30.10.21

 

Eine Herrschaft in Türkis

 Autoritäre Politik zwischen Selbstdarstellung und Korruption. 

Peter Pilz analysiert äußerst kenntnisreich das Regime Sebastian Kurz.

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Peter Pilz: „Kurz. Ein Regime“. Kremayr & Scheriau Verlag

 

Noch nackter als ohne Kleider

taz

Plötzlich erscheint der, der gerade noch als Talent galt, nur mehr als wandelndes moralisches Defizit. 


17.10.21

 

Auf den Spuren des Reformators

Dr. Johannes Hartlapp, Kirchenhistoriker, und Dr. Winfried Vogel, Theologe, besuchen die verschiedenen Lutherstätten und reden über den Umbruch im Leben Martin Luthers und in der Kirche vor 500 Jahren.

Serie

 


 

Die großen Themen der Offenbarung

 

Sind wir freie Menschen? Ist Liebe mehr als nur Einbildung? Gibt es Dinge, die man im Labor nicht nachweisen kann?

Was, wenn du in deinem Leben über etwas ganz Grundlegendes belogen wurdest? Das letzte Buch der Bibel behauptet, dass die Wahrscheinlichkeit dafür sehr hoch ist.

Ein Duell, das seit Jahrtausenden erwartet wurde, beginnt. Wie bezwingt man den größten Feind im Universum? Durch Charakter!

Entscheidungen haben Konsequenzen. Manchmal große, manchmal kleine. Das letzte Buch der Bibel sagt, dass du dich entscheiden musst. Mit Sven und Judith Fockner. 

Jeder Mensch hat Ideale und Idole. Das kann sehr gefährlich werden, sagt die Offenbarung. Eigentlich ist nur einer würdig an der ersten Stelle zu stehen. 

Der beste Arzt nützt nichts, wenn der Kranke keine Hilfe annimmt. Der größte Coup in der Geschichte des Universums nützt dir nichts, wenn du deine Schuld leugnest.

Was ist wahre Freiheit? Vielleicht nicht das, was auf den ersten Blick so scheint. Die Offenbarung möchte uns warnen: den Wolf im Schafspelz gibt es wirklich.

Die Offenbarung sagt aber, dass es eines Tages doch vollständige Gerechtigkeit geben wird

Das Schiff sinkt, aber die Show muss weiter gehen. Das letzte Buch der Bibel fordert uns heraus, die Masken fallen zu lassen und der Realität ins Gesicht zu sehen.

Die Offenbarung sagt nicht, dass am Ende alles gut wird. Sie sagt, dass es noch viel besser wird als wir uns vorstellen können. Gott ist immer für Überraschungen gut.

 

Weitere Infos unter www.arnion.tv

Serie

 


 

Twisted Reality

 In der 7-teiligen Sendereihe "Twisted Reality" lädt der Moderator Fabian Looser-Grönroos uns auf eine Reise durch Hollywood, die Bibel und unseren Alltag ein. Herausforderungen werden angesprochen, Spielfilme analysiert und Antworten in der Bibel gesucht.

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8.9.21

 

Afghanistan: Doch Jesus wurde nicht abgezogen

 Der sommerliche Abzug jener internationalen Truppen, die vor 20 Jahren zur Terroristenjagd nach Afghanistan gekommen waren, liefert dessen Menschen dem neuerlichen Muslimterror der Taliban aus.

Gleichzeitig verschwinden letzte christliche Spuren im Sand afghanischer Wüsten und dem Geröll seiner Bergtäler: Die westlichen Militärstützpunkte hatten auch der Botschaft Jesu gedient. In den Camps gab es Kirchen und Soldatenpfarrer, zu Bibelkreisen kamen auch afghanische Hilfskräfte, fanden zu Jesus und blieben durch die Militärpräsenz vor üblichen islamischen Fememorden an Konvertiten geschützt.

Kein Platz mehr für Ungläubige

Diese afghanischen Christen können nun in der Heimat nicht überleben. In vielen Ländern kämpfen daher jetzt Afghanistanveteranen nach dem ruhmlosen Ende ihres Kampfeinsatzes dafür, den Afghaninnen und Afghanen, die ihnen zivil gedient haben, von denen viele in den Dienst Jesu getreten sind, ein Asylrecht im Westen zu erstreiten. Denn: «Endlich kein Platz mehr für Ungläubige!», triumphiert im südlichen Kandahar die Flüchtlingsfrau Feroza aus einer der eben schon von den Taliban eroberten Vorstädte. «Das sind grausame Kämpfer, bringen aber unserem islamischen Land Allahs Frieden.»

Kaum besser als Taliban-Emirat

Damit spricht Feroza die allgemeine afghanische Meinung aus, dass sich die von USA und NATO etablierte und bisher gestützte «Islamische Republik Afghanistan» kaum von dem unterscheidet, was Afghaninnen und Afghanen schon einmal unter dem «Islamischen Emirat» der Taliban von 1997 bis 2001 erlebt hatten und nun wieder befürchten müssen. Das betrifft vor allem die afghanischen Frauen. Sie wurden und werden mit spätestens 18 Jahren oder jünger mit oft erheblich älteren Männern verheiratet, bekommen ein Kind nach dem anderen und verbluten irgendwann an einer Fehlgeburt. Dann ist das nächste Mädchen an der Reihe…

Aus der Ganzkörper-Burka mit einem Stoffgitter vor dem Gesicht kommen sie praktisch nie heraus. Die Taliban hatten in den 1990er Jahren diese Tracht einiger Gebiete für ganz Afghanistan vorschrieben, unter dem prowestlichen Regime hat sich daran in der Praxis nichts mehr geändert. Nach dem seit 2009 unter NATO-Präsenz geltenden «Gesetz zur Regelung des Familienlebens» dürfen Frauen ohne männliche Erlaubnis nicht auf die Strasse. Und die letzte «Errungenschaft» der derzeitigen Präsidentschaft Ghani: kein Musizieren für Mädchen über Zwölf. Ihr Verbot vom Mai 2021, das Mädchen über zwölf Jahren das Singen und Musizieren in Anwesenheit von Männern verbietet.

Nicht besser sieht es in diesem «demokratischen» Afghanistan für die Lage der Nicht-Muslime aus. Ein letzter Jude vegetiert noch im Schutt der alten Synagoge von Kabul aus Königszeiten. Bekehrungen zum Christentum gab es – ausserhalb der fremden Stützpunkte keine mehr, seit 2010 Regierungsvertreter neugetauften Konvertiten mit dem Tod bedroht und der damalige Präsident Karzai darauf die Staatspolizei angewiesen hatte, weitere Übertritte zu «verhindern».

Jesus nicht ganz allein

Doch ganz allein bleibt jetzt Jesus in Afghanistan auch ausserhalb der letzten italienischen Botschaftskapelle nicht. Christen sind weiterhin in Afghanistan aktiv. Am afghanischen Hindukusch sorgen sie dafür, dass der heilende Heiland sein Erlösungswerk fortführt.

 

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Gebet für Afghanistan

 K.P. Yohannan, Gründer von «Gospel für Asia», fragt, ob wir Christen für Afghanistan gefastet und gebetet haben. Auch die Taliban liegen in Gottes Reichweite, erklärt Yohannan und ermutigt, im Gebet für die Afghanen einzustehen.

Er spricht von einem geistlichen Kampf, der nur durch Gebet und Fasten gewonnen werden kann. «Erkennen wir unsere wichtige Rolle als Fürsprecher in diesem Theater des Terrors? Oder ist Afghanistan nur eine weitere Krise in den Nachrichten, die wir auf unserem Weg zu Starbucks übergehen können?»

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19.8.21

 

Lesen als kulturelle Praxis

 Unser Verständnis von Lesen ist eng mit den aufklärerischen Idealen der Bildung und der Mündigkeit verknüpft. Die Digitalisierung verändert die Praxis des Lesens radikal. Durch die ständige Verfügbarkeit der Smartphones und der Social-Media-Plattformen findet eine Ausweitung des Lesens statt, wie es für unsere Kulturgeschichte einzigartig ist, zugleich müssen wir eine „Ausdünnung“ des Lesens konstatieren.
Das „hyper reading“ ist auf schnelle Information aus, die Aufmerksamkeit ist flüchtiger. Was bedeutet das für die Zukunft? Der Kultursoziologe Andreas Reckwitz prophezeit im Ö1 Essay eine „Revitalisierung des ‚deep reading’ als Ausdruck einer gegenkulturellen Praxis, als Ausdruck der Unzufriedenheit mit einer allgegenwärtigen Aufmerksamkeitsökonomie und Vernetzung, mit deren Flüchtigkeit und Inauthentizität“. „Deep reading“ sei „eine Technologie des Selbst, mit der Individuen bewusst ihre Erfahrungsmöglichkeiten steigern und intensivieren“. 

