22.12.23

 

Der Ort an dem Franziskus das Krippenspiel entdeckte

Greccio und das Krippenspiel

Greccio – ein Ort, der im Gedächtnis der Menschen wohl kaum einen Platz gefunden hätte, gäbe es da nicht die Geschichte mit Franziskus und der Krippe. Greccio ist eine jener Einsiedeleien im Rieti-Tal, die Franziskus so sehr liebte. Hier, etwa zwei Autostunden von Assisi entfernt in der Region Lazio, inszenierte er 1223 ein historisches „Krippenspiel“. Franziskus schuf damit einen Ort der Erinnerung an die Menschwerdung Gottes und an die Menschwerdung des Menschen. Greccio – ein Ort bleibender und „gefährlicher“ Erinnerungen; ein Ort, geschaffen für einen „Weckruf“.

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Das Kapital – Wer hat’s erfunden?

 

Den meisten wird das Wort Jesu „Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon“ (Mt 6,24) noch geläufig sein. Dennoch werden nur wenige unsere kapitalistische Wirtschaftsordnung mit Gott und der Heiligen Schrift in Verbindung bringen. Dafür klaffen unsere Geschäftswelt und die Sonntagswelt mit einer eventuell noch Gott gewidmeten Stunde zu weit auseinander. In unserer franziskanischen Tradition gehörte all dies noch zusammen. Die Lebensform der Brüder und Schwestern war von Franziskus und Klara in der Nachfolge Jesu Christi in besonderer Weise im Wort der Heiligen Schrift begründet. Die Schrift – als Geist und Leben gebend verstanden – formte den Alltag. Dem Ordensvater folgend wurde allerdings nicht der Schrifttext im Sinne der damaligen Schultheologie interpretiert, vielmehr wurden die Herausforderungen des Alltags im Lichte der Schriftlesung gedeutet. So wurden auch im Blick auf die wirtschaftlichen Probleme biblische Texte gelesen, und diese inspirierten das Suchen nach den ethischen Grundlagen des ökonomischen Handelns.

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