13.11.19

 

Wir handeln digital


Die Muster von gesellschaftlichen Systemen funktionieren binär. 
Armin Nassehi, Prof. für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie. 

Was ist eigentlich das Problem, für das die Digitalisierung eine so überzeugende Lösung ist, dass sie unser ganzes Leben bestimmt? 

Diese Frage stellt der deutsche Soziologe Armin Nassehi in seinem aktuellen Buch "Muster". Das Problem, stellt er fest, ist die funktionale Differenzierung der Gesellschaft, also das Nebeneinander verschiedener Lebensbereiche und Wissenskulturen, über die erst durch Datensammlungen wieder ein Überblick möglich wurde. Vereinfacht gesagt, könnte das bedeuten, die moderne Gesellschaft funktioniert in ihrer sozialen Struktur binär. 

Unternehmen, Staaten, Verwaltungen oder Behörden folgen unsichtbaren Mustern nach dem Prinzip "entweder - oder". Bedeutet das gleichzeitig, dass es keine Verhandlungsspielräume gibt, der Kompromiss als Störung empfunden wird?

Datensammlung und Mustererkennung fungieren als Erklärungsgrundlagen der sozialen Ordnung in der modernen Gesellschaft. Was bedeutet das für unser Handeln und wie kann man damit komplexe Probleme der globalisierten Welt lösen?


 

Diese fünf Punkte werden die Kirche retten

Wenn wir in die Geschichte schauen sehen wir, dass die Kirche schon viele schwere Krisen überstanden hat. Es waren die Heiligen, die den Fokus wieder auf das Eigentliche gerichtet haben. In dieser Predigt von Pater Karl Wallner geht es um den Heiligen Karl Borromäus und wie er die Kirche vor dem Untergang bewahren konnte.

Die Montagsmesse wird jeden Montag um 18:00 LIVE aus dem Stift Heiligenkreuz im Fernsehen, Radio und Internet übertragen.

Produktion: STUDIO1133 Heiligenkreuz.
www.stift-heiligenkreuz.at
www.hochschule-heiligenkreuz.at
www.gutepriester.at
www.studio1133.at

Video


14.10.19

 

Neue evangelistische, kommunikative Bibelübersetzung

Die Neue evangelistische Übersetzung (NeÜ bibel.heute) ist eine von Karl-Heinz Vanheiden erarbeitete, evangelische, kommunikative Bibelübersetzung.

Die NeÜ ist eine sinngenaue Bibelübersetzung mit einer klaren Orientierung am Grundtext und einer prägnanten und starken Sprache. Die NeÜ ist bibeltreu und vertrauenswürdig – eine Übersetzung in einer zeitgemäßen Sprache, ohne Experimente bei der Übertragung des Textes. Für Leute, die eine gradlinige, unkomplizierte Übersetzung schätzen und die Bibel so leicht lesen wollen wie eine Tageszeitung“. Vanheiden selbst bezeichnet seine Übersetzung als „Einführung in die Bibel, die ein großflächiges Lesen ermöglicht. Sie soll einen Eindruck von der lebendigen Kraft, aber auch von der Schönheit des Wortes Gottes vermitteln.

Wiki

Link

Die Neue evangelistische Übersetzung (NeÜ) ist eine Übertragung der Bibel ins heutige Deutsch (bibel.heute). Sie wurde unter Zuhilfenahme deutsch- und englischsprachiger Übersetzungen und Kommentare und unter Beachtung des hebräischen, aramäischen und griechischen Grundtextes erarbeitet. Die Übersetzung versucht, Sinn und Struktur des Textes zu erfassen und auch für einen Leser aus nichtchristlichem Umfeld verständlich wiederzugeben. Dabei legt sie wesentlich größeren Wert auf die sprachliche Klarheit als auf eine wörtliche Wiedergabe.

Unsere Übersetzung verzichtet darauf, bestimmte Begriffe des Grundtextes immer gleich zu übersetzen, sondern passt sie dem jeweiligen Textzusammenhang und dem deutschen Sprachgefühl an. Bei den poetischen Stücken der Bibel haben wir versucht, die Texte in einem gewissen Sprachrhythmus wiederzugeben, den man beim lauten Lesen gut erkennt (im Satz mit Virgel [/] markiert). Überhaupt ist die NeÜ bibel.heute bewusst für hörbares Lesen konzipiert. Deshalb ist sie auch gut zum Vorlesen geeignet.