Ö1

„Kleine Genealogie des Lesens als kultureller Praxis“ von Andreas Reckwitz

„Warum Lesen – Mindestens 24 Gründe“ von Frank Wegner und Katharina Raabe

 Hyper reading



19.7.21

 

Gnosis: der Pol der egalitären Verschwörung des Teufels

Wir sollten die Tatsache nicht aus den Augen verlieren, dass, obwohl Gott das Universum und alle Wesen regiert, wollte Er, dass die Menschen frei sind, und gab auch den Engeln einen Intellekt und einen [freien] Willen. Obwohl der Teufel in die Hölle geworfen wurde und dazu verdammt ist, ewig zu leiden, hat er immer noch seine engelhafte Intelligenz und ist mit einem Willen ausgestattet. Es gilt also, mit den intellektuellen Daten, die wir haben, zu fragen, warum er eine solche Verschwörung [der Gleichmacherei] machen will. Erstens, was sieht er und zweitens, was will er; was motiviert ihn, diese ganze Verschwörung zu betreiben.

Prof. Plinio Corrêa de Oliveira

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ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT ZUM SCHUTZ VON TRADITION, FAMILIE UND PRIVATEIGENTUM – TFP

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25.5.21

 

Revolution und Gegenrevolution

 Ein prophetisches Buch im besten Wortsinn. Es ist nicht nur eine äußerliche Geschichtsanalyse. Aktionen und Reaktionen werden mit Hilfe der Individual- und der Massenpsychologie erklärt und offengelegt.

Die Revolution hat in den vergangenen Jahrhunderten an der Zerstörung aller Formen des Guten gearbeitet und damit eine apokalyptische Herrschaft über die Seelen und Institutionen erlangt, wie es sie nur im Altertum von Seiten des Heidentums gegeben hat.

Diese Bewegung griff um sich, drang in Sitten, Moden, Umgangsformen ein, zersetzte das Familienleben, zerstörte Anstand und Haltung, kurz gesagt alles, was es im Westen noch an sittlichen, zivilisierten Gewohnheiten gab. So zeichnet sich diese letzte Phase des revolutionären Prozesses durch einen stillschweigenden Aufstand gegen all das aus, was an christlicher Kultur und Zivilisation noch übriggeblieben ist.

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Stellt die geschichtlichen, philosophischen und soziologischen Ursachen der tiefen Veränderungen dar, die der „Westen“ bis in unsere heutigen Tage durchgemacht hat. Das Werk beschreibt somit die heutige Krise des Abendlandes. Diese Krise hat ihre Wurzeln in Humanismus, Renaissance, der sogenannten Reformation und der Französischen Revolution, die später den Weg für Kommunismus bereiten sollte.

In einem scharfsinnigen Realismus legt dieses Werk das Wesen und die Eigenschaften der „Revolution“ offen. So werden etwa ihre psychologischen Phänomene beziehungsweise ihre intelligenten „Taktiken“ analysiert. Das Werk läßt erkennen, daß eine systematische Entchristlichung im Gange ist, die von jemandem angeführt wird.

Darüberhinaus wird die Natur der „Gegenrevolution“, sowie ihre mutigen Gegenmaßnahmen beschrieben, die es gilt einzuschlagen. Es werden die „klugen“ Haltungen beschrieben, die es gilt anzunehmen um seelisch und geistig dem revolutionären Prozeß standhaft widerstehen zu können und zum (Wieder-)Aufbau einer christlichen Zivilisation beitragen zu können.

Revolution und Gegenrevolution ist ein Werk, dessen Lehren sich an all jene richtet, die danach streben, die Herrschaft der Kirche über die Seelen und Gesellschaften wieder herzustellen.

Dieses Werk zeigt klar auf, daß die Lösung der heutigen Krise nur in Christus und seiner Kirche zu finden ist. Was ist die Revolution eigentlich? Eine Lehre? Eine Meinungsströmung? Zu welchen Mitteln greift sie? Wer führt diese Revolution?

Man sieht also, daß es kaum ein anderes Thema gibt, das größere Aktualität hat.

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18.5.21

 

Fasten- und Gebetsinitiative zum 40. Jahrestag der Erscheinungen der Muttergottes in Medjugorje

 So können wir dem Himmel helfen, dass der Plan Gottes, den Er mit Medjugorje hat, verwirklicht wird. Am 15. Mai 202140 Tage vor dem 24. Juni, an dem wir dem ersten Erscheinungstag gedenken – werden wir mit unserer Fasten- und Gebetsinitiative beginnen. Dabei kann sich jeder so einbringen, wie er es im Herzen hat und wie es ihm gesundheitlich möglich ist. Jeder Fasttag ist ein unglaubliches Geschenk, mit dem Gott und die Muttergottes unendlich viel bewirken können. Und vergessen wir nicht, dass "…mit Gebet und Fasten auch Kriege abgewehrt werden können…" (vgl. Botschaft vom 25. Februar 2021). Das wiederholt sie in diesen 40 Jahren immer wieder. Wir leben in einer Zeit, in der wir besonders das Eingreifen des Himmels brauchen. Dies spüren wir auch, wenn wir die Botschaften lesen.

Daher ermutigen wir Sie: Machen Sie mit! Machen wir Gott und der Gospa ein Geschenk - und wir dürfen sicher sein, dass dieses Geschenk um ein Vielfaches beantwortet werden wird! 

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14.5.21

 

Ökumenischer Kirchentag 2021 (13. - 16.Mai 2021)

 

Programmübersicht 

   auf einen Blick (Anklickbares pdf)

 

Do: 

 Ökumenischer Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt (Video)

Predigt:
Frère Alois, Prior der Gemeinschaft von Taizé, Frankreich
Weitere Mitwirkende:
Sandra Hofmann, Pflegekraft, Frankfurt/Main
Bettina Limperg, Präsidentin des 3. ÖKT, Karlsruhe
Ambote Luzolo, Ev. Französisch-Reformierte Gemeinde Frankfurt/Main
Julia Piretzis, Online-Seelsorgerin, Frankfurt/Main
Vikarbischof Emmanuel Sfiatkos, Berlin
Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des 3. ÖKT, Münster
Sarah Vecera, Vereinte Ev. Mission, Wuppertal
Rosemarie Wenner, Bischöfin i.R., Ev.-meth. Kirche Deutschland, Nußloch

 
Musik:
SoulTrain, Kassel
Musikalische Leitung:
Peter Hamburger, Kantor für Popularmusik, Kassel

 

Abendsegen zum Ökumenischen Kirchentag 2021

 

 

 

Fr 20.00–21.30  

Oratorium EINS - Ökumenisches Oratorium (Uraufführung)

 
 
 
 

Respekt bedeutet hinschauen! Online-Diskussion mit Olaf Scholz und Margot Käßmann

Ein Gemeinschaftsgefühl, wo man sich doch als Christin und Christ heute manchmal eher verloren fühlt. Das ist das, wovon die Besucherinnen und Besucher bei den Kirchentagen immer wieder schwärmen. Beim 3. Ökumenischen Kirchentag lief alles digital. Ob das ein Vorbild für die digitale Kirche der Zukunft ist, fragt sich Theologe Eckhard Raabe.
 

Begegnungsort


Hier finden Sie Aufzeichnungen von allen Veranstaltungen des 3. ÖKT (Außnahmen: Begegnungsort & Formate in Videokonferenzen). Live-Veranstaltungen können Sie hier direkt nach Ende der Veranstaltung ansehen. Alle vorher aufgezeichneten Veranstaltungen finden Sie am Samstag, den 15. Mai ab 08.00 Uhr.

Die Themenstunden aus dem ÖKT-Studio stehen ab Sonntag, 16. Mai als einzelne Stunden zum Abruf zur Verfügung.

Die Aufzeichnungen werden auch nach dem ÖKT noch bis Ende 2021 bereitstehen.

 
 
 
twitter           #oekt2021
 
 
 


 

Rezepte gegen hirnlose Politik

 Wie Erkenntnisse aus der Hirnforschung zu besserer Politik führen könnten

65% der Österreicherinnen und Österreicher vertrauen politischen Parteien eher nicht – ein relativ konstanter Wert, 2017 waren es 60%. Für den Psychiater, Psychoanalytiker und Kunsthistoriker Hans-Otto Thomashoff ist das keinesfalls verwunderlich, denn die Politik ignoriert mit großer Beharrlichkeit zentrale Grundprinzipien unseres Gehirns und damit Grundbedürfnisse menschlichen Miteinanders.

Hirnbiologisch ist das Streben nach Bindung, nach Selbstwirksamkeit, nach Stressbewältigung durch Sicherheit und Gerechtigkeit, und nach Stimmigkeit verankert – wir wollen wissen, woran wir sind! Eine sich selbst inszenierende, vorwiegend emotional auf Ereignisse reagierende und narzisstische Persönlichkeiten ins Rampenlicht stellende Politik verunmöglicht das Gefühl der Partizipation und der Zufriedenheit mit politischen Rahmenbedingungen.

