27.1.26

 

Pflege macht einsam

 Einsamkeit ist nicht dasselbe wie Alleinsein. Viele pflegende Angehörige sind im Gegenteil selten allein. Sie verbringen einen Großteil des Tages mit der pflegebedürftigen Person, sind ständig im Tun, im Sorgen, im Dasein. Und trotzdem können sie sich sehr einsam fühlen. Denn Einsamkeit beschreibt die belastende Erfahrung, dass soziale Beziehungen nicht so verfügbar, nicht so tragfähig oder so verständnisvoll sind, wie man sie in dieser Lebenssituation oft bräuchte.

Die Forschung bestätigt diese Erfahrungen deutlich. Studien zeigen, dass ein erheblicher Teil pflegender Angehöriger unter Einsamkeit leidet - je nach Pflegesituation bis etwa die Hälfte. Besonders betroffen sind Menschen, die sehr intensiv pflegen und wenig Unterstützung haben. Einsamkeit steht dabei in engem Zusammenhang mit psychischer Belastung, Schlafproblemen und einer schlechteren eigenen Gesundheit. Sie ist also nicht bloß ein Gefühl, sondern ein ernstzunehmender Risikofaktor.

Bestimmte Gruppen erleben Einsamkeit besonders stark. Angehörige von Menschen mit Demenz spüren oft, dass vertraute Gespräche und Gegenseitigkeit verloren gehen. Die Beziehung verändert sich grundlegend - und mit ihr das Gefühl von Nähe. Auch Eltern von pflegebedürftigen oder chronisch kranken Kindern berichten von Einsamkeit. Ihr Alltag unterscheidet sich stark von dem anderer Familien, die Kontakte werden weniger, das Verständnis fehlt. Und gerade jetzt, rund um Weihnachten, können Bilder unbeschwerter Familien besonders schmerzhaft sein - für die, die eben das vermissen.

Und dann gibt es jene, die wir besonders leicht übersehen: pflegende Kinder und Jugendliche, sogenannte Young Carers. In Österreich sind es mindestens 3,5 Prozent aller Kinder und Jugendlichen. Sie helfen beim Aufstehen, versorgen Geschwister, übernehmen Pflegehandlungen oder tragen viel emotionale Verantwortung. Für sie ist das selten eine bewusste Entscheidung, sondern Teil ihres Alltags. Gerade diese Selbstverständlichkeit führt oft zur Isolation.

 

Quelle: Ö1

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23.3.10

 

Rückzug



Unser Bemühen und unsere Berufung besteht vornehmlich darin, uns dem Schweigen und der Einsamkeit der Zelle zu widmen. Denn die Zelle ist das heilige Land und der Ort, wo der Herr und sein Diener sich häufig miteinander unterhalten wie jemand mit seinem Freund. Oft zieht dort das Wort Gottes die treue Seele an sich, der Bräutigam verbindet sich mit seiner Braut, Irdisches wird dem Himmlischen, Menschliches dem Göttlichen geeint.

Kartäuser

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9.2.08

 

Einsamkeit

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