Die Übersetzung ist als Einführung in die Bibel gedacht, die ein großflächiges Lesen ermöglicht. Sie soll einen Eindruck von der lebendigen Kraft, aber auch von der Schönheit des Wortes Gottes vermitteln. In der Hauptsache aber soll sie - wie jede Bibelübersetzung - zum Glauben an Jesus Christus, den Messias Israels und Sohn Gottes, führen.

8.10.19

 

Die Psychologie des Bösen

Video

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Peter Hofmann

Institut für Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie

RPP Youtube Kanal 

6.10.19

 

Maschinenmusik

Die Nachricht schlug im Frühling hohe Wellen: Warner Music schloss mit einem Musik Start-Up einen Plattenvertrag ab. Die kleine Berliner Firma Endel ist dabei nicht irgendein Start-Up. Endel kreiert Algorithmen, die auf Knopfdruck Musik erstellen.

Schnappen Maschinen uns nun auch die schönen Tätigkeiten weg? Oder bekommen Musikschaffende einfach nur neue digitale Helfer an die Seite gestellt, mit denen sie noch kreativer arbeiten können? Das sind zurzeit zentrale Fragen an das noch recht frische Paar Musik und Künstliche Intelligenz. Und erstmal kann man entwarnen. Was das Kreieren anlangt, sind Maschinen erst im Kleinkindstadium. Was das Musik abspielen angeht, sind sie allerdings schon ein paar Entwicklungsschritte weiter.

Im Streamingzeitalter sind es heute schon Maschinen, die entscheiden, was wir hören. Spotify, das 2006 gegründete Unternehmen, steht symbolhaft für eine grundlegende Veränderung. Gekauft oder gehört werden heute nicht mehr Alben, sondern auf meinen Musikgeschmack und meine Stimmung zugeschnittene Playlists. Und bei der Auswahl liegt das Unternehmen aus Stockholm oft genug gespenstisch sicher. Das gelingt durch Technologie, die Songs genauestens analysiert und kategorisiert und durch einen Datenschatz den Spotify über seine Nutzer anlegt. Diese gewaltige Musiksortiermaschine tritt jetzt schon mit Musikjournalist/innen und DJs in knallharte Konkurrenz.
Doch viel mehr als um Arbeitsplätze sorgen sich Insider, dass Spotifys Algorithmen die Popmusik gleich ganz kaputt machen, weil sie bestimmen wie Popmusik geschrieben und wie sie gehört wird.

Ö1

 

Wer beherrscht Deutschland?


Schon die Frage provoziert, und sie soll provozieren. Wie ist es bestellt um die Machtverhältnisse in Deutschland? Ist Angela Merkel mächtiger als der Chef eines Dax-Unternehmens? Nicken die gewählten Volksvertreter nur noch ab, was ihnen einflussreiche Lobbyisten einflüstern? Wer bestimmt die Geschicke einer Stadt stärker: der gewählte Bürgermeister oder der einflussreiche Unternehmer, der mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen droht und sein Sponsoring einstellt, wenn die Stadt seine Forderungen nicht erfüllt? Ist eine Bürgerinitiative in der Lage, sich gegen einen scheinbar übermächtigen Konzern zu wehren? Wie kann eine Gewerkschaft in Zeiten der Globalisierung noch Druck auf einen Arbeitgeber ausüben und die Interessen der Arbeitnehmer durchsetzen? Wer hat die Macht, und wer fühlt sich machtlos?
Mit der Demokratie sei die beste Regierungsform gefunden, das war lange der Grundkonsens in der Bundesrepublik. 30 Jahre nach der friedlichen Revolution in der DDR und der anschließenden Vereinigung scheint es, als würde sich dieser Konsens in Auflösung befinden. Zwar ist die Zustimmung zur Idee der Demokratie immer noch hoch, doch die Zufriedenheit mit den politischen Verhältnissen in Deutschland bröckelt.
Der Autor Jan Lorenzen ist durch das ganze Land gereist. Er hat mit kämpferischen Gewerkschaftlern und wütenden Nichtwählern gesprochen. Er hat eine sich machtlos fühlende Bürgerinitiative begleitet und einen ernüchterten Bürgermeister. Er hat mit nachdenklichen Spitzenpolitikern und besorgten Politologen gesprochen. Die einzelnen Beispiele fügen sich zu einer tiefgreifenden Analyse der derzeitigen politischen Situation: Hat der Staat in den vergangenen Jahren zu viel Macht abgegeben? Wie wirkt sich die zunehmende soziale Ungleichheit auf die politische Machtverteilung aus? Gibt es in Deutschland ein grundsätzliches Demokratiedefizit? "Wer beherrscht Deutschland?" zeigt ein in seinem politischen Selbstverständnis verunsichertes Land. In ihm stellt sich die Frage, welche grundsätzlichen Veränderungen nötig sind, jenseits tagespolitischer Debatten, um auch in Zukunft zu gewährleisten, was der ehemalige Bundesinnenminister im Film als sein wichtigstes Credo ausgibt: "Ich möchte, dass in diesem Land gewählte Politiker entscheiden und das letzte Wort haben. Nicht die Wirtschaft, nicht das Geld."