In seinem Buch „Mehr Hirn in die Politik. Gegen Unzufriedenheit, Polarisierung und Spaltung“ plädiert Hans-Otto Thomashoff, dass die Gesellschaft, auf Basis selbstverantwortlicher Bürgerinnen und Bürger, doch endlich erwachsen werden möge. Staatliche Bevormundung führt ebenso zu Polarisierung und Radikalisierung wie Intransparenz und Selbstgefälligkeit der politischen Akteure. Das Buch, das der Autor der Zukunft widmet, behandelt ein breites, teils auch utopisch anmutendes Spektrum: Von der Selbstermächtigung des Bürgers, der Bürgerin, über die Stärkung der direkten Demokratie, bis hin zur Abschaffung des Nationalstaates und zur Etablierung einer supranationalen Regierung, die eine integrative und nicht ausgrenzende Rolle für alle Erdenbewohner spielt.

Die vielfältigen Überlegungen zu möglichen politischen Alternativen haben eines gemeinsam: Basierend auf hirnbiologischen und auch psychoanalytischen Überlegungen wird aufgezeigt, dass dringlich Veränderungen im politischen Handeln und in der politischen Organisation stattzufinden haben, damit Wut, Ohnmacht und Entmündigung der Bevölkerung weltweit nicht immer mehr Populisten und Demagogen in die Zentren der Macht spülen, die mit Sicherheit andere Interessen verfolgen, als das Wohl des Volkes. 

Ö1

 

 


13.5.21

 

Die Kunst, sich der Aufmerksamkeitsökonomie zu entziehen

Wir leben inmitten einer kapitalistischen Aufmerksamkeitsökonomie, die unsere Sinne und unser politisches Bewusstsein verkümmern lässt, meint die amerikanische Künstlerin und Autorin Jenny Odell. Ihr Buch „Nichts tun“ ist der Aufruf, unser Leben fernab von Effizienzdenken und Selbstoptimierung zurückzuerobern.

Unsere Aufmerksamkeit stellt die wertvollste Ressource dar, über die wir verfügen. Im Effektgewitter kommerzieller Internetplattformen wie Facebook, Twitter, Instagram oder TikTok wird sie jedoch permanent überspannt. Jenny Odell plädiert in ihrem Buch für ein radikales Innehalten, statt unsere Freizeit weiter an die kurzfristigen Verlockungen der Aufmerksamkeitsökonomie zu verschwenden.

Ö1



12.5.21

 

Gefahren der Energiewende

 

Der Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen (EE) zählt zweifelsohne zu einer der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Doch die Tragweite ist selten bewusst, denn es geht längst nicht nur um den Ersatz einer Energieträgerform, sondern um einen sehr weitreichenden Systemumbau. Die Energiewende bedeutet daher nicht nur eine Technikwende, sondern vor allem eine Kulturwende.

Um die Gefahr eines Blackouts zu reduzieren und die Robustheit des Gesamtsystems zu erhöhen, benötigt es an einem entsprechenden Systemdesign. Hier können wir auf die Entwicklungsgeschichte in der Natur zurückgreifen, wo alles lebendige in zellularen Strukturen organisiert ist. Das hat sich in der Evolution bewährt und überlebt. Zudem wissen wir, dass sich komplexe Systeme nur mit dezentralen autonomen Einheiten stabil organisieren lassen. Daher brauchen wir für eine erfolgreiche Energiewende ein Energiezellensystem. Auch das ist nicht völlig neu, gab es doch bisher auch Balancegruppen. Diese wurden aber zunehmend mehr den Marktinteressen geopfert, sodass die technische Systemsicherheit immer mehr in den Hintergrund rückte. Die neue Erzeugungslandschaft erfordert zudem auch eine neue angepasste Struktur.

Link

 


22.4.21

 

Gesund auch im hohen Alter - Fortschritte der regenerativen Medizin

 

Die Lebenserwartung steigt erfreulicherweise unaufhaltsam an. Noch schöner wäre es, wenn parallel dazu auch die altersbedingten Abnutzungserscheinungen aufgehalten oder verlangsamt werden könnten.
Die regenerative Medizin arbeitet genau daran. Ihr Ansatz ist: Statt Reparaturmedizin sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers genutzt werden. Dadurch verlangsamen sich die Abbauvorgänge im Körper und der Alterungsprozess allgemein.

Funktionsgestörte Zellen wieder aktivieren

Nach Verletzungen, Unfällen oder Operationen können biotechnologische Verfahren eingesetzt werden, um funktionsgestörte Zellen, Gewebe- und Organstrukturen wiederherzustellen. Wenn es möglich ist, wird der Körper bei der Selbstheilung unterstützt. Schafft er es nicht, gibt es verschiedene Wege, um Heilungsprozesse anzukurbeln.
Implantierte mesenchymale Stammzellen können sich zu Knorpel- oder Knochenzellen weiterentwickeln. Außerdem „sprechen“ sie mit den Zellen im Umfeld, locken Gefäße an, modulieren Immunzellen und sorgen so dafür, dass die Entzündungsprozesse abklingen.

Mit Fettstammzellen gegen Osteoarthrose

Am AUVA-Forschungszentrum, dem Ludwig-Boltzmann-Institut für experimentelle und klinische Traumatologie, wird an zellbasierten Therapien geforscht. Das Material dafür stammt aus medizinischen Abfallprodukten. Österreich ist weltweit führend bei der Wiederverwertung dieser Materialien. Denn in einer Plazenta oder dem durch eine Operation entfernten Fettgewebe befinden sich sehr viele regenerative Zellen, die aufbereitet und genutzt werden können. Das Besondere an diesen Zellen: Sie werden von der köpereigenen Immunabwehr nicht angegriffen. Auch diese Zellen sorgen dafür, dass Entzündungsprozesse in erkrankten Körperstrukturen zurückgehen und es zur Regeneration kommt. So können zum Beispiel Fettstammzellen bei Osteoarthrose ins Knie gespritzt werden.
Susanne Wolbank PhD, Co-Director und Head of Tissue Regeneration am Ludwig-Boltzmann-Institut, hat sich auf die Stammzellenforschung spezialisiert. Sie beschäftigt sich mit ganz bestimmten Bestandteilen von Stammzellen, nämlich den Vesikeln. Diese Bläschen enthalten die Substanzen für den Heilungsprozess.

Außerdem können physikalische Signale, zum Beispiel Stoßwellen oder Low Level Laser, Regenerationsvorgänge in Knochen, Sehnen, Nerven und dem Herzmuskel aktivieren. Die Stoßwellen-Methode wird am Institut untersucht. Es beginnt gerade eine Studie, um die Wirkung an Rückenmarksverletzungen zu testen.

Blutbestandteile stoppen Entzündungen

Die Orthopädie kann als Pionier in der klinischen Anwendung regenerativer Methoden gesehen werden. Vor allem Knorpelschäden sind ja sehr häufig. Das Zentrum für Regenerative Medizin an der Donauuniversität Krems, unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Stefan Nehrer, hat sich der Knorpel- und Arthroseforschung verschrieben. Es wird daran gearbeitet, neue Verfahren zu entwickeln und die „Reparaturmedizin“ in eine „Regenerationsmedizin“ umzuwandeln. In gewissen Bereichen gibt es bereits Erfolge. So können zum Beispiel Knorpeldefekte bei jungen Menschen mit Zelltransplantation behandelt werden.
In Zukunft könnten Blutprodukte bei Verletzungen der Gelenksoberflächen gespritzt werden. Denn bestimmte Bestandteile des Blutes können Entzündungsreaktionen stoppen und dadurch eine Regeneration ermöglichen.
Der Vorteil dieser Methoden ist, dass sie im Vergleich zur herkömmlichen Behandlung mit Schmerzmedikation und antientzündlichen Medikamenten keine Nebenwirkungen haben.
Die Donauuniversität Krems bietet als eine von wenigen Institutionen in Europa ein PhD-Studium im Bereich der regenerativen Medizin an. Im nächsten Jahr wird es auch ein Master-Studium mit internationalen Kooperationspartnern geben.

Implantate aus dem 3D-Drucker

Ein weiteres spannendes Gebiet der regenerativen Medizin ist Bioprinting. Im Zuge eines internationalen Projekts wird an der Meduni Wien gerade an der Herstellung von Knochen für Zahnimplantate und Knieprothesen geforscht. Assoc. Prof. Dipl.-Ing. Francesco Moscato, PhD, vom Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik, versucht Biomaterial herzustellen, das dann als „Tinte“ für den 3D-Druck von individuellen Implantaten verwendet werden kann. Die Bio-Tinte ist ein biokompatibles Material, das entweder Zellen enthält oder als Gerüst fungiert, damit Zellen hineinwachsen können. 

