2.11.18

 

Theologen haben ein Buch gegen #MissionManifest geschrieben

In einer Zeit, in der Kirchen schließen und die Mitgliedszahlen der beiden Großkirchen rapide zurückgehen, zeigt „Mission Manifest“ Projekte und Bewegungen auf, die dazu führen, dass heute gerade auch junge Menschen sich in Scharen dem Glauben zuwenden. Missionarische Aufbrüche erblühen im ganzen deutschsprachigen Raum. Darüber könnten Theologen sich eigentlich freuen. Die Freiburger Theologen Magnus Striet und Ursula Nothelle-Wildfeuer haben nun ein Buch herausgebracht, in dem sie Kritik an „Mission Manifest“ üben.

Zusammenfassung der dort versammelten Argumente: Christen, die zweifeln und sich sozial engagieren, sind gut. Christen, die von geoffenbarter Wahrheit sprechen, diese auch verkündigen und beten, sind verdächtig und wahrscheinlich sogar gefährlich.

Kurz zum Allgemeinen: es handelt sich um ein theologisches Fachbuch mit Beiträgen von insgesamt acht Autoren. Das Niveau der einzelnen Artikel variiert, die wenigen wesentlichen Kritikpunkte wiederholen sich immer wieder. In manchen Artikeln finden sich interessante Fragestellungen, die weitere Diskussion verdienen würden. Andere Beiträge versuchen die Abwesenheit echter Argumente mit emphatischer Verwendung verbaler Empörung zu kaschieren, mitunter ist es auch verwunderlich zu lesen, welche Texte Aufnahme in ein theologisches Fachbuch finden. Das Thema hätte eine solidere Kritik verdient. Die besondere Schwäche des Buches ist, dass es zwar behauptet zu wissen, dass die Vorschläge von Mission Manifest garantiert nicht die richtigen sind, doch selbst überhaupt keine eigenen Vorschläge macht. Die schlechte Laune, mit der hier gegen Strohmänner gefochten wird, lässt die Frage lautwerden, was genau die Theologen eigentlich so verärgert.

Johannes Hartl, Gebetshaus Augsburg

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