ARD 

22.9.19

 

Zankapfel Bildung

Sternstunde Philosophie, 15.09.2019, 11:00 Uhr SRF

Die Wirtschaft verlangt nach Köpfen für die Jobs von morgen. Pädagogen fordern Schulen, in denen Kinder für das Leben lernen. Eltern fürchten den globalen Wettbewerb. Doch was ist wahre Bildung? Welchem Ziel dient sie? Und braucht es sie überhaupt noch im Zeitalter von Google?

Bildung werde heute vornehmlich unter einer Nützlichkeits- und Verwertungslogik betrachtet und führe in die Irre, mahnt beispielsweise der österreichische Philosoph Konrad Paul Liessmann. Im blauäugigen Vertrauen in eine digitale Welt, in der niemand mehr etwas wissen muss, weil sich alles im Internet finden lässt, drücke sich eine veritable Verachtung des Wissens aus.
«Unsere Schulen bereiten nicht nur schlecht auf das Leben vor, sie zerstören sogar gezielt jene Potenziale an Neugier, Begeisterungsfähigkeit und Kreativität, die später für ein erfülltes Leben gebraucht werden», sagt der deutsche Philosoph Richard David Precht. Doch wer bestimmt unsere «notwendigen Kernkompetenzen»? Wie wird Begabung unter dem heute vorgegebenen Effizienzdruck noch entdeckt und abgeschöpft? Ist die Gesellschaft mit den heutigen Lehrplänen und -zielen auf dem richtigen Weg oder braucht sie dringend eine Bildungsrevolution?

Barbara Bleisch diskutiert am Philosophischen Stammtisch im Sud in Basel mit den Philosophen und Bestsellerautoren Richard David Precht und Konrad Paul Liessmann, mit der Philosophin und Kulturjournalistin Catherine Newmark und der Professorin für Pädagogik an der UZH Katharina Maag Merki.

Literatur:

- Richard David Precht: «Anna, die Schule und der liebe Gott – Der
Verrat des Bildungssystems an unseren Kindern». Goldmann, 2013.
- Konrad Paul Liessmann: «Bildung als Provokation». Zsolnay, 2017.



25.8.19

 

Bachipedia

Auf Bachipedia werden alle Inhalte und Informationen, die in der Stiftung rund um eine Kantate zusammengetragen, geschrieben, erforscht und publiziert worden sind, festgehalten und beim entsprechenden Werk – kostenlos – zur Verfügung gestellt.

Link

24.8.19

 

WOODSTOCK DIARY

Rockpalast 16.08.2019 02:43:02 Std. Verfügbar bis 16.10.2019 WDR

Der 1994 veröffentlichte Film über die Entstehung des legendären ersten Woodstock-Festivals ist nicht nur ein spannender Dokumentarfilm, sondern ein Zeitdokument. Er stellt Archivbilder aus dem Jahr 1969 neu gedrehten Interviews mit den Veranstaltern gegenüber, die die Tage vor und während dem Festival Revue passieren lassen.  