 

Univ.-Prof. Dr. Stefan Nehrer
Facharzt für Orthopädie, Leiter des Zentrums für Regenerative Medizin an der Donauuniversität Krems
E-Mail
Homepage

Susanne Wolbank PhD
Co-Director und Head of Tissue Regeneration am Ludwig-Boltzmann-Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie
Donaueschingenstraße 13
A-1200 Wien
Tel.: +43 5 93 93 41961
E-Mail
Homepage

Assoc.-Prof. Dipl.-Ing. Francesco Moscato, PhD
Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik Medizinische Universität Wien
Spitalgasse 23
1090 Wien
Tel.: +43 1 40400 39830
E-Mail
Homepage

Info-Links:

Medica Magazin: Regenerative Medizin: Der Körper wie neu gemacht?
Gesundheitstrends.com: Menschliches Recycling – Wie wertvoll ist medizinisches Abfallmaterial?
Universimed: Intraoperative Herstellung eines hochqualitativen Zelltherapeutikums aus körpereigenem Fett
Ästhetische Dermatologie und Kosmetologie: Regenerative Zellen in der ästhetischen und rekonstruktiven Medizin
Donauuniversität Krems: Knorpelregeneration durch extrazelluläre Vesikel
Donauuniversität Krems: Signale von extrazellulären Vesikeln therapeutisch nutzen
Sports Orthopaedics and Traumatology: Regenerative Therapie in der Sportmedizin
Donauuniversität Krems: PhD-Studium Regenerative Medizin
APA: Erster ultraschneller Nano-3D-Drucker an der Medizinischen Universität Wien installiert

Quelle: Ö1

 


21.4.21

 

Der Kaiser reist inkognito: Joseph II. und das Europa der Aufklärung

 Ohne Pomp und großes Gefolge durch Europa: Die faszinierende Geschichte des Habsburger Kaisers Joseph II.

Ende des 18. Jahrhunderts geraten die europäischen Monarchien ins Wanken. Der Sohn Maria Theresias, Kaiser Joseph II., erkennt den Reformbedarf und greift begierig die Ideen der Aufklärung auf. Ohne Pomp und großes Gefolge – inkognito – bereist er sein riesiges Reich. Mit eigenen Augen sieht er, wie seine Untertanen leben, unter Frondiensten leiden, hungern. Er trifft einfache Menschen ebenso wie Fürsten und Könige, besucht Krankenhäuser und Fabriken, immer auf der Suche nach neuen Erkenntnissen für den Aufbau seines modernen Staates. Bei seiner Schwester in Versailles sieht er die Französische Revolution heraufziehen. Am Ende hat Joseph II. ein Viertel seiner Regierungszeit unterwegs verbracht. Monika Czernin schildert einen außergewöhnlichen Herrscher, der seiner Zeit in vielem voraus war.»Vielleicht der vollkommenste aufgeklärte Herrscher in der europäischen Geschichte.

Buch

 

 


 

Wie bleibe ich unter dem Segen Gottes?

 Tobias Teichen stellt sich dieser Frage und untersucht das Gebet des Jabez. 

Er ermutigt, einen göttlichen Filter über das eigene Leben zu legen und Einheit anzustreben.

 

Prinzipien für ein erfolgreiches Gebet:

 Erkenne Gottes Größe an

Bitte um Segen

Bitte um Erfolg

Bitte um Kraft

Bitte um Bewahrung



Filter um in Gottes Segen zu bleiben:

Ohne Liebe ist es nichts wert (Mt 22,37-40)

 Die goldene Regel beachten (Mt 7,12)

Nicht gegen Menschen kämpfen (Gal 6,12)

Ein Leib - ein Team (1.Kor 12)

4 Augen Prinzip bei Konflikten (Mt 18)

Demut als Schlüssel (Eph 4)

 

 

 Video

 

Aus der Serie:  Kirche neu erleben - mit Tobias Teichen

 

ICF Church
Das ICF München ist eine überkonfessionelle Freikirche auf biblischer Grundlage, die aus dem Traum entstanden ist, Kirche für die Menschen wieder dynamisch, lebensnah und zeitgemäß zu gestalten.


Bibel TV

Auf Bibel TV ansehen

 

Youtube Videos

 

 


14.4.21

 

Die absurde Logik des Krieges im Roman Catch 22

 In der englischen Sprache hat der Titel von Joseph Hellers Erfolgsroman Eingang ins Wörterbuch gefunden: „Catch 22“ bezeichnet eine No-win-Situation, einen logischen Widerspruch, der verunmöglicht, dass man zum Ziel kommt, egal wie man eine Sache dreht und wendet. Ein solches Dilemma erlebt im Buch der US-Soldat Yossarián: Als Pilot im Zweiten Weltkrieg bangt er um sein Leben und will keine Einsätze mehr fliegen. Die Militärgesetze sehen vor, dass jeder Soldat, der verrückt geworden ist, aus der Armee entlassen wird. Nur wird Yossarián, als er sich als verrückt meldet, leider als völlig gesund eingestuft – denn was gibt es Normaleres, als vor dem Krieg flüchten zu wollen? Joseph Hellers Roman war mit seiner wenig heldenhaften Darstellung der amerikanischen Kriegseinsätze bei der Veröffentlichung 1961 sehr umstritten. Der Autor gab später zu, dass er sich beim Schreiben für den Krieg an sich gar nicht so sehr interessiert habe. Vielmehr sei es ihm um die bürokratischen Verstrickungen gegangen, die den ganzen Wahnsinn erst ermöglichen würden.

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4.4.21

 

Österreich Dankt – ein ökumenisches Osterliedprojekt

 MusikerInnen und SängerInnen aus vielen verschiedenen evangelischen, römisch-katholischen und freikirchlichen Gemeinden, Chören und Gemeinschaften in Österreich haben zusammen ein modernes Osterlied aufgenommen. In einem gemeinsamen Musikvideo ist ein Projektchor aus vielen jungen und alten SängerInnen und MusikerInnen zu sehen. Am Ostersonntag, 4.4.2021 wird das Lied auf YouTube Premiere haben und darüberhinaus in Ostergottesdiensten im ganzen Land ausgestrahlt werden. Die Gemeinden und Chöre wollen damit ein Zeichen der Dankbarkeit, der Hoffnung und der Einheit setzen und die freudige Osterbotschaft musikalisch ausdrücken. 

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Video

 

 


15.2.21

 

Spezialkurs „Frömmigkeit im Mittelalter

ONLINE – Spezialkurs „Frömmigkeit im Mittelalter“ (ab 26. Februar 2021, 16.00 Uhr, Details)

 

Bei den großen Theologen des Mittelalters stehen Theologie und Spiritualität in enger Verbindung und beeinflussen sich gegenseitig. Zugleich kommt es im Mittelalter zur ausgeprägten Materialisierung der Frömmigkeit: Reliquien, Andachtsbilder, Wallfahrtsorte und das Erbauen der großen Kathedralen gehören dazu. Dieser Spezialkurs nimmt beide Aspekte in den Blick, denn das Mittelalter zu kennen, heißt nicht nur "Altes" zu verstehen, sondern regt theologisches Denken für heute und morgen an.

AKADEMIE am DOM 



27.9.20

 

Europäische Bürgerinitiative „Start bedingungsloser Grundeinkommen in der gesamten EU“

 

Damit die Initiative erfolgreich ist, müssen mindestens sieben EU-Länder das jeweilige Quorum (Mindestzahl) erreichen und mindestens eine Million Unterzeichnungen insgesamt nachzuweisen sein. Die letzte Möglichkeit der Unterzeichnung besteht am 25. September 2021.

Ziel der Europäischen Bürgerinitiative

Unser Ziel ist die Einführung bedingungsloser Grundeinkommen in der gesamten EU, welche jedem Menschen die materielle Existenz und die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe sichern, als Teil ihrer Wirtschaftspolitik. Dieses Ziel soll erreicht werden unter Wahrung der Kompetenzen, die der EU durch die Verträge übertragen wurden.

Wir fordern die Europäische Kommission auf, einen Vorschlag für bedingungslose Grundeinkommen in der gesamten EU zu machen, welche die regionalen Ungleichheiten verringern, um den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt in der EU zu stärken.

Damit soll das Ziel der gemeinsamen Erklärung des Europäischen Rates, des Europäischen Parlamentes und der Europäischen Kommission von 2017 verwirklicht werden, dass zur Bekämpfung von Ungleichheit „die EU und ihre Mitgliedsstaaten auch effiziente, nachhaltige und gerechte Sozialschutzsysteme unterstützen werden, um Grundeinkommen zu garantieren.“

Im Anhang zur Europäischen Bürgerinitiative werden die Definition des Grundeinkommens, auf die sich die Einreichenden EU-weit geeinigt haben, und Angaben zu den betreffenden Verträgen der Europäischen Union gegeben.


26.9.20

 

Worum geht es der Plattform Christdemokratie?

