10.3.11

 

Berufung klären

Der eigenen Berufung auf die Spur zu kommen, ist ein spannender Prozess. Aufmerksamkeit für den, der ruft, für das, was sich in mir bewegt und wofür ich leben will, sind gefragt. Begleitung kann dabei eine Hilfe sein.

Berufung kann nicht gemacht, nicht hergestellt werden. Berufung wird geschenkt. Sie soll sich im Alltag zeigen.
Probezeiten bieten Gelegenheit dazu - in Gesprächen, im gegenseitigem Kennenlernen.
Gesucht wird nach dem Umriss der Person, nach ihren Fähigkeiten, Chancen, Hoffnungen. Und gesucht wird nach dem Umriss der Gemeinschaft. Decken sie sich, fügen sie sich ineinander? Laufen sie aufeinander zu?
Ein Mensch begegnet der Gemeinschaft – das ist für beide ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Hier wird niemand zugeschnitten, zurechtgestutzt oder in vorgefertigte Schablonen gepresst. Zur eigenen Berufung finden, muss immer auch heißen: zu sich selbst finden.
Die Gemeinschaft entdeckt ihre Züge in meinem Gesicht, und ich füge dem Gesicht der Gemeinschaft meine Züge hinzu.



Schwesterngemeinschaft der Caritas Socialis

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23.3.10

 

Rückzug



Unser Bemühen und unsere Berufung besteht vornehmlich darin, uns dem Schweigen und der Einsamkeit der Zelle zu widmen. Denn die Zelle ist das heilige Land und der Ort, wo der Herr und sein Diener sich häufig miteinander unterhalten wie jemand mit seinem Freund. Oft zieht dort das Wort Gottes die treue Seele an sich, der Bräutigam verbindet sich mit seiner Braut, Irdisches wird dem Himmlischen, Menschliches dem Göttlichen geeint.

Kartäuser

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17.11.08

 

Lebe deine Berufung

Was würdest du tun, wenn du ab morgen eine Million Euro zur Verfügung hättest? Stell dir vor, jemand kommt zu dir und schenkt dir diese große Summe an Geld. Wie würdest du dieses Geld einsetzen? Wäre dein Leben ein völlig anderes? Würdest du etwas ganz anderes tun? Oder würde man Elemente von dem wiederfinden, was du jetzt schon lebst? Vielleicht in einem anderen Ausmaß, da du dann ganz andere Möglichkeiten hast. Wäre dein Leben dadurch verstärkt und wären deine Träume realisierbarer? Oder würdest du erst dann beginnen zu träumen?

Deine Antwort darauf hat etwas mit deiner Berufung zu tun. Lebst du schon in deiner Berufung, oder wartest du auf ein Ereignis, wie z. B. plötzlicher Geldgewinn, um endlich deine Berufung zu beginnen? Mancher denkt, dass es sich mit dem Missionarsein so verhält: »Wenn ich erst mal da draußen auf dem Missionsfeld bin, dann geht es so richtig los.«

Dummerweise geht es dann überhaupt nicht los. Denn draußen auf dem Missionsfeld funktioniert auch nur das, was wir daheim schon leben und was hier und jetzt Teil unseres Lebens ist.

Die große Frage ist, wie wir leben, wie wir unser Leben einsetzen und was wir wagen.
Auf was zielen wir?
Die Antworten darauf haben mit Sinnerfüllung und der Bedeutung unseres Lebens zu tun. Zufriedenheit, die daraus resultiert, dass unser Leben zählt und wir mit Gott einen Unterschied in dieser Zeit und Generation machen


Unsere erste Berufung ist unsere Freundschaft mit Gott.

In der Freundschaft mit Gott und im Leben unserer Berufung geht es nicht zuerst um die Frage der Verantwortung in unserer Gesellschaft, der Herausforderung eines fernen Missionslandes oder der Position in einem bestimmten Reich-Gottes-Dienst. Es fängt an mit der Liebe zu Gott im Alltag unseres Lebens.

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10.11.08

 

Berufung

Berufung ist ein Angezogensein, ein Gerufensein von einer speziellen Lebensform, und das ist ein Geschenk

Jeder Mensch ist von Gott berufen. Berufung beginnt beim Christsein selbst:
Das ist der Ruf Gottes: Folge mir nach als Christ. Du hast die Offenbarung, du kannst erkennen, wer ich bin. Das ist der erste Ruf. Oder aber die spezielle Berufung, die mehr als nur ein Dienst ist, das ist die Ganzhingabe meines Lebens. Berufung ist ein Angezogensein, ein Gerufensein zu einer speziellen Lebensform, und das ist ein Geschenk.

Berufung zeigt sich in vielen kleinen Zeichen, die gemeinsam gesehen auf eine geistliche Berufung hindeuten. Das ist oft eine innere Unruhe, ohne dass es einen äußeren Anlass gibt. Ein weiteres Element ist eine grundsätzliche Freude an religiösen Dingen. Oder wenn man sich ganz ehrlich die Sinnfrage stellt und für Antworten aus dem Evangelium offen ist.

Religiöses Leben sollte in die gesamte Lebensführung integriert werden. Letztlich ist es wichtig, dass man selbst wenn man Zweifel hat, die Erfahrung macht: Ich bin ganz persönlich von Gott gemeint. Gott meint mich und er will etwas von mir.

Menschen, die eine Berufung verspüren, sich aber nicht sicher sind, sollten sich an erster Stelle einen geistlichen Begleiter oder eine Begleiterin suchen, mit denen sich über ihre Situation sprechen können.

Gott hat für alle Menschen eine Berufung. Die einen sind zu Ehe und Familie berufen, andere spüren den Ruf, ihr ganzes Leben in den ausschließlichen Dienst Gottes zu stellen und werden Mönche oder Nonnen.


Erfahrungsberichte
"Es gab immer wieder Begegnungen, die mich gelockt haben und wo in mir eine Sehnsucht aufgebrochen ist. Ich bin sehr überzeugenden Ordensleuten begegnet. Menschen, die keine gestutzten Flügel hatten, sondern kraftvolle Menschen, die eine Lebendigkeit ausgestrahlt und aus dem Glauben gelebt haben."
"Es ist nichts Dramatisches passiert, keine Stimme vom Himmel gekommen, sondern es war ein tiefes inneres Spüren, eine Gewissheit, die bis heute nicht von mir gewichen ist"

Näheres * Impulse

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