngster Zeit. Inzwischen auch in deutscher Übersetzung „Die Moschee Notre Dame“. Kein besonders gutes Buch – finde ich persönlich - aber gut geschrieben. Und wer ein Faible für Geschichte im Stil von Dan Brown hat, könnte es mögen. Er sei aber gewarnt, dass die „Guten“ in der Geschichte lauter erzkonservative Katholiken sind.
Ich stehe im Alltag quasi „mit einem Bein“ in Frankreich. Es ist klar, dass Notre Dame im Zuge der Restaurierung umgewidmet werden wird. Die Satire mit der Moschee in der Zeitung hat leider einen wahren Kern. ND wird höchstwahrscheinlich ein Multireligiöses Zentrum zur Versöhnung der Religionen werden. Der derzeitige „Papst“ hat ja auch den entsprechenden Hang zu diesen Entwicklungen. Der Vatikan wird sich dem also nicht mehr entgegenstemmen und die französischen Bischöfe sind genau solche Luschen wie die unsrigen.
Wir werden die wahre Brandursache vielleicht erst am Jüngsten Tag kennen. Es gibt auf jeden Fall Widersprüche zwischen den offiziellen Erklärungen, dem, was man beobachten konnte, und dem, was laut Fachleuten möglich war . Wer sich die Rede ansieht, die Macron noch im Angesicht der Flammen gehalten hat, merkt, dass er irgendwann die „Maske“ fallen lässt und regelrecht frohlockt, während seine Truppe eisern Entsetzen mimt. Macrons Rede war derartig geschliffen und programatisch, dass viele Franzosen vermuten, er hätte sie eigens für den Anlass auswendig gelernt. Aber wann, wenn das nicht geplant war. Er will jetzt eine „neue“, eine „bessere“ Nation hat er gesagt, und der Wiederaufbau solle zum Symbol dafür werden.
In Notre Dame sind auch in der Vergangenheit schon Dinge geschehen, die französische Katholiken als „Blasphemie“ ansehen – wie die Anbetung der Vernunft in Person einer Prostituierten während der frz. Revolution – oder – wie die Krönung des Ursupators Napoleon - als grenzwertig empfinden. Das inzwischen alle Kulturdenkmäler Europas im Zuge einer Disneylandisierung der Alltagskultur touristisch zur Schau gestellt werden, macht es ja auch nicht besser.

 

 

Prominente Katholiken bezichtigen Papst Franziskus der Häresie

Die katholische Prominenz hat die Nase voll: Einige Gelehrte, Akademiker und bekannte Katholiken veröffentlichten einen offenen Brief an Franziskus, in dem sie ihn der Häresie anklagen. 