Österreich und Europa sind von christlichen Grundhaltungen und Werten geprägt.
Dazu gehören

Europa ist außerdem geprägt von der Sehnsucht nach dem Schönen, Wahren und Guten, sowie der Verpflichtung auf die Vernunft, die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit. Die Übernahme von Verantwortung zur Schaffung einer gerechteren Gesellschaft ist ebenfalls ein europäischer Grundwert.

 

Das Ziel: das christlich-soziale Menschenbild und das Verständnis der Würde jedes Menschen sowie der christlichen Sozialethik zu vertiefen.

 

Denn Freiheit und Selbstbestimmung brauchen einen Kontext. Die Relativierung unserer Grundwerte hat nicht Freiheit, sondern Abhängigkeit geschaffen; sie hat nicht die Mitte, sondern Extreme gebracht.

Mehr

 

 


25.9.20

 

Die fünf Kränkungen der Menschheit

 

Am 8. Oktober beginnt die Reihe „Die fünf Kränkungen der Menschheit“. Wissenschaftliche Erkenntnisse können den Menschen kränken und in Krisen führen: 

Sigmund Freud spricht von drei „Kränkungen“: 

(1) Durch Kopernikus – Der Mensch ist nicht mehr Mittelpunkt des Universums. 

(2) Durch Darwin – Der Mensch stammt vom Affen ab. 

(3) Durch Freud – Der Mensch ist nicht einmal „Herr im eigenen Haus“, sondern wird durch sein Es bestimmt.

Wir ziehen die Linie der Kränkungen weiter: 

(4) Die Hirnforschung bestreitet den freien Willen des Menschen. 

Und (5) die künstliche Intelligenz scheint die Arbeit des Menschen und damit einen wesentlichen Lebensinhalt überflüssig zu machen.

Fünf Abende jeweils mit einem Vortrag eines Experten aus der „kränkenden“ Wissenschaft (Astronomie, Biologie, Psychologie, Hirnforschung und Künstliche Intelligenz) im (Streit-) Gespräch mit einer theologischen Position.

 

Donnerstag, 08. Oktober 2020, 18.30 – 20.30 Uhr

Kränkung I – Nikolaus Kopernikus

De revolutionibus: Aus der Mitte geworfen

Marlene DEIBL, B.A., M.A., Universität Wien

Univ.-Prof. Dr. Franz KERSCHBAUM, Universität Wien (Details)

 

Donnerstag, 15. Oktober 2020, 18.30 – 20.30 Uhr

Kränkung II – Charles Darwin

Die Welt im Multi-Trauma. Der Mensch – Teil des Problems oder Teil der Lösung?
Univ.-Prof. Dr. Kurt KOTRSCHAL, Universität Wien

Univ. Ass. Mag. Dr. Elisabeth ZISSLER, Universität Wien (Details)

 

Mittwoch, 21. Oktober 2020, 18.30 – 20.30 Uhr

Kränkung III – Sigmund Freud

Tiefenpsychologische Einsichten in unser Menschenbild. Herausgefordert und befreit zur mündigen Kränkungsbewältigung
Univ.-Prof. Mag. DDr. Matthias BECK, Universität Wien

Prof. Alfred KIRCHMAYR, Sigmund Freud Privatuniversität Wien (Details)

 

Donnerstag, 29. Oktober 2020, 18.30 – 20.30 Uhr

Kränkung IV – Hirnforschung

Willensfreiheit – eine Illusion?

Univ. Prof. Dr. Gerhard BENETKA, Sigmund Freund Privatuniversität Wien

Univ. Prof. Dr. Angelika WALSER, Universität Salzburg (Details)

 

Mittwoch, 18. November, 18.30 – 20.30 Uhr

Kränkung V – Digitalität

Künstliche Intelligenz – Was kommt nach bezahlter Arbeit?

Prof. Dr. theol. lic. Phil. Peter G. KIRCHSCHLÄGER, Universität Luzern

Univ.-Ass. Mag. Dr. Irene KLISSENBAUER, Universität Wien (Details)

 


 Blog

 THEOLOGISCHE KURSE

Stephansplatz 3
1010 Wien


2.7.20

 

Hitze in der Stadt

Urban Heating, der Hitzeinseleffekt. Eine Stadt heizt sich an einigen Plätzen so stark auf, dass es für den Menschen gefährlich werden kann. Dicht besiedelte Gebiete wie Grossstädte müssen in der Stadtplanung stark umdenken. «Einstein» erforscht, was Urban Heating ist, und sucht neue Lösungen. Besonders Stadtmenschen bekommen Hitzewellen im Sommer sehr stark zu spüren. Das Phänomen nennt sich Urban Heating. Dabei handelt es sich um einen Hitzeinseleffekt. Die Stadt heizt sich an einigen Plätzen und Ecken so stark auf, dass der Mensch sogar gesundheitlichen Schaden nehmen kann. Durch den Klimawandel wird es immer wärmer auf der Erde. Gerade dicht besiedelte Gebiete wie Grossstädte müssen deshalb in der Stadtplanung stark umdenken. «Einstein» will herausfinden, was Urban Heating ist und welche Probleme es den Städterinnen und Städtern bereitet, und sucht neue Lösungsmethoden. Moderator Tobias Müller macht eine «Hitzetour» durch Zürich, um zu erfahren, welche Massnahmen zur Hitzeminderung ergriffen werden. Zudem erlebt er im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil bei einem Hitzestresstest, wie stark der Körper unter hohen Temperaturen leidet. ETH-Forscherinnen und -Forscher zeigen auf, wie die Kaltluftströmung eine Stadt durchlüftet und wie Rasen und Bäume ganze Areale abkühlen können. Ein Experiment für perfekten Asphalt komplettiert die Suche nach der besten Abkühlung für eine heisse Stadt im Sommer.

SRF

1.7.20

 

Schuldnerberatung: Früh Hilfe suchen

Es gibt ganz viele Möglichkeiten, zu regulieren. Und das ist auch die Hauptaufgabe in der Schuldnerberatung.
Je früher ein Schuldner sich beratende Hilfe suche, desto mehr Möglichkeiten gibt es.

 

Jede Krise birgt Chancen der Neuorientierung

So fragt sich derzeit Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx: „Könnte es sein, dass das Virus unser Leben in eine Richtung geändert hat, in die es sich sowieso verändern wollte? (…) Jede Tiefenkrise hinterlässt eine Story, die weit in die Zukunft weist. Eine der stärksten Visionen, die das Coronavirus hinterlässt, sind die musizierenden Italiener auf den Balkonen. Die zweite Vision senden uns die Satellitenbilder, die plötzlich die Industriegebiete Chinas und Italiens frei von Smog zeigen. 2020 wird der CO2-Ausstoß der Menschheit zum ersten Mal fallen. Diese Tatsache wird etwas mit uns machen.“

 

Der Flug des Schmetterlings

... ist ein poetischer, sensibler Film, der ein schwieriges Thema mit Ernst und Leichtigkeit behandelt; ein Film über den Tod, der die Lust am Leben weckt.

Christine Pascal (1953-1996) schenkt uns mit "Der Flug des Schmetterlings" "einen ergreifenden Film mit wunderbaren Darstellern, dem es gelingt, sein schmerzliches Thema mit großem Einfühlungsvermögen, aber ohne Pathos, Larmoyanz oder Sentimentalität zu behandeln" .

Arte 1.7.2020, 20:15 

 

Die heilende Kraft der Bewegung - Bei Rücken, Herzleiden und Krebs

Jeder wünscht sich ein Wundermittel, das die großen Leiden wie Rückenschmerzen, Herzkrankheiten oder sogar Krebs heilen kann. Vielleicht gibt es das bereits und es ist alltäglicher als gedacht. Es kostet nichts, ist frei von künstlichen Zusatzstoffen: Bewegung. Es zeichnet sich ab, dass man vor einem Wendepunkt in der medizinischen Forschung steht. "betrifft" begleitet ein halbes Jahr lang drei Menschen mit unterschiedlichen Krankheiten, die ein Experiment wagen: Kann Bewegung gegen ihre Leiden helfen oder sogar heilend wirken?

SWR 1.7.2020, 20:15

 

Berufungsg'schichten

Wie gelingt mein Leben und was hat das mit Gott zu tun? 
Auf dieser Suche lassen wir uns von Ordensleuten erzählen, 
wie sie ihre Berufung gefunden haben und wie sie sie leben.

Blog

15.6.20

 

"Wuhan Diary" - Tagebuch über eine Millionenmetropole im wochenlangen Shutdown

Wuhan ist eine Mega-City. Eine Stadt, in der weit mehr Menschen leben als insgesamt in Mitteldeutschland: rund 11 Millionen. Vor wenigen Monaten kam sie schlagartig in die Schlagzeilen: Eine Meldung ging um die Welt, wonach in Wuhan ein neuartiger Typ von Corona um sich greift. Die chinesische Führung versuchte zunächst, solche Meldungen zu unterdrücken. Dann aber wurde ganz Wuhan auf einen Schlag abgeriegelt. Eine der bekanntestes Schriftstellerinnen Chinas, Fang Fang, hat den Ausnahme-Zustand miterlebt und in einem vieldiskutierten Online-Tagebuch beschrieben. Nun ist es auf Deutsch erschienen.

