17.7.18

 

Juckreiz - wenn die eigene Haut zum Feind wird

Juckreiz macht sich zwar an der Haut bemerkbar, aber der Auslöser liegt oft ganz woanders im Körper. In vielen Fällen wird der Grund für chronischen Juckreiz gar nicht oder erst sehr spät erkannt. Was kann dahinter stecken, wenn es dauernd juckt, und was hilft?

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REPULS ein Meilenstein in der Schmerzmedizin

REPULS ist eine hochwirksame, medizinische LED-Technologie und Therapie, die besonders schonend, einfach und rasch die Abheilung von Entzündungsprozessen fördert und so zur schnellen Schmerzlinderung führt.

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Verein Wund Management Wien

Der Verein Wund Management Wien verfolgt das Ziel des Empowerments von Personen mit chronischen Wunden, Patienten mit künstlichem Darmausgang und deren Angehörigen.

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Wie alt können wir wirklich werden?

Die Forscher untersuchten die Daten von fast 4000 Italienern im Alter von 105 oder mehr Jahren. Und da zeigte sich im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung: Bis 80 Jahre steigt das jährliche Sterberisiko stark an – eine Folge etwa von Herz- und Krebserkrankungen. Doch dann verlangsamt sich der Anstieg des Risikos und bleibt ab 105 Jahren konstant bei rund 50 Prozent.

Das Glück besteht zunächst in der individuellen genetischen Ausstattung. „In der Mitte des Lebens sind der Lebensstil und die Umwelt entscheidend – Feinstaub oder Lärm etwa.

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Mit Märchen demente und verwirrte ältere Menschen aktivieren

Märchen sind alles andere als „Kindergeschichten“, auch wenn die meisten sie als Kinder kennengelernt haben. Da sie im Altgedächtnis verankert sind, eignen sie sich hervorragend für die Aktivierungsarbeit mit älteren Menschen und vor allem auch mit Demenzerkrankten.
Märchen beschreiben keine komplizierten Handlungsabläufe, aber sie erzählen oft von Krisen, Herausforderungen oder Konflikten, die gerade älteren Menschen sehr vertraut sind. Gleichzeitig vermitteln Märchen aber auch die Zuversicht, dass sich das Dunkle wieder erhellen wird.
Sie sind daher Nährboden für Kraft und Lebensfreude – und ein guter Anknüpfungspunkt, damit sich der aktivierende, biographische und zum Teil therapeutische Wert der Arbeit mit Märchen entfalten kann.

Zu einem Seminar mit Ursula Kukrecht, Dipl. Soz. Päd (FH), sind alle Interessierten, die ehrenamtlich und hauptamtlich mit älteren Menschen mit und ohne Demenz arbeiten, am 3. bzw. 4. September 2018, eingeladen.

Termine:  3. September 2018 | Bildungshaus St. Ursula, Erfurt
                 4. September 2018 | Jugend- und Erwachsenenbildungshaus Marcel Callo, Heiligenstadt

Kosten:  20,00 € für Hauptamtliche
              10,00 € für Ehrenamtliche

Referentin:  Ursula Kukrecht, Dipl. Soz. Päd (FH), Heilpraktikerin für Psychotherapie, Päd. Leitung bei der Caritas-Sozialstation und Tagespflege Nürnberg Nord e.V.

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Die Methusalem Generation

Die Alterung der Gesellschaft, jedenfalls in den „entwickelten“ Industriestaaten, schreitet mit einer Rasanz voran, die noch vor kurzem niemand für möglich gehalten hätte. Die Fortschritte der Medizin – man ist sich seines Todes nicht mehr sicher –, veränderte Lebens- wie Ernährungsgewohnheiten, Hygienestandards und zunehmender Wohlstand haben die Lebenserwartung in Höhen schießen lassen, von denen früher höchstens geträumt werden konnte. Die demografische Entwicklung führt zu einer gesellschaftlichen Umwälzung, die die Grundfesten des Alltags erschüttert.

Heute sind 3,8 Prozent der Deutschen älter als 80 Jahre. In der Jahrhundertmitte werden es 11,3 Prozent sein. Das ist eine Explosion. 

Immer mehr Alte, immer weniger Junge. Das hat ungeheure Folgen. Nicht nur für die Rentenkassen. Sondern für die gesamte soziale Struktur. Die Alten, ihre Interessen, Bedürfnisse und Gewohnheiten werden die Gesellschaft dominieren.

65-Jährige leben inzwischen wie die 45-Jährigen von früher. Sitzen nicht mehr grau in der Ecke und verzehren ihr Gnadenbrot. Sondern stehen mitten im Leben, kleiden sich wie die Jungen, hören ihre Musik, treiben Sport, erfüllen sich Wünsche, die ihnen das Arbeitsleben versagte, unternehmen Reisen, sind gesund und fit – und haben Zeit. Kein Wecker reißt sie morgens aus dem Schlaf, kein Chef schikaniert, kein Termin drängt, und die Kinder sind auch längst aus dem Haus. Das Leben ist eine neue Freiheit und eine nie gekannte Freizeit.

Die Alten sind jung wie nie. Lassen sich auf ihre späten Tage in kommunale Parlamente wählen, engagieren sich in Ehrenämtern, in freiwilligen Tätigkeiten als Pflegerinnen und Pfleger, in der Kinderbetreuung, als Organisatoren in Vereinen und Kirchen. Sie tun das nicht, weil sie müssen, sondern weil sie möchten.

Wer die 60 überschritten hat, hat heute noch ein Viertel seines Lebens vor sich, oft auch mehr. Ein uralter Menschheitstraum scheint Realität geworden zu sein. Alt werden, ohne zu altern. Die Weisheit des Alters erfahren und die Jugendlichkeit des Körpers bewahren.

Kein Wunder, dass die Werbung sie längst entdeckt hat, die rüstigen Alten, eine kaufkräftige Konsumentenschicht. Einen Namen haben sie auch schon bekommen: „Woopies“ (Well-Off Older Persons). Immer mehr gut erhaltene Körper und nur spärlich gefaltete Gesichter verheißen auf Plakatwänden, dass das Leben jetzt erst richtig anfängt. Die Wirtschaft – „Silver Economy“ – stellt sich auf die neuen Kunden ein, bietet Produkte und Dienstleistungen für die Best Ager.

Und die Wissenschaft zieht nach. Die herkömmliche Einteilung des Lebens in drei Abschnitte – Kindheit, Berufszeit, Alter – hat ausgedient. Die späten Jahre werden in zwei neue Segmente gespalten: drittes und viertes Alter.

Doch die steigende Lebenserwartung hat ihren Preis. Denn immer älter werden heißt zugleich: immer länger alt sein. Und die Fortschritte der Medizin vermögen es meist nicht, die Phase der Hochaltrigkeit, die statistisch etwa ab dem 80. Lebensjahr beginnt, in eine Glücksphase zu verwandeln. Die Verheißung des längeren Lebens wird zu einer Verheißung des Leidens, einer Zeit der Krankheiten, Schmerzen, einer Zeit des erhöhten Sterberisikos.

Bis zum 60. Lebensjahr liegt das statistische Pflegefall-Risiko unter einem Prozent. Auch bis zum 70. Geburtstag ist die Gefahr sehr gering. Dann aber, mit Beginn des „vierten Alters“, steigen die Zahlen massiv an. Zwischen 80 und 85 sind schon 20 Prozent pflegebedürftig, zwischen 85 und 90 sind es 33 Prozent, und bei den über 90-Jährigen liegt die Zahl der Pflegefälle bei 58 Prozent. 2020 werden es 2,9 Millionen sein, und die Prognosen für die Jahrhundertmitte schwanken zwischen 3,7 und 4,7 Millionen. Wer all diese Menschen dann pflegen soll, wird eine der großen sozialen Fragen der Zukunft sein.

Krankheiten und Schmerzen sind indessen nur ein Teil der Wahrheit über die Hochaltrigkeit. Der andere heißt Einsamkeit. Die meisten Menschen haben in dieser Lebensphase den Tod naher Angehöriger zu verkraften, des Ehemanns, der Ehefrau. Gut 16 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leben allein, bei den über 85-Jährigen sind es 75 Prozent. 

Alter hatte in allen geschichtlichen Perioden viel mit den ökonomischen Verhältnissen zu tun. Wer Geld hat, lebt länger. Kann sich bessere Pflege, eine intensivere medizinische Betreuung, gesündere Ernährung leisten.

Es zählt zu den großen Mythen über das Altern, dass das zu anderen Zeiten anders gewesen wäre. Früher, so erzählen diese Mythen, hätten die Alten im Schoß der Großfamilie ihren Lebensabend verbracht, geachtet und geschätzt ob ihrer Erfahrung und Weisheit. Gerade ganz früher, in der Antike sei das so gewesen. Nicht umsonst hieß das Gremium, das zum Beispiel die Geschicke der römischen Republik bestimmt, Senat, Versammlung der Älteren.

In der Realität sah es meist anders aus. Dass die Alten früher besonders geachtete Personen waren, ist eher eine Verklärung neuerer Tage. Mochten Personen von Stand auch das Hohelied des Alters singen wie etwa Seneca oder Cicero („Der alte Mann ist von Natur aus Philosoph“), für die meisten anderen und die weniger Begüterten zumal war der Lebensabend eine Zeit voller Düsternis. Wer keine Rücklagen hatte, den erwartete bittere Armut. 

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Kriegsende 1945: Der Terror im Inneren


In den letzten 41 Tagen des Zweiten Weltkrieges kamen bei Todesmärschen, Lynchmorden und Menschen-Treibjagden 30.000 Menschen um. Eine Verdichtung der Gewalt, die jetzt aufgearbeitet wird.

 

 

Fluchtursachen – Warum Menschen fliehen


68,5 Millionen Vertriebene. Nie zuvor waren so viele Menschen weltweit auf der Flucht, wie im 
vergangenen Jahr. Ein Nachlassen der Fluchtbewegungen ist nicht zu erwarten, so der aktuelle Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Warum aber fliehen Millionen von Menschen mit dem Risiko, ihr Leben dabei zu verlieren? Wer ist verantwortlich und was muss sich ändern, damit Menschen in ihrer Heimat leben können? Die Ursachen bekämpfen – das wird häufig gefordert. Tatsächlich ist es ebenso wichtig wie die Frage nach der Aufnahme von Geflüchteten.

In phoenix plus „Fluchtursachen – Warum Menschen fliehen“ wird nach möglichen Antworten gesucht. Zu Gast im Studio sind Thomas Gebauer, Geschäftsführer von medico international e.V. und der Friedens- und Konfliktforscher Professor Conrad Schetter vom Internationalen Konversionszentrum Bonn (BICC).

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Im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise wird häufig die Bekämpfung von Fluchtursachen als wirkungsvollste Lösung benannt. Praktisch wird allerdings vor allem Fluchtabwehr betrieben, indem sich die reicheren Weltregionen zunehmend abschotten. Was müsste also passieren, um Fluchtursachen wirklich ganzheitlich zu bekämpfen?
Ob Krieg und Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung, Armut und Perspektivlosigkeit, Umweltzerstörung und Klimawandel oder Rohstoffhandel und Landraub – meist sind diese häufigsten Fluchtursachen eng miteinander verwoben, und sehr oft hängen sie mit der zunehmenden globalen Ungleichheit zwischen Arm und Reich sowie mit den Produktions- und Lebensweisen des Globalen Nordens zusammen.
Allein die Zahl der Klimaflüchtlinge wird heute bereits auf über 20 Millionen geschätzt, bis zum Jahr 2050 wird sich diese Zahl vermutlich deutlich erhöhen. Die Verantwortung der Industrieländer liegt beim Thema Klimawandel auf der Hand, und trotzdem werden Klimaveränderungen und Umweltzerstörung bislang nicht als Asylgrund anerkannt. Gerade Flucht aus „wirtschaftlichen Gründen“ wird häufig als illegitim dargestellt und den Betroffenen keinerlei Schutzperspektive geboten. Dabei kann nicht außer Acht gelassen werden, dass auch „ungerechte Handels- und Wirtschaftsbeziehungen, […] die Ausplünderung von Rohstoffvorkommen oder die Zerstörung lokaler Märkte“ Armut und Perspektivlosigkeit anderswo mitverursachen.

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