4.3.10
Sterben um zu leben
Heute spricht Hans Peter Royer zum Thema
„Du musst sterben bevor du lebst, damit du lebst bevor du stirbst“
Eine faszinierende ehrliche Persönlichkeit, der zu einem persönlichen Glauben gefunden hat!
Er schreibt im aktuellen Newsletter:
Als 19-jähriger musste ich mir jedoch eingestehen, dass ich nicht in der Lage war, die Anforderungen des Evangeliums zu erfüllen und kam zu dem Schluss, dass das Christenleben für fähigere oder moralisch bessere Menschen gedacht sein muss. Ich zog mich damals für mehrere Jahre von der christlichen Szene und auch von Jesus selbst zurück. Dieses Leben war zwar dann irgendwie einfacher, allerdings sehr oberflächlich und oftmals leer.
Als ich etwa 25 Jahre alt war, las ich einen Satz von Major Ian Thomas, dem Gründer der Fackelträger. Er schrieb: „Christ sein ist nicht leicht, Christ sein ist auch nicht schwer, Christ sein ist unmöglich!“ Dieser Satz war für mich anfänglich verwirrend, aber gleichzeitig gab er mir die Hoffnung, dass es da etwas geben muss, das ich noch nicht wusste.
In den darauffolgenden Jahren durfte ich lernen, dass dieses etwas nicht „etwas“ ist, sondern ein „jemand“, nämlich der auferstandene und lebendige Jesus Christus selbst.
Ich fing an zu verstehen und zu erleben, dass nicht ich FÜR Christus arbeiten muss, sondern dass er DURCH mich arbeitet und wirkt. Es liegt nicht an mir, sondern alleine an Ihm.
Somit wende ich mich jeden Tag an Jesus und sage: „HERR, ich kann das christliche Leben nicht leben, aber DU kannst es. So gebrauche auch mich, um heute in dieser Welt zu wirken.“
Darum kann ich ehrlich bekennen, dass ich gerne zu Jesus Christus gehöre und keinen Tag mehr ohne IHN leben möchte.
Donnerstag, 04. März 2010, 19 Uhr
Gasthof Ohr, Ruster Straße 51, 7000 Eisenstadt
Eintritt: 5,00 Jugendliche: 2,50
„Du musst sterben bevor du lebst, damit du lebst bevor du stirbst“
Eine faszinierende ehrliche Persönlichkeit, der zu einem persönlichen Glauben gefunden hat!
Er schreibt im aktuellen Newsletter:
Als 19-jähriger musste ich mir jedoch eingestehen, dass ich nicht in der Lage war, die Anforderungen des Evangeliums zu erfüllen und kam zu dem Schluss, dass das Christenleben für fähigere oder moralisch bessere Menschen gedacht sein muss. Ich zog mich damals für mehrere Jahre von der christlichen Szene und auch von Jesus selbst zurück. Dieses Leben war zwar dann irgendwie einfacher, allerdings sehr oberflächlich und oftmals leer.
Als ich etwa 25 Jahre alt war, las ich einen Satz von Major Ian Thomas, dem Gründer der Fackelträger. Er schrieb: „Christ sein ist nicht leicht, Christ sein ist auch nicht schwer, Christ sein ist unmöglich!“ Dieser Satz war für mich anfänglich verwirrend, aber gleichzeitig gab er mir die Hoffnung, dass es da etwas geben muss, das ich noch nicht wusste.
In den darauffolgenden Jahren durfte ich lernen, dass dieses etwas nicht „etwas“ ist, sondern ein „jemand“, nämlich der auferstandene und lebendige Jesus Christus selbst.
Ich fing an zu verstehen und zu erleben, dass nicht ich FÜR Christus arbeiten muss, sondern dass er DURCH mich arbeitet und wirkt. Es liegt nicht an mir, sondern alleine an Ihm.
Somit wende ich mich jeden Tag an Jesus und sage: „HERR, ich kann das christliche Leben nicht leben, aber DU kannst es. So gebrauche auch mich, um heute in dieser Welt zu wirken.“
Darum kann ich ehrlich bekennen, dass ich gerne zu Jesus Christus gehöre und keinen Tag mehr ohne IHN leben möchte.
Donnerstag, 04. März 2010, 19 Uhr
Gasthof Ohr, Ruster Straße 51, 7000 Eisenstadt
Eintritt: 5,00 Jugendliche: 2,50
Labels: Hans Peter Royer, Leben, Sterben
1.3.10
Was kommt nach dem Sterben?