»Wir greifen zu dieser Maßnahme als letzte Möglichkeit auf die jahrelange Anhäufung von Schaden durch Papst Franziskus Worte und Handlungen zu antworten, die die Entstehung einer der schwersten Krisen in der Geschichte der Katholischen Kirche ermöglicht hat«, erklären die Autoren in ihrem Schriftsatz. Der offene Brief ist auf Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Holländisch abrufbar.
Der Brief setzt sich zwei Ziele: »um Papst Franziskus des kanonischen Vergehens der Häresie anzuklagen« und zweitens, um die Bischöfe »aufzufordern, die nötigen Schritte zu unternehmen, um mit der schwierigen Situation eines häretischen Papstes umzugehen.«
Franziskus Regierung der Kirche verursacht Unklarheit und Spaltungen. Seine politischen Haltungen wurden in der Vergangenheit mehrmals kritisiert und hatten bereits desaströse Konsequenzen. Die Anzahl der Kirchenaustritte schnellt in die Höhe, und die gläubigsten Katholiken wenden sich gegen ihr Oberhaupt. Da »von Oben« nichts geschieht, wollen Katholiken die Sache jetzt selber in die Hand nehmen.
Der Brief der dritte Schritt eines Prozesses, der im Sommer 2016 begonnen hatte, wie das Beiboot Petri berichtet.. Eine »ad-hoc-Gruppe« katholischer Kleriker und Gelehrten hatte einen privaten Brief an alle Kardinäle und Patriarchen der Ostkatholischen Kirchen geschrieben und auf Häresien und andere »ernsthafte Irrtümer die in der Apostolischen Exhortation Amoris Laetita enthalten sind« hingewiesen.
2017 folgte die »Kindliche Zurechtweisung« oder Correctio Filialis, die von mehr als 14.000 Personen unterschrieben wurde.
Franziskus reagierte mit Schweigen und ohne Kenntnisnahme des aufgebrachten Teils seiner Herde.
Der neue Brief behauptet, dass Franziskus des Vergehens der Häresie schuldig ist, weil er »wissentlich und andauernd etwas leugnet, das die Kirche als von Gott offenbart lehrt«. Vor allem Franziskus Lehren in der Ehe- und Sexuallehre, sowie moralischen Fragen, seien bestenfalls zweifelhaft.
Das 20-seitige Dokument wurde von den bekannten Gelehrten P. Thomas Crean, John Hunwicke, John Rist und Dr. Anna Silvas unterschrieben und am Fest der hl. Katherina von Siena veröffentlicht. Die Wahl dieses Festtags der Kirche war sicherlich kein Zufall, dass es die hl. Katherina war, die Papst Gregor XI. durch ihr unablässiges Drängen dazu bewog, aus dem Papstexil in Avignon, Frankreich, nach Rom zurückzukehren.
»Da Papst Franziskus sich durch seine Werke und Worte der Häresie schuldig gemacht hat, müssen diese Entscheidungen rückgängig gemacht werden. Dazu gehört auch die Ernennung von Bischöfen und Kardinälen, die diese Häresien mit ihren Worten und Taten gefördert haben. Solch eine Zurechtweisung ist Pflicht der brüderlichen Nächstenliebe zum Papst, sowie eine Pflicht an der Kirche«, erklärte der Brief.
»Sollte – Gott verhindere! – Papst Franziskus als Antwort auf diese Ermahnungen nicht die Frucht der wahren Umkehr trägt, bitten wir sie [die Bischöfe] ihre Pflicht zu erfüllen, und zu erklären, dass er die kanonischen Delikte der Häresie begangen hat, und die kanonischen Folgen dieses Verbrechens erleiden muss.«
Eine Unterschriftenaktion begleitet das Schreiben hier

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20.5.19

 

Spiritueller Sommer in Pommern

Wer sich im Urlaub auch mal zurückziehen möchte, kann jetzt Angebote der evangelischen Kirchen nutzen. In Groß Kiesow ist der "Spirituelle Sommer in Pommern" eröffnet worden.
  

16.5.19

 

Christen zählen nichts

„Der dschihadistische Angriff in Sri Lanka war nicht nur "der tödlichste Angriff auf Christen in Südasien in jüngster Zeit". Es war auch das größte Massaker an christlichen Kindern. Aber keine Zeitung hat eine Kampagne gestartet, um das Bewusstsein der europäischen Öffentlichkeit zu schärfen, es ist keine pro-christliche Solidaritätsbewegung entstanden, kein westlicher Führer scheint eine Kirche aus Solidarität besucht zu haben, keine westlichen Kirchenführer hatten den Mut, auf die Schuldigen hinzuweisen, indem sie sie beim Namen nannten, keine westlichen Bürgermeister hängten Fotos von den 45 zerrissenen Kindern auf, kein öffentlicher Platz war mit Tausenden, die "Je suis chrétien" sagten, gefüllt.“

Gott in Berlin

15.5.19

 

re:publica 2019

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Unsere Welt ist dreidimensional, dennoch sind wir umgeben von bebilderten und beschrifteten, oft auch mobilen Flächen. Diese 'Kulturtechnik der Verflachung' gipfelt im allgegenwärtigen Smartphone-Gebrauch. Schon viele Künste, Wissenschaft und technische Entwurfspraktiken nutzen das Kraftfeld artifizieller Flächigkeit. Worin besteht Geheimnis und Kunstgriff künstlicher Zweidimensionalität? Was geschieht, wenn aus beschrifteten und bebilderten Flächen das elektronisch vernetzte Interface wird?