 In "Woodstock Diary" lassen D.A. Pennebaker und Chris Hegedus die verrückte Entstehungsgeschichte des wohl bekanntesten Musikfestivals aller Zeiten Revue passieren. Fast hätte Woodstock nicht stattgefunden – denn wenn man den Erzählungen der Organisatoren glaubt, war der Weg zu den legendären "Three days of peace and music" alles andere als friedlich. Der Film enthält neben den 1994 geführten Interviews jede Menge faszinierendes Archivmaterial und packende Konzertaufnahmen. Unter anderem sind The Who, Janis Joplin, Richie Havens, Joe Cocker, Country Joe & The Fish und Jimi Hendrix zu sehen sowie magische Bilder von tanzenden, schwimmenden, sich im Schlamm wälzenden und sich küssenden Festivalbesuchern. Die ganze Magie Woodstocks wird hier wieder lebendig.

Das Woodstock-Festival, das vom 15. bis 17. August 1969 stattfand, gilt als die "Mutter aller Festivals" und ist bis heute Blaupause und Vorbild für zahllose Musikfestivals weltweit. Woodstock steht für die absolute Freiheit – im Denken und in der Musik genauso wie im Zusammenleben und in der Liebe. Doch die Kultveranstaltung, die bis heute so viel Leichtigkeit ausstrahlt, war alles andere als eine einfache Sache: Hinter den Kulissen herrschten bei aller Leidenschaft vor allem Chaos, Planlosigkeit und Verzweiflung. Niemand kann davon besser erzählen als Hauptorganisator Michael Lang und die beiden Risiko-Investoren und Hauptsponsoren Joel Rosenman und John P. Roberts, die damals gemeinsam mit Artie Kornfeld die gigantische Zusammenkunft ermöglicht haben.
Der Dokumentarfilm aus dem Jahr 1994 stellt Archivbilder aus dem Jahr 1969 neu gedrehten Interviews mit den Veranstaltern gegenüber, die die Tage vor und während dem Festival Revue passieren lassen. Lang, Rosenman und Roberts erzählen Anekdoten, die den ganzen Wahnsinn von Woodstock mit viel Humor, Gefühl und der richtigen Prise an Drama und Pathos zum Leben erwecken.
Die Regisseure zeichnen mit viel Fingerspitzengefühl die unmittelbare Geschichte des Festivals nach, die im Grunde eine Story von Leidenschaft und Durchhaltevermögen ist. Ohne diese beiden Eigenschaften hätte Woodstock niemals stattgefunden.
Dazu kommt rohes und explosives Live-Material von u.a. The Who, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Joan Baez, Richie Havens, Joe Cocker, Arlo Guthrie, Tim Hardin, Sha Na Na, Incredible String Band, Jefferson Airplane, Sly & The Family Stone, Johnny Winter, Crosby Stills, Nash & Young und Country Joe & The Fish.




Woodstock - Wie der Mythos entstand

Mit etwa 450.000 Besuchern war Woodstock das größte Treffen der amerikanischen Gegenkultur und gleichzeitig der Höhepunkt der Hippie-Bewegung der 60er Jahre. Aus den Erzählungen von Zeitzeugen - darunter die drei noch lebenden Organisatoren des Festivals - wird in der 90-minütigen Dokumentation von Stefan Morawietz deutlich, was an diesem Festival so besonders war und warum es zu einem Mythos wurde. Arnold Skolnick, der Designer des berühmten Woodstock-Posters, und Sam Yasgur, der Sohn von Max Yasgur, auf dessen Land das Festival stattfand, äußern sich das erste Mal vor einer Kamera.

50 Jahre Woodstock

10 Mythen

Filmmaterial für die Ewigkeit 

Drei Tage, die eine Generation prägten

 

 


9.8.19

 

Architektur und Urbanismus des Sorgetragens

Planet in der Krise. Die Erde in der Notaufnahme. Menschengemachte ökologische und soziale Katastrophen drohen den Planeten unbewohnbar zu machen. Die Lage ist kritisch, und dominiert von den Interessen des Kapitals sind Architektur und Urbanismus in die Krise verstrickt. Die Ausstellung Critical Care zeigt, wie Architektur und Urbanismus dazu beitragen können, die Zukunft zu reparieren und den Planeten mit seinen Bewohner*innen am Leben zu erhalten.