Vor allem das Gefühl abgeschnitten, allein, vergessen zu sein, veranlasst Fang, sich der Welt da draußen nun umso vernehmlicher mitzuteilen. Und so legt sie Tag für Tag Zeugnis ab vom Leben in der gesperrten Stadt: Stille auf den Straßen, Gedränge in Krankenhäusern, Jagen nach Schutz-Masken, Rätseln über ein Virus, seine Tücken und Mortalität, wilde Debatten, wie dem Virus beizukommen sei. Ein Bekannter empfiehlt im Brustton der Überzeugung die Methode, wie er sie nennt, vom "Schließen sämtlicher Pforten": "Sie besteht darin, still vor sich herzusagen: 'Alle Kapillaren des Körpers schließen sich! Kälte dringt nicht ein, die hundert Übel haben keinen Zugang, die positiven Abwehrkräfte sammeln sich im Inneren, das Übel ist machtlos!' Allen Ernstes versichert er, das sei eine über die Jahrhunderte tradierte Geheimformel, absolut kein Aberglaube."

"Hört man sich um, kommt erst jetzt vielen Leuten zu Bewusstsein, dass es nichts bringt, Tag für Tag nur die Stärke unserer Nation zu bejubeln, und dass Kader, die nur in politischen Schulungen herumsitzen und leere Phrasen dreschen … völlig nutzlos sind. Erst jetzt ist vielen bewusst geworden, dass in einer Gesellschaft, der es an gesundem Menschenverstand mangelt, … die Tötung von Menschen kein Gerede bleibt."

Drastische Worte für chinesische Verhältnisse, geradezu gefährlich radikal. Parteitreue Chinesen beschimpfen sie als "Verräterin" und "Marionette des Westens". Die Inkompetenz der Funktionäre in Wuhan ist allerdings so himmelschreiend, dass das ZK die übelsten Bonzen feuert. Die Zentrale in Peking übernimmt militärisch straff. Partei-Chef Xi macht den Anti-Corona-Kampf zur Chef-Sache - in Wuhan, in China, bald auch über China hinaus. So stellt er etwa der Welt-Gesundheits-Organisation staatsmännisch zwei Milliarden Dollar in Aussicht. Und mit dem mächtigen Xi legt sich Fang Fang dann lieber doch nicht an. Jedenfalls nicht offen.

"Schließlich ist gegenwärtig die Epidemie unser Hauptfeind. Ich will Schulter an Schulter mit der Regierung und den Bürgern von Wuhan mit aller Kraft gegen sie kämpfen. Ich werde alle Forderungen der Regierung an die Bevölkerung mittragen."

Die Risiken des öffentlichen Schreibens in China

Dieses Changieren zwischen gespielter Fügsamkeit und Partei-Tags-Pathos lässt ahnen, unter welchen Risiken eine Autorin in China öffentlich schreibt. Zumal zu Zeiten einer schweren Krise! So spiegelt Fangs Tagebuch zwar manches von dem, was inzwischen auch Menschen anderswo in einem Shutdown erfahren haben wie Ängste und Verschwörungsgeschwätz, Anteilahme und Hilfe. Nur dass die Dimensionen des Shutdowns von Wuhan immer noch unerreicht geblieben sind: in der Reichweite und in der erbarmungslosen Radikalität. Das alles hat Fang die Welt online nachempfinden lassen. Tag für Tag. Bis zum Ende des Shutdowns nach elf Wochen. Fangs Blog: ein erschütternder Erfolg. Und das Buch, das daraus nun entstand: es ist ein einzigartiges Dokument vom Leben zu Zeiten größtmöglicher autoritärer Krisen-Bewältigung.

Informationen zum Buch: Fang Fang: "Wuhan Diary. Tagebuch aus einer gesperrten Stadt"
Übersetzt von Michael Kahn-Ackermann
Erschienen bei Hoffmann und Campe
349 Seiten, 25 Euro
ISBN: 978-3-455-01039-8

Google Book

Das Tagebuch der berühmten chinesischen Schriftstellerin Fang Fang aus einer abgeriegelten Stadt ist ein einzigartiges, ergreifendes Zeitdokument über den Kampf gegen einen unsichtbaren Feind, den die Menschen in Wuhan weltweit als erste führten. Wuhan: Am 25. Januar, zwei Tage nachdem erstmals in der Geschichte eine 9-Millionen-Einwohner-Stadt komplett von der Außenwelt abgeriegelt wurde, beginnt Fang Fang, online Tagebuch zu schreiben. Eingeschlossen in ihrer Wohnung berichtet sie vom Hereinbrechen und dem Verlauf einer Katastrophe, von der Panik während der ersten Tage der Covid-19-Epidemie bis zu ihrer erfolgreichen Eindämmung. Sie erzählt von der Einsamkeit, dem heroischen Kampf des Personals in den Krankenhäusern, vom Leid der Erkrankten, dem Schmerz der Angehörigen von Verstorbenen und der Solidarität unter Nachbarn. Millionen Chinesen folgen ihren Gedanken und ihren Geschichten aus dem unmöglichen Alltag – vom Zorn über die Untätigkeit und Vertuschungsmanöver der Behörden während der Anfangsphase der Epidemie und der Unterdrückung warnender Stimmen., bis zur Anerkennung der wirkungsvollen Maßnahmen der Regierung in den Wochen danach. Fang Fang liefert einen unverstellten Blick auf die Katastrophe “von unten”, ganz nah an den Menschen, ihren Ängsten und Nöten, aber auch ihren kleinen Freuden und dem speziellen Wuhaner Humor selbst in dunkelsten Stunden. Zugleich wurde ihr Wuhan Diary in China zum Gegenstand erbitterter Auseinandersetzung über den Umgang mit kritischen Stimmen und Verantwortung – und somit über Chinas künftigen Weg. „Als Zeugen, die wir die tragischen Tage von Wuhan miterlebt haben, sind wir verpflichtet, für diejenigen Gerechtigkeit einzufordern, die gestorben sind.“ - Fang Fang 

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14.6.20

 

Nicht alles ist abgesagt

Sonne ist nicht abgesagt.
Frühling ist nicht abgesagt.
Beziehungen sind nicht abgesagt.
Liebe ist nicht abgesagt.
Lesen ist nicht abgesagt.
Musik ist nicht abgesagt.
Fantasie ist nicht abgesagt.
Freundlichkeit ist nicht abgesagt.
Zuwendung ist nicht abgesagt.
Gespräche sind nicht abgesagt.
Hoffnung ist nicht abgesagt.
Beten ist nicht abgesagt.
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Eine Vollbremsung für die Welt

Die exponentielle Ausbreitung des Coronavirus ähnelt der immer schneller werdenden Veränderung der Welt, meint Paul Sailer-Wlasits. In der nun verordneten gesellschaftliche Vollbremsung ortet der Philosoph auch eine Chance zur Umkehr. 

Wenn ungeordnete Bewegung und unvorhergesehene, bedrohliche Ereignisse mit ihrer kaum kontrollierbaren Geschwindigkeit auf zerbrechliche Systeme des Gleichgewichts und der Entwicklung treffen, bewirkt dieses Zusammenstoßen keine Fortsetzung evolutionärer Prozesse, sondern zieht disruptive, erratische Veränderungsprozesse nach sich: Chancen für einige, Katastrophen für viele.

Der niemals mehr versiegende digitale Neuheitenstrom mit seiner unaufhörlichen Verkürzung der Zeithorizonte macht auch und insbesondere vor sozialen Beziehungen nicht halt. Die Geschwindigkeitserhöhung „verkürzt“ Entfernungen, Ziele rücken näher, indem sich der zeitliche Abstand zu diesen verringert; doch selbst durch die völlige Beseitigung des Abstandes zum Ziel entsteht keine Nähe. Die Ferne als eine ihrem Wesen nach unörtliche Differenz bleibt unverändert bestehen, obwohl die Wegstrecke nachweislich verringert wurde.

Menschliche Nähe entsteht stets durch das Interpersonelle, niemals aufgrund von Abstandslosigkeit; daher ist die digitale Vernichtung der Distanz nur in unzureichendem Maße in der Lage, zwischenmenschliche Anteilnahme zu erhöhen. Uneigentlichkeit als Existenzform des dritten Jahrtausends wird sich im Unterschied zur kopernikanischen Wende nahezu unsichtbar, schleichend und unentrinnbar vollziehen. Spuren zu den Ursprüngen drohen in der digitalisierten Informationswelt verloren zu gehen, milliardenfach überschrieben und zu beliebigen Anfängen degradiert zu werden.