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Der Anfang des menschlichen Daseins und die Grundlegung des Menschen

Der Anfang des menschlichen Daseinsganzen umfasst die lebensweltliche Basis des in die Welt-Kommens, die der Zeugung voraus liegt, und die Lebenszeit des Menschen, die anhand von physikalischen, neurobiologischen, psychologischen und sozio-kulturellen Entwicklungen in die Periode der Grundlegung bis zum Kleinkindesalter und der Entfaltung bis zum Lebensende, unterteilt wird. Diese Anthropologie liefert eine neue theologische Sichtweise der Ebenbildlichkeit Gottes als imago Dei, als 'grundgelegtes', unverlierbares Merkmal, und als Entfaltung im Gott-Ähnlichwerden. Konzepte der Identität, autopoetischer Kontinuität, der Beseelung des Menschen und des vorgeburtlichen personal-dialogischen Daseins werden dargelegt. Genetik, Epigenetik als Einfluss von Umwelt und Vorfahren, und die personal-dialogische Kommunikation, vor allem mit der Mutter, bedingen das Werden des neuen Menschen und sein Wesen, seine Gesundheit bzw. Krankheitsrisiken im Erwachsenenalter. Diese Grundlegung erfolgt ohne eigene Verantwortung und ist somit die immer schon im Voraus gegebene Basis der Würde, Toleranz und Anerkennung seiner Selbst und des Anderen.

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Neonatologe: Prägefunktion des Lebensbeginns

Mehr Augenmerk auf die erste Lebensphase des Menschen vor und nach der Geburt hat der Neonatologe und Theologe Georg Simbruner eingefordert. Es gebe wissenschaftlich keine Zweifel mehr, dass der Lebensbeginn aufgrund der Epigenetik "biologisch prägend" sei, sagte der renommierte Mediziner in einem von der "Aktion Leben" im "Infodienst Bioethik" (Dezember-Ausgabe) veröffentlichten Interview. Ein radikales Umdenken besonders gegenüber Schwangerschaft und schwangeren Frauen sei nötig, plädierte der Experte für eine bestmögliche Atmosphäre des Angenommenseins.

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Genetik – Epigenetik und die geistig spirituelle Dimension des Menschen

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Manfred Weber wird von der türkischen Regierung beleidigt

Die CSU wies die Äußerungen empört zurück. „Mit ihren verbalen Entgleisungen zeigt die türkische Regierung einmal mehr ihr wahres Gesicht“, sagte Generalsekretär Markus Blume dem Münchner Merkur

„Die Machthaber vom Bosporus haben sich schon lange von den europäischen Werten verabschiedet. Manfred Webers klare Absage für einen EU-Beitritt ist absolut richtig.“

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Kinder des Koran

Constantin Schreiber untersuchte, was Kinder in muslimischen Ländern aus ihren Schulbüchern lernen (Econ Verlag)

Ö1

Amazon

Antisemitismus bei muslimischen Jugendlichen, mangelnde Vorstellungen von Gleichberechtigung, ein anderes Verständnis von Demokratie und Religionsfreiheit – manche Muslime geben nichts auf die liberalen Werte des Westens. Doch woher kommt das? Eine mögliche Antwort: weil junge Muslime es so lernen.

Constantin Schreiber nimmt Schulbücher in der islamischen Welt unter die Lupe, unter anderem aus dem Iran, der Türkei, Afghanistan, Saudi-Arabien. Was wird dort im Religions- oder Geschichtsunterricht gelehrt? Was lernen Schüler über Philosophie? Schreiber spricht mit Lehrern, Eltern und Schülern und stellt fest: In einigen Ländern sind Schulen kein Ort der Bildung, sondern Orte der Ideologisierung. Junge Menschen lernen dort, die Welt mit anderen Augen zu sehen, als wir es im Westen tun. Und das hat auch Auswirkungen auf Deutschland und Europa.