Die Ausstellung Critical Care ist ein Plädoyer für eine neue Haltung: für Architektur und Urbanismus des Sorgetragens. 21 aktuelle Beispiele aus Asien, Afrika, Europa, der Karibik, den USA und Lateinamerika stellen unter Beweis, dass Architektur und Stadtentwicklung sich nicht dem Diktat des Kapitals und der Ausbeutung von Ressourcen und Arbeit unterwerfen müssen. In jedem der Projekte werden die Beziehungen zwischen Ökonomie, Ökologie und Arbeit neu bestimmt. Akteur*innen des Sorgetragens sind vielfältig. Aktivist*innen, Rechtsanwält*innen, Anthropolog*innen, Künstler*innen, aber auch Stadtverwaltungen und Unternehmen arbeiten mit den Architekt*innen und Planer*innen zusammen. Sorgetragen ist immer konkret, Ausgangspunkt sind die je spezifischen lokalen Verhältnisse, wie die Ausstellung zeigt, darunter erdbebensichere und nachhaltige Dorfentwicklung in China, Überschwemmungsschutz durch traditionelle CO2-arme Bautechniken in Pakistan und Bangladesch, die vielfältige Umnutzung modernistischer Bauten in Brasilien und Europa, ein ökologischer Community Land Trust in Puerto Rico, die Revitalisierung historischer Bewässerungssysteme in Spanien, neue Konzepte für öffentliche Räume und durchmischte Stadtquartiere in Wien, London und Nairobi. Die Ausstellung Critical Care macht deutlich, wie Architektur und Urbanismus dafür sorgen, den Planeten wiederzubeleben. Die Reparatur der Zukunft hat begonnen.

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6.8.19

 

App zur Früherkennung von Morbus Parkinson

Die Parkinson-Krankheit ist eine chronische und fortschreitende Erkrankung, die oft mit leichten Symptomen beginnt, die im Laufe der Zeit gravierender werden. Die Symptome können in den frühen Stadien so subtil sein, dass sie unbemerkt bleiben und die Krankheit über Jahre nicht diagnostiziert wird. Die iPrognosis-App ist ein persönliches Werkzeug und Forschungsinstrument zur unaufdringlichen Erfassung und Sammlung von Smartphone-basierten Interaktionsdaten, aufgrund jener Forscher Tests für die Früherkennung der Parkinson-Krankheit entwickeln. i-PROGNOSIS, ein EU-H2020-Forschungsprojekt, heißt Sie willkommen, die iPrognosis-App zu nutzen, um an dieser europäischen Studie gegen Parkinson teilzunehmen.

Wie funktioniert diese Studie?
Ziel der vorliegenden Studie ist es zu prüfen, ob mit Hilfe der iPrognosis-App - über die Erfassung von generellen Nutzungsdaten (GData), von Studienteilnehmern im Umgang mit Ihrem Smartphone - Muster erkannt werden können, die motorischen und nicht-motorischen Symptomen der Parkinsonerkrankung entsprechen. Um an dieser Studie teilzunehmen und damit die App starten zu können, müssen Sie der Erfassung der GData über eine elektronische Einverständniserklärung zustimmen. Erst dann läuft die kostenlose iPrognosis-App auf Ihrem Smartphone im Hintergrund und stellt eine Art „Fernbeobachtung“ Ihres Umgangs mit dem Smartphone dar.