Sobald in Ausnahmesituationen der Entzug äußerer Sinnesreize zunimmt und der Stillstand geradezu mit Händen gegriffen werden kann, steigert sich die Last des weitgehenden Abhandenseins von Leben auf erbarmungslose Weise zur Unerbittlichkeit. Symptome der Belastung, von Langeweile über Widerwillen bis zur Depression lassen die Gefahr des Überdrusses, des Nicht-Ertragenkönnens von Stillstand wachsen.

Die zurzeit politisch verordnete gesamtgesellschaftliche Entschleunigung könnte – sieht man von der erheblichen Gefahr illiberale Tendenzen zu begünstigen ab – auch positive Langzeiteffekte nach sich ziehen. Bereits in der Vorstellung vom Danach der Krise, in einer wiedererlangten Ordnung der Welt nach der Instabilität, liegt mehr als nur allgemein formulierte Hoffnung. Es liegt darin ein besonderes Verweisen, das seinerseits auf ein Ziel, auf einen Zweck und einen Sinn deutet. Das Ende eines belastenden Zustandes kommt allmählich in Sicht und jene Argumente, welche die Krise stets als Chance für eine Wende bezeichnen, könnten die Oberhand behalten.

In einer unserer ältesten Prophetien, dem Buch Jesaja (Jes. 30, 15-16), findet sich eine gütige Aufforderung samt unmissverständlicher Warnung: „Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke.“ Diese Aufforderung beinhaltet drei Metaphern: Es gibt eine Chance, die Krise zu bewältigen: durch Umkehr.

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Wozu sind wir da? Pfarren in der (Corona)Krise

Wie stellt sich die Corona-Krise aus der Perspektive von Pfarren dar? Dazu hat sich Josef Grünwidl, Dechant und Pfarrmoderator in Perchtoldsdorf und Gießhübl, Gedanken gemacht.

Notbremsung

Von heute auf morgen wurden Mitte März Gottesdienste und pfarrliche Veranstaltungen abgesagt und der fahrende Zug „Pfarrleben“ durch eine verordnete Notbremsung gestoppt. Auf einmal ging in den Wochen vor Ostern – mitten in der pastoralen Hochsaison! – buchstäblich nichts mehr.

Erstaunlich, dass diese Notbremsung in den Pfarrgemeinden keine Welle der Entrüstung auslöste. Soweit ich es beurteilen kann, führte der pfarrliche Shutdown bei den Gläubigen auch nicht zu spirituellen Folgeschäden. Im Gegenteil: Unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gab es nicht wenige, die das Herunterfahren des Pfarrbetriebs wohltuend erlebten. Was die Menschen wirklich vermissten, waren nicht so sehr Pfarrveranstaltungen, sondern die gemeinsamen Gottesdienste und die Feier des Osterfestes.

Das Verschieben der Taufen, Hochzeiten, Erstkommunionen und Firmungen stellte die betroffenen Familien und vor allem größere Pfarren vor nicht geringe Schwierigkeiten. Die Pfarrgemeinden reagierten sehr unterschiedlich auf die neue Situation, wobei die Bandbreite vom Dornröschenschlaf bis zur hektischen Betriebsamkeit reichte. In vielen Pfarren entstanden neue Initiativen. Pfarrliche Hilfsdienste wurden auf die Beine gestellt, Liturgiekreise entwickelten kreative Angebote für die Feier der Kartage und des Osterfestes, die Nachbarschaftshilfe lebte auf und „Telefonseelsorge“ war angesagt, um in Zeiten der Quarantäne in Kontakt bleiben zu können. Spontan bildeten sich in vielen Pfarren Netzwerke des Gebets und der Hilfsbereitschaft. Das Pfarrleben war nicht zur Gänze abgeschaltet, sondern es verlagerte sich und fand nicht wie sonst in Kirchen und Pfarrräumlichkeiten statt, sondern zu Hause, im Freundeskreis und in der Nachbarschaft. Bemerkenswert war, dass viele die Eigeninitiative ergriffen und einen Schritt von der versorgten zur mitsorgenden Gemeinde setzten.

Das galt auch für die Feier des Sonntags. Die ansprechenden, vom Pastoralamt zur Verfügung gestellten Gottesdienstmodelle für Hauskirche beinhalteten viele Impulse und Gestaltungsmöglichkeiten. Für viele war es eine ganz neue Erfahrung, für manche wohl auch eine Überforderung, Hauskirche zu leben, gemeinsam zu beten und Gottesdienste zu feiern. Fernsehmessen erreichten nie dagewesene Einschaltquoten und viele Pfarren gingen online. Die Flut der pfarrlichen Internet-Auftritte war beeindruckend und spiegelte das kirchliche Leben in seiner ganzen Buntheit. Dass vor allem viele ältere und allein lebende Pfarrmitglieder mit der Nutzung digitaler Medien überfordert waren, darf nicht übersehen werden. Gerade sie bilden ja die Mehrheit der Gottesdienstbesucher und hatten unter der Isolation besonders zu leiden. So hilfreich in dieser schwierigen Zeit gestreamte Gottesdienste und Fernsehmessen waren, sie sind und bleiben eine Notlösung und können die gemeinsam gefeierte Liturgie nicht ersetzen. Das gilt auch für die Hauskirche. Sie ist wichtig, braucht aber den Rückhalt und die Beheimatung in der großen Gemeinschaft der Kirche, um auf Dauer lebendig und gesund zu bleiben.

Eine herzliche Begrüßung beim Kirchentor, den Handschlag beim Friedensgruß, Kelchkommunion für die ganze Gemeinde, Festgottesdienste mit vollen Kirchen, Pfarrfeste, Chorproben und Gruppenstunden – wie lange wird es dauern, bis wir als Pfarrgemeinde wieder sorglos zusammenkommen und unbekümmert miteinander Feste feiern können?  Ein Weitermachen wie vor der Krise ist das Gegenteil ihrer Bewältigung, heißt es. Die „alte Normalität“ wird es nicht mehr geben, auch in unseren Pfarren nicht. Leider – oder Gott sei Dank?

Innehalten

Die im Pfingst-Hirtenbrief der österreichischen Bischöfe vorgestellte Vision einer erneuerten geistvollen Normalität im Blick auf Politik, Wirtschaft und Gemeinwohl brauchen wir zuerst im eigenen Haus, in der Kirche. Kein Zurück in die alte pfarrliche Normalität!

Kein Neustart ohne Reflexion! Was lernen wir aus der Krise? Nach den Erfahrungen der letzten Monate frage ich mich: Kann zu viel Pfarre dazu führen, dass Gott zu kurz kommt? Anders gefragt: Brauchen wir in der Pastoral weniger Pfarrbetrieb und mehr Spiritualität? Behindern die eingefahrenen pfarrlichen Gleise Veränderungen? Wie viele Ressourcen binden Pfarrroutine und Angebote für eine überschaubar kleine Zielgruppe, und wie wenig Zeit und Energie bleiben für Seelsorge, geistliche Begleitung, Hausbesuche und Zugehen auf Neue und Neues?

„Christ sein und beten kann ich auch ohne Kirche und ohne gemeinsame Gottesdienste.“ Dieser Satz war in den vergangenen Monaten oft zu hören. Er stimmt nur zum Teil und macht mich nachdenklich. Sicher gab es viele, die unter dem Verzicht auf die Feier der Eucharistie gelitten haben. Anderen war vor allem um das Pfarrcafe und die Gemeinschaft in der Pfarre leid, und einigen ist vermutlich gar nichts abgegangen. Leben unsere Pfarren wirklich aus der Sehnsucht nach der Eucharistie und den Sakramenten oder sind sie Selbstversorger? Wo gibt es in unseren Gemeinden Lernorte des Gebets? Finden Suchende bei uns Aufnahme und Hilfe? Befähigen wir Menschen dazu, das gemeinsame Priestertum zu leben, zu segnen und zu feiern, oder fördern wir durch unseren Pfarrbetrieb bei den Gemeindemitgliedern Versorgungsdenken und Konsumentenhaltung?

Der verordnete Verzicht auf soziale Kontakte hat Spuren hinterlassen und wirkt auch in der Pfarre weiter. Wird die Krise einen kirchlichen Individualisierungsschub auslösen bzw. beschleunigen? Ich gehe davon aus, dass ein Teil der Kerngemeinde künftig seltener oder nicht mehr in der Pfarrgemeinde sichtbar sein wird.

Neustart

Auch wenn ich weiß, dass der Wert von Religion und Kirche nicht mit dem Begriff „systemrelevant“ gemessen werden darf, bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Offensichtlich sind Baumärkte wichtiger als Kirchen. Wir haben uns nicht zu sehr herausgehalten, vielmehr hat diese Krise schonungslos gezeigt, was auch vorher schon war: Es mangelt der Kirche an Präsenz in der Gesellschaft und an Lebensrelevanz in der Verkündigung.