Unser gesunder Menschenverstand sagt: Darüber kann man nichts aussagen; keiner,
der wirklich gestorben war, ist wieder lebendig geworden.
„Mit dem Tode ist alles aus!“ Da zerfällt der menschliche Leib wieder in seine Bestandteile.
„Von Erde bist du genommen, zu Erde sollst du werden!“
Ist wirklich a l l e s aus? Ja, der Mensch wird wieder Staub. War und ist der Mensch
n u r Staub? Nur Materie? Nur im wesentlichen Kohlenstoff?
Hat er zu Lebzeiten nicht eine eigenartige Personalität und Subjektivität gehabt, die wie ein Spiegelbild einer höheren Personalität und Subjektivität anmutet? Hat er nicht etwas Göttliches an sich, wie die Dichter sagen?
„Mit dem Tode ist alles aus?“
Hatte der lebendige Mensch nicht ein Gewissen, ein Wissen um Gut und Böse?
Bewegten ihn nicht Gedanken, die sich untereinander entschuldigten und verklagten?
Oder war das alles nur anerzogene Einbildung?
War die Stiftung des Gewissens in den Menschen ein sinnloser Luxus des Schöpfers? –
Oder steht vielleicht doch hinter dieser Weltwirklichkeit die Großmacht des Guten und
des Bösen?
Lebt im lebendigen Menschen nicht ein merkwürdiger Drang, sich selbst zu übersteigen,
sich im Wissen, im Erkennen, im Tun, zu „transzendieren“ (wie die Philosophen sagen)?
Ist beim Menschen nicht ein Streben ins Göttliche, Unendliche feststellbar, ein Zug und eine Nötigung zum Gerechten und Wahrhaftigen hin?
Sollte das alles ein völlig unerhebliches Empfinden sein? Sinnlos, ohne irgendeine geistliche Realität dahinter?
Oder steckt in dieser Anlage des Menschen doch eine Berufung zum „unendlichen Leben“
(Hebräer 7,16)?
Waren die Ahnungen aller Völker um Gut und Böse, um Himmel und Hölle sinnlose,
unnötige, unrealistische Träumereien ohne jeglichen realen Seinshintergrund?
Waren es reine, belanglose Spintisierereien?
Oder ahnte der Mensch darin doch, dass er eine besondere Stellung im Kosmos habe,
dass sich in ihm Himmel und Erde berühren, und dass der Mensch im Irdischen allein
nicht aufgehen sollte? Dass himmlische, überirdische Zugehörigkeiten und Wirklichkeiten sich in diesen Ahnungen spiegelten?
Dass eine überirdische Berufung über ihm ausgesprochen sei, eine Art Dekret Gottes
zur Teilnahme am metaphysischen (griechisch: meta ta physika – hinter den physikalisch feststellbaren Dingen) Leben? –
Das alles sind indirekte Schlüsse, dass der Mensch eben nicht nur eine Kreatur sei, die vor dem Tode und nach dem Tode total im irdischen, biologischen und materiellen Bezug aufginge.
Der Mensch ist mehr als eine Pflanze oder ein Tier oder eine Zusammensetzung von
Kohlenstoffmolekülen! Wegen dieses irdisch feststellbaren „Mehr“ sind wir unruhig im
Hinblick auf die Frage, ob mit dem Tode alles aus sei, ob alles aus sein könnte?
Noch einmal: Soll das „Göttliche im Menschen“, dieser eigenartige Gottesadel, tatsächlich als etwas völlig Unerhebliches im Tode total ausgelöscht und vernichtet werden?
Oder war und ist dieses Angestrahltsein aus einer „anderen“ Welt doch die Ankündigung
und Signalisierung einer höheren Berufung des Menschen zur zeitlichen und ewigen
Kommunikation (Gemeinschaft) mit einem höheren Wesen, mit Gott?
Das Nachdenken der Menschen aller Zeiten hat es so empfunden: Ein Gottesadel in
uns sucht Verbindung mit dem Unendlichen, Überzeitlichen, Zeitentnommenen.
Die Inder stellten sich eine Allseele vor; die Griechen dachten an überzeitliche, göttliche Ideen.
Genug des Erwägens und Bedenkens. Mit rational-logischer Beweiskraft ist hier nichts
auszumachen.
Mit rationaler Beweiskraft ist aber auch beim gewissenhaften Überdenken aller Tatbestände nichts Negatives, Gegenteiliges auszumachen, als ob mit dem Tode bewiesenermaßen alles aus wäre.
Es könnte sein, dass der Tod nur ein Zwischenakt ist, nicht ein letzter Akt.
Je mehr wir im Leben dieses