Welche Daten werden erhoben?
• Sprachmerkmale, wenn Sie telefonieren. Der Inhalt Ihres Gesprächs wird nicht erfasst.
• Bewegungsdaten, wie ruhig Sie Ihr Smartphone z.B. während eines Telefonats oder beim Schreiben von Nachrichten halten, werden durch Sensoren wie dem Beschleunigungsaufnehmer erfasst.
• Dynamik des Tastenanschlages, wenn Sie mit der iPrognosis-Tastatur am Smartphone schreiben. Der Inhalt der Texte wird nicht erfasst.
• Zurückgelegte Distanzen über den Tag, wenn Sie die Standortbestimmung eingeschaltet haben und Ihr Smartphone mit sich tragen.
• Emotionale Merkmale, die in Ihren Textnachrichten enthalten sind. Der Inhalt Ihrer Texte wird nicht erfasst.
• Erkennung des Gesichtsausdrucks an Punktmerkmalen Ihrer gespeicherten Bildern ohne, dass die Bilder Ihr Gerät verlassen.

Sie können in den App-Einstellungen jederzeit ändern, welche Daten aufgezeichnet werden dürfen.

Vertrauliche Behandlung ihrer Daten, Datensicherheit:
Wir werden Ihre Daten so gut wie möglich schützen. Ihre Daten werden auf Ihrem Smartphone verschlüsselt und mit einer kodierten Identifikation versehen. Ihre Daten sind hierdurch pseudo-anonymisiert.

Wer kann teilnehmen?
An der Studie können gesunde Personen und Patienten in einem frühen Stadium der Parkinsonerkrankung im Alter zwischen 40 - 90 Jahren teilnehmen.

Was sind mögliche Vorteile einer Studienteilnahme?
Durch Ihre Studienteilnahme unterstützen Sie ein europäisches H2020 Projekt und helfen uns eine App zu entwickeln, welche zur früheren Erkennung der Parkinsonerkrankung beitragen soll. Dies könnte die medizinische Versorgung betroffener Patienten verbessern bei nachweislich besserer gesundheitsbezogener Lebensqualität durch einen früheren Behandlungsbeginn und bietet die Chance krankheitsprotektive oder den Krankheitsverlauf verändernde Therapien in der Zukunft zu entwickeln.

Gibt es Risiken durch die Studienteilnahme?
Wir sehen weder Nachteile noch Risiken durch Ihre Studienteilnahme. Darüber hinaus hat iPrognosis minimale Auswirkungen auf die Lebensdauer Ihres Smartphones.

Wie kann ich meine Einwilligung zur Studienteilnahme rückgängig machen?
Sie können die Studie durch die Rücknahme Ihrer Einwilligung und damit die Erhebung Ihrer Daten zu jeder Zeit über die Option „Rücknahme der Einwilligungserklärung“ in den App-Einstellungen beenden und die App deinstallieren. Bereits über die App erhobene Daten werden im Rahmen der Studie weiter pseudo-anonymisiert genutzt.

Wichtige Notiz:
Diese Studie wurde durch die Ethikkommission an der Technischen Universität Dresden geprüft und der Antrag für diese Studie wurde zustimmend bewertet.

Link

i-prognosis

2.8.19

 

Chronischer Reizhusten

Chronischer Reizhusten ist weit mehr als nur ein harmloses Symptom: Er kann die Lebensqualität der Betroffenen einschränken und Hinweis auf eine stimmliche Überlastung oder eine ernstzunehmende Erkrankung sein. Es ist empfehlenswert, chronischen Reizhusten ärztlich abklären zu lassen.

Meistens husten wir, wenn wir erkältet sind. Dann steigt Schleim die Kehle hinauf, der von den dort liegenden Rezeptoren – einer Art Fühler – erfasst wird. Dieser Reiz wird in Form eines Signals an das Gehirn weitergeleitet. Dort angekommen, wird der Hustenreflex ausgelöst, damit der reizende Schleim aus dem Körper hinausbefördert wird. Gleiches geschieht, wenn beispielsweise Staub oder Fremdkörper in den Hals gelangen.
Beim chronischen Reizhusten (Reizhusten, der länger als acht Wochen anhält) wird an einer Stelle im Hals ein Reiz empfunden, der den Husten immer wieder antreibt. Woher dieser Reiz stammt, ist von Betroffenem zu Betroffenem ganz unterschiedlich.

Mehr

Chronischer Husten: Was ist zu beachten?

Chronischer Husten ist ein Symptom mit zahlreichen möglichen Ursachen, das eine breite Differenzialdiagnostik erfordern kann.

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