Das jedoch ist kein unveränderliches Naturgesetz! So muss es nicht bleiben. Jede und jeder Getaufte kann einen Beitrag zur Veränderung leisten. In den vergangenen Wochen der Covid-19-Krise haben Pfarren erstaunliche Initiativen entwickelt, Neues ausprobiert und Eigenverantwortung übernommen. Es ist Zeit, in eine geistvoll erneuerte Normalität aufzubrechen. Der Beginn des neuen Arbeitsjahres im Herbst bietet eine gute Gelegenheit, das Hamsterrad des Pfarrbetriebs kritisch zu durchleuchten, neue Prioritäten zu setzen und zu fragen: Wozu sind wir da?

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13.6.20

 

Realer Irrsinn: Ein Schwimmbecken auf der Hauptverkehrsstraße von Wien!

„Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Weil den Wienerinnen und Wienern in der Corona-Krise die Decke auf den Kopf gefallen ist und sich viele ihren wohlverdienten Urlaub heuer trotzdem nicht leisten werden können, haben sich die Bezirke Neubau und Rudolfsheim-Fünfhaus ein gemeinsames Sommerprojekt einfallen lassen: Direkt neben dem Westbahnhof erklären die Bezirke den Neubaugürtel zur ,Gürtelfrische WEST‘“, wurde in einer Aussendung verkündet.

Und so soll mitten zwischen den Gürtelfahrbahnen bei der Kreuzung Felberstraße/Stollgasse - und damit an einem der meistfrequentierten Verkehrsknoten Wiens - ein „Erholungsraum für den Urlaub daheim“ entstehen.

Geöffnet soll der Pool übrigens zwischen 1. und 31. August sein - täglich von 10 bis 23 Uhr.

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Kommentare:
Ich empfinde es als eine unglaublich überhebliche, unverfrohrene Frechheit, über den Köpfen der arbeitenden Bevölkerung, die - die Steuern zahlen, auch nur irgendwie anzudenken, so Etwas zu machen (narzistische Wahlkampf-Positionierung auf Steuerzahler-Kosten).

Die spinnen die Römer ein Hohn für jeden der arbeiten muss und dort im Stau steht und Enten putzen kann statt fahren und auch mal heimkommen zu Familie . Bevor sie die Wiener Bäder gratis anbieten für diesen Sommer wo Wasser vorhanden plus Wiese und Becken ! sperren sie eine Hauptschlagader und verschwenden tausende Liter gutes Trinkwasser für nix ! Gott lass es Hirn Regnen vergesst dann nicht anschließend die Naturschutz Demo abzuhalten!

Liebe WienerInnen ! Aufgrund der unübersichtlichen Verkehrs- und Zulieferungs- Situation kann eine flächendeckende Versorgung nicht mehr gewährleistet werden. Aber im Bednar-Park gibt es Frösche und Enten zum Verzehr. Vorsicht vor den Gelsen, denn auch die medikamentöse Versorgung mit Malaria-Medikamenten kann zur Zeit nur über Paket-Abwürfe über den Luft-Verkehr stattfinden, der allerdings aufgrund der wieder aufgekommenen hohen Zahlen der CoV-2-Infektionen im Moment über Wien nur sehr eingeschränkt stattfindet. Alles Gute !

Österreich hat Schilda bezüglich Narrentum längst abgelöst.

Es ist erschreckend, was dieser Corona Virus aus den Gehirnen unserer Politiker macht. (Hatte zuerst gedacht der schlägt sich nur auf die Lunge?)

Was kommt als nächstes? Ich wäre für eine Raketenstartrampe samt Rakete vom Tesla-Heinzi und die gesamte Stadtregierung wird auf den Mars geschossen (der Mond ist zu nahe).

Und wieder 150000 Teuro von den Grünlingen verpulvert,vielleicht den Pannenstreifen der Autobahnen zum Radlweg erklären!Die spinnen die Grünen und der Burgermasta schaut zu!

Nicht mal Schilda hatte solche Ideen...... Als hätten wir sonst keine Sorgen, wird da wieder Steuergeld einfach nur verplempert. Wann müssen Politiker endlich für solchen Unsinn gerade stehen... Wann?

Sigmund Freud schau runter, im Rathaus zu Wien gibt es Menschen die Panikattacken bekommen weil sie Angst haben im Herbst 2020 nicht mehr gewählt zu werden.










 

 

Die linksterroristische Antifa gehört endlich als Terrororganisation eingestuft!

Sie terrorisieren Andersdenkende, verüben politische Mordanschläge und verwüsten ganze Städte – die Rede ist von den linksextremen Antifa-Schlägertrupps. Doch anstatt die militanten Linksextremisten endlich als das einzustufen und zu behandeln was sie sind, nämlich eine gut vernetzte Terrororganisation, fördert der Staat die linke Gewalt noch mit Unsummen an Steuergeldern. Damit muss endlich Schluss sein! Die Antifa gehört auf die EU-Terroristenliste!
Am 4. August 2019, gegen 1:00 Uhr nachts, stürmte der Antifa-Terrorist Connor Betts einen Nachtclub in Dayton, Ohio (USA), erschoss kaltblütig neun Menschen und verwundete 27 weitere teilweise lebensgefährlich, bevor er nach knapp 30 Sekunden selbst von der Polizei erschossen wurde. Als Motiv für den barbarischen Terroranschlag gab Betts an: „Ich will den Sozialismus und ich werde nicht warten bis die Idioten es endlich verstehen.“ Kurz vor der Tat verteufelte Betts in sozialen Netzwerken noch eine Resolution der republikanischen Senatoren Ted Cruz und Bill Cassidy, die Antifa in den USA zur Terrororganisation zu erklären.
Die Antifa ist ein Netzwerk militanter Linksextremisten, die im Namen des „Antifaschismus“ jeden körperlich angreifen, der politisch rechts von Mao Zedong steht – seien es friedliche Lebensrechtsdemonstranten, Patrioten oder konservative Politiker. Die Antifa vertritt die Überzeugung, dass die freiheitliche Demokratie irreversibel unterdrückend sei – sogar faschistisch – und deshalb gewaltsam beseitigt werden müsse. Durch Gewaltakte gegen Einzelpersonen, Privateigentum und den Staat will die Antifa den Zusammenbruch der Gesellschaftsordnung herbeiführen. Die mit Abstand größte Gefahr stellt die Antifa für die demokratischen Ideale der friedlichen Versammlung und der Redefreiheit dar. Ihre Anhänger glauben, dass freie Meinungsäußerung gleichbedeutend mit Gewalt sei. Demonstrationen und Kundgebungen ihrer politischen Gegner werden gestört, Teilnehmer eingeschüchtert und gewaltsam angegriffen und deren Recht auf Meinungsäußerung somit unterdrückt.

Besonders schockierend: Die linksextreme Gewalt wird in Deutschland und Österreich zum Großteil aus Steuergeldern finanziert. So finanziert das deutsche Bundesfamilienministerium im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ beispielsweise Vereine wie „Antifaschistische Politik und Kultur in Südthüringen“, oder „Antifa Arnstadt-Ilmenau“. Bis zu 500.000 Euro jährlich fließen im Rahmen dieses Programms an derartige Organisationen, die sich laut dem Ministerium für ein „vielfältiges, respektvolles und gewaltfreies Miteinander einsetzen“. Welch unglaublicher Hohn, angesichts des gewaltsamen Antifa-Terrors!

Doch die Verstrickungen zwischen Regierung und den gewaltbereiten Linksextremisten geht noch weiter. Wie jetzt publik wurde, spionieren staatlich geförderte Linksextremisten für den deutschen Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz! Das ergab eine parlamentarische Anfrage, aus der hervorgeht, dass der brandenburgische Verfassungsschutz Informationen über Privatpersonen mit linksextremistischen Netzwerken austauscht. Ein System, das an die Methoden der Stasi erinnert.
Dieser Sumpf muss dringend ausgetrocknet werden! Da auf nationaler Ebene keine Abhilfe zu erwarten ist, wenden wir uns an den EU-Ministerrat und fordern ihn mit anbei stehender Petition auf, die Antifa auf die EU-Terroristenliste zu setzen, damit Polizei und Strafverfolgungsbehörden endlich europaweit gegen die militanten Linksextremisten vorgehen können. Nur wenn die Antifa von der EU zur Terrororganisation erklärt wird, kann deren Finanzierung aus Steuermitteln und die Unterstützung durch Regierung und Parteien unterbunden werden. Antifa-Aktivisten sind Terroristen, gewalttätige, maskierte Mobber und Tyrannen und müssen endlich auch rechtlich als solche eingestuft werden. Bitte unterzeichnen auch Sie diese wichtige Petition zum Schutz unserer freiheitlichen Demokratie.

Nach den Gewaltexzessen, Plünderungen und Brandschatzungen in mehreren Städten der USA, die von der linksterroristischen Antifa und anderen gewaltsamen Gruppen des linken Flügels angeführt wurden, hat US-Präsident Trump bekannt gegeben, dass die Vereinigten Staaten die Antifa als Terrororganisation einstufen werden.

Petition
 

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