Die Juden seien Feinde der Muslime, Frauen sollten nicht aufreizend sprechen und Ungläubige verdienten es, gequält zu werden – diese und weitere problematische Botschaften vermitteln Schulbücher, die der Fernsehjournalist Constantin Schreiber untersucht hat. Seine Frage: Was wird der jungen muslimischen Generation in den Schulen beigebracht? Und welche Auswirkungen kann das haben? Dutzende Unterrichtswerke aus islamischen Ländern hat sich Schreiber angesehen. Fünf Bücher aus Afghanistan, Ägypten, dem Iran, Palästina und der Türkei stellt er detailliert vor.

Weite Abschnitte aus den untersuchten Büchern werden übersetzt wiedergegeben, damit sich jeder Leser ein eigenes Bild machen kann. Wie solche Lehrinhalte auf Kinder wirken können, erläutern Expertinnen und Experten aus dem deutschen Bildungswesen. Auch ging Schreiber der Finanzierung und Entstehung der Bücher nach – und kam zu teils beunruhigenden Ergebnissen. Der Autor von »Inside Islam« leistet einen weiteren unverzichtbaren Beitrag dazu, muslimische Gesellschaften besser zu verstehen.

Welt

Merkur

12.5.19

 

DIE GROSSEN FRAGEN

Wohin geht die Welt?
Wohin führen uns Wachstum,
Biotechnologie & Künstliche Intelligenz?

„Krone bunt“-Kolumnist DI Dr. Klaus Woltron traf
Weltbestseller-Autor, Historiker und Regierungsberater
Yuval Harari zum Gespräch.

Link

Harari — Woltron. Mitschnitt Gespräch am 07-05-19 in Wien


Yuval Noah Harari (* 24. Februar 1976 in Haifa) ist ein israelischer Historiker.
Er lehrt an der hebräischen Universität Jerusalem.

Mit seinen Büchern
„Eine kurze Geschichte der Menschheit“,
„Homo Deus“
und „21 Lektionen zum 21. Jahrhundert“
erreichte er Millionenauflagen.

Er lebt bei Bet Schemeschwestlich von Jerusalem

Klaus Woltron

11.5.19

 

Gewürze mit allen Sinnen erleben

Der neue Kräuterschaugarten Safranoleum außerhalb von Siegendorf ist Teil eines Kompetenzzentrums für Gewürze, das der Unternehmer Hannes Pinterits in den kommenden Wochen eröffnen wird. Seit 13 Jahren produziert der gebürtige Klingenbacher spezielle Gewürze, die teilweise eine lange Tradition in der Region haben, aber in Vergessenheit geraten sind. Im Kräuterschaugarten kann man solche Gewürze mit allen Sinnen erleben.

ORF

10.5.19

 

Wir gründen ein Dorf

Im Alter noch einmal ganz neu anfangen: 50 Senioren haben Großes vor. Sie wollen in Schleswig-Holstein, in der Nähe des Ortes Bosau am Plöner See, ein Dorf gründen.

ARD
 

 

Erdöl und Technik machten uns zu schnell

Im 17. Jahrhundert hat man zu Fuß fünf Kilometer pro Stunde, heute fliegt man 200-mal so schnell um den Erdball. "Mit dieser Beschleunigung haben wir uns in einen Zustand gebracht, in dem wir uns ständig selbst überfordern", so die Umwelthistorikerin Verena Winiwarter.

Durch dieses enorme Tempo könne man zum Beispiel nicht die nötige Anzahl von verantwortungsbewussten Entscheidungen treffen, meinte Winiwarter bei einem Vortrag, die am in Wien ansässigen Institut für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt arbeitet. "Wir haben dabei auch viele Dinge geschaffen, die man nicht von heute auf morgen ändern kann, und die uns in eine Risikospirale treiben, deren Folge unter anderem der Klimawandel ist", sagte sie.
Es gebe bis heute keine überzeugende Strategie gegen die globale Erwärmung, obwohl das nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch viel sinnvoller wäre, als weiterzumachen wie bisher. Denn laut Berechnungen würde ein "Business as usual"-Szenario bis zu 20 Prozent des Welteinkommens verschlingen, während die "Behandlungskosten" auf durchschnittlich ein Prozent geschätzt werden.

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Jeder Mensch kennt das Heilige

Der Soziologe Hans Joas

"Wir leben in einer Welt, in der vielen Religion und damit auch der christliche Glaube als etwas Rückständiges erscheint. Das finde ich ungerecht gegenüber sehr vielen Gläubigen. Ich will zeigen, dass das Vorurteile sind. Man kann gleichzeitig ein kluger Zeitgenosse sein und ein gläubiger Christ." Das sagte der renommierte Berliner Soziologe Hans Joas in einem Interview mit der "Zeit". Hans Joas wurde in München geboren. Der heute 70-jährige Wissenschaftler gilt als einer der profiliertesten deutschen Soziologen und Sozialphilosophen, er forscht und lehrt an der Humboldt-Universität in Berlin. Seinen soziologischen Forschungen zufolge, haben selbst Menschen, die einen Gottesglauben ablehnen, einen Hang zur sakralen Verehrung. Auch in großen politischen Bewegungen, wie etwa im Kommunismus, wurden beispielsweise die Rote Fahne oder aber auch der einbalsamierte Leichnam Lenins kultisch verehrt. Und liberale Humanisten sind überzeugt davon, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und bestehen daher auf der Sakralität jeder Person. Nach Joas' Überzeugung kennt jeder Mensch das Heilige, auch wenn er gar nicht religiös ist. Menschen gelangen in intensiven Erlebnissen zur Erfahrung, aus dem Alltag oder den bisherigen Grenzen der Person herausgerissen zu werden, durch etwas, das sie tief in ihrem Kern berührt. Was ist Menschen heute noch heilig? Und: Was glaubt Hans Joas selbst? 

Ö1


9.5.19

 

Pete Seegers Carnegie Hall Concert vom 8. Juni 1963

Er war ehrlich, klug, mutig, humorvoll und liebenswürdig. Singer-Songwriter, Gitarrist, Banjospieler, Musikforscher und Aktivist Pete Seeger verkörperte wie nur wenige vor, nach und neben ihm die enge Verbindung von Folkmusik und Protestsongkultur, das fruchtbare Zusammenspiel der musikalischen Traditionen seines Landes mit der Forderung nach sozialen und politischen Veränderungen.
Als er - bis zuletzt aktiv - 2014 im Alter von 94 Jahren starb, hatte er längst viele seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter auf der Suche nach authentischer Musik und im Kampf für Menschenrechte und eine bessere Welt überlebt. Seeger konnte auf ein erfolg- und ereignisreiches Leben und Wirken zurückblicken, mit vielen Songs aus eigener und fremder Feder, die inzwischen tief im kollektiven Gedächtnis der USA verwurzelt sind. "In Concert" würdigt den großen US-Amerikaner an seinem heutigen 100. Geburtstag mit dem gefeierten Solokonzert, das Pete Seeger am 8. Juni 1963 in der Carnegie Hall in New York gegeben hat.

Ö1

 

Zum 100. Geburtstag von Pete Seeger

Wohl kaum ein Sänger in den USA hat mehrere Generationen nach ihm so beeinflusst, vor allem wenn es um politische und soziale Aussagen in der Folkmusik ebenso wie in Popsongs geht. Der in New York geborene Pete Seeger wurde in einer der kommunistischen Jugenorganisationen mit der Kritik am Kapitalismus und mit den Ideen des Sozialismus vertraut gemacht. Dafür landete er in den 50er-Jahren auch auf der Schwarzen Liste des Komitees für unamerikanische Umtriebe der McCarthy Ära. Er schrieb Lieder, die zu Volksliedern wurden wie "We Shall Overcome" oder "Turn,Turn,Turn!"
1959 gründete er das Newport Folk Festival gemeinsam mit dem Sänger und Aktivisten Theodor Bikel. Seeger inspirierte den jungen Studenten Bob Dylan zu seinen ersten folky Spirituals. Mit ihm verband Pete Seeger eine lebenslange Freundschaft, wie auch mit Joan Baez und Bruce Springsteen. Seeger vertrat seine Ideen für eine bessere Welt nicht nur auf der Bühne, sondern gründete z.B. die Umweltorganisation "Clearwater".

Ö1

Wiki




Pete Seeger – Vater des amerikanischen Folk


 Spotify



8.5.19

 

Sing Mit! Chorfest 2019

Die Vision für die Sing Mit! Chorfestivals ist es, jedem, egal ob LaiensängerIn oder langjähriger Profi, ob Chor oder Einzelperson, die Möglichkeit zu bieten, einmal im Wiener Stephansdom oder dem Salzburger Dom ein bedeutendes sakrales Werk im Rahmen eines professionell organisierten Konzertes mitgestalten zu können.
Mit Prof. Gerald Wirth, Präsident und künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben, in Wien oder Prof. János Czifra, Domkapellmeister, in Salzburg studieren Sie in mehrtägigen Workshops das aktuelle Werk ein und bringen es in einem festlichen Abschlusskonzert im Wiener Stephansdom oder dem Salzburger Dom zur Aufführung.
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Stephansdom Wien

W. A. Mozart –
Krönungsmesse (KV 317)

30. Mai bis 1. Juni 2019

Die Verbundenheit Mozarts mit der Domkirche St. Stephan ist weltweit bekannt. Seien Sie auch in diesem Jahr wieder in einem internationalen Chor Teil der Aufführung der Messe in C-Dur von Mozart, die ihren Beinahmen „Krönungsmesse“ vermutlich 1873 erhielt.

Joseph Haydn –
Paukenmesse (Hob. XXII:9)

11. bis 13. Juli 2019

Die Missa in tempore belli („Messe in der Kriegszeit“) erhielt bereits von Joseph Haydn selbst diesen Namen, da er an die Bedrohung Wiens durch Napoléons Truppen erinnern wollte. Prof. Gerald Wirth wird während der Workshops das bedeutende Werk von Joseph Haydn mit Ihnen einstudieren, um es im Stephansdom in einem festlichen Konzert mit Orchester und namhaften Solisten zu präsentieren.

W. A. Mozart –
Requiem (KV 626)

16. bis 18. Juli 2020

Dieses Jahr haben Sie wieder die Möglichkeit, in einem internationalen Chor ein Teil der Aufführung des Mozart Requiems im Wiener Stephansdom zu sein.

L. v. Beethoven –
Messe in C Dur (op. 86)

9. bis 11. Juli 2020

Ludwig van Beethovens Geburtstag war vor 250 Jahren! Seine letzten 35 Lebensjahre verbrachte er in Wien und verfasste insgesamt nur zwei Messen.


 
 

 

Singen lernen - Töne treffen

Stage Bound mit Sylvia Lee

Beim Singen Lernen musst Du vor allem Deine Intonation trainieren. Also, die Töne richtig treffen.

Es gibt eigentlich keine tontauben Leute. Also kannst Du das Treffen der Töne trainieren. Eine gute Intonation ist essentiell, wenn Du vorhast, vor und mit anderen Leuten zusammen zu singen. Denn ansonsten wird das Anhören kein Genuss.

 Intonation hat mit 3 verschiedenen Faktoren zu tun:
1. Dem Vorstellen der Tonhöhe,
2. der richtigen Körperspannung
3. und der Mundstellung. 

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Musik verstehen

Seminare mit Duncan Lorien

Diese Seminare mit Duncan Lorien öffnen das Tor zur Welt der Musik. Mit anderen Worten, sie sind der schnellste Weg, Musik zu lesen und zu spielen, zu improvisieren, zu begleiten, zu singen und Lieder zu schreiben. In diesen Workshops werden Sie kurzum Schritt für Schritt zu einem vollen Verstehen aller Aspekte von Musik geführt. Dies umfasst Bereiche wie Notennamen am Klavier und an der Gitarre oder das Spielen von Tonleitern und Akkorden. Überdies die Grundlagen von Improvisation, Notenlesen, Singen und Komponieren.

Musik ist im Grunde genommen eine Sprache. Duncan Lorien hat entdeckt, wie er JEDEM zeigen kann, diese Sprache zu verstehen und sie zu sprechen.

Hier sind seine nächsten Seminare in Wien:
Seminar „Die Grundlagen des Gesangs verstehen“ vom 14. bis 15. Mai 2019 in Wien
Seminar „Musik-Verstehen: Noten lesen und spielen“ vom 17. bis 19. Mai 2019 in Wien
Seminar „Musik-Verstehen: Improvisieren und Begleiten“ vom 18. bis 20. Oktober 2019 in Wien

 

6.5.19

 

30 Tage Gebet für die islamische Welt

6. Mai - 4. Juni 2019

Link

5.5.19

 

Bach ungewöhnlich vokalisch

Das Berliner Vokalsextett SLIXS mit Arrangements von Musik von Johann Sebastian Bach.

Die eigentliche Heimat des a-cappella-Vokalsextetts Slixs aus Berlin ist Jazz bzw. Pop. Vor einigen Jahren hatte SLIXS auf Bestellung für einen Kinofilm einige Stücke und Sätze von Johann Sebastian Bach arrangiert. Das Resultat wurde auch auf einer kurzen CD publiziert. Chorwurmkenner Gustav Danzinger "staunte beim Hören, selbst wenn man von Gruppen wie den Swingle Singers oder Manhattan Transfer verwöhnte Ohren hat".
Die Sechs von SLIXS waren auf den Geschmack gekommen und studierten andere Werke Bachs ein und publizierten sie mit den bereits aufgenommenen gemeinsam auf einer neuen CD. Neu waren unter anderem etliche der Goldbergvariationen, bei denen nicht nur die verblüffende Virtuosität besticht, sondern ebenso sehr die Kreativität und Vielfalt der klanglichen Gestaltung.
"Natürlich sind diese Deutungen in jeder Hinsicht hochgradige Vokalartistik, aber doch immer umgeben mit dem Hauch des Natürlichen, Unangestrengten, Selbstverständlichen. Dabei sind durchaus keine überragenden Einzelstimmen zu hören, vielmehr bestechen die sechs durch ihre enorme Homogenität, durch viele individuelle Farben und Schattierungen". Gustav Danzingers Urteil vom Juni 2018 ist kaum etwas hinzuzufügen.
Vielleicht doch noch:"Intonation, Timing, Musikalität, vor allem das Gespür fürs Grooven, Swingen - das alles beherrschen die fünf Sänger und eine Sängerin in höchster Perfektion. Gewürzt werden diese hinreißenden Bach-Adaptionen noch mit raffiniertem Witz." So enthusiasmiert war Ö1-Kollegin Mirjam Jessa bereits 2014 gewesen.



Ö1


SLIXS

Die Aufnahmen von „Quer Bach“ sind für den Soundtrack des Kinofilms „Mensch Kotschie“ von Norbert Baumgarten entstanden. Die Vorgabe war, Instrumentalmusik von Johann Sebastian Bach für Stimmen zu arrangieren.
SLIXS nähern sich den genialen Kompositionen mit Neugier und Experimentierfreude und mit Respekt vor dem großen Meister. Fachpresse, Veranstalter und Publikum sind von der unbefangenen und dennoch respektvollen Umsetzung gleichermaßen begeistert.
„Michael Eimann hat wunderbare Brücken zwischen Bach und dem famosen Ensemble geschlagen. Bach wird nicht als Grundlage, als Steinbruch genommen und verjazzt, sondern mit hörbarer Sensibilität den eigenen Ansprüchen anverwandelt. Und er zeigt eindrucksvoll: Bach funktioniert in vielen Gewändern, ist unverwechselbar und stark.“ (klassik.com 2014)



QUER BACH 2 ist die Fortsetzung des Vorgängers QUER BACH jedoch in Albumlänge. 
Die neuartigen Bearbeitungen von Instrumentalstücken des Barockmeisters Johann Sebastian Bach 
begeisterten schon mit der ersten Scheibe Fachpresse und Publikum gleichermaßen 
- wenngleich diese nur 18 Minuten lang war. Eine "Erotisierung" der Bach'schen Instrumentalwerke. 
Nun also bringen SLIXS eigens ausgewählte Bach'sche Werke auf tiefgründige wie unterhaltsame Weise zum Klingen.
 

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