15.12.19

 

Die Bergmännische Krippe

Der Ausdruck Bergstadt trifft die Charakteristik von Annaberg-Buchholz - die Lage am Hang des Pöhlberges, die umfangreichen Bergbauaktivitäten, das Schaffen berühmter Bergherren, Handwerker und Künstler und nicht zuletzt die umfassenden Sachzeugen der Bergbaugeschichte. In der einzigen knappschaftlichen Sonderkirche Sachsens "St. Marien" kann man mit der Bergmännischen Krippe sehr eindrucksvoll die enge Verbundenheit des christlichen Glaubens mit der bergmännischen Tradition nachvollziehen. Sie wurde 2015, 15 Jahre nach ihrer Entstehung, vollendet und besteht aus 32 geschnitzten, etwa 1,20 m großen Holzfiguren. Ihre 35 Personen stellen eine "Annaberger Weihnachtsgeschichte" dar.

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Der Krippenweg Erzgebirge lädt unter dem Motto "Komm zur Krippe" dazu ein, die Vielfalt der erzgebirgischen Weihnachtskrippen und -berge zu entdecken. Der Krippenweg umfasst derzeit rund 15 Standorte von Weihnachtsbergen und Krippen in Museen, Vereinen, Kirchen und Privathaushalten. Der Krippenweg Erzgebirge wurde 2015 auf private Initiative ins Leben gerufen.

Charakteristisch für das Erzgebirge ist die Einbettung der Krippenszene in eine gebirgige Landschaft – der sogenannte Weihnachtsberg. Mitunter wird die biblische Geschichte dabei um Motive aus der heimischen Lebens- und Arbeitswelt – vor allem aus dem Bergbau – ergänzt. Besonders beeindruckend sind die mechanischen Weihnachtsberge, bei denen das Geschehen durch ausgeklügelte mechanische Antriebe zum Leben erweckt wird.

Die Krippen und Weihnachtsberge sind zum Teil mehr als 100 Jahre alt. Sie unterscheiden sich in ihrer Größe, den verwendeten Material und ihrem Stil. Jede dieser Krippen erzählt die biblische Geschichte aus der Perspektive des Erbauers. Und hinter vielen Krippen steckt auch noch eine ganz eigene Geschichte – zum Beispiel von Materialknappheit in den Nachkriegsjahren oder den Repressalien der DDR-Zeit.

Fr. – Sa.
1.11.2019 – 1.1.2022

Alle Informationen zu den einzelnen Stationen des Krippenweges Erzgebirge auf www.komm-zur-krippe.de.
 
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Direkt am Annaberger Marktplatz ist die Bergkirche St. Marien von 1502 bis 1511 errichtet wurden. Die Bergkirche St. Marien diente bis 1863 ausschließlich der bergmännischen Andacht. Die Baukosten wurden überwiegend aus den Wochenpfennigen der Bergknappschaft bestritten. Bei dem großen Stadtbrand im Jahre 1604 wurde die Bergkirche schwer beschädigt. Die Kirche wurde dann zwischen 1614 und 1616 unter Beibehaltung der durch den spätgotischen Gründungsbau vorgegebenen Dreischiffigkeit in Renaissanceform wieder aufgebaut. Nach dem Brand im Jahr 1731 erhielt das Gotteshaus drei Jahre später im Jahre 1734 ein neues Dach und weitere drei Jahre später, 1737 einen neuen Turm. Nach der Sanierung wurde die Bergkirche am 25. September 2005 einem neuen Nutzungskonzept zugeführt. Diese Kirche ist in ihrer Einmaligkeit eine Zeugin mittelalterlichen Bergbaus in der erzgebirgischen Montanregion. Sie beherbergt mit der Bergmännischen Krippe einen ganz besonderen Schatz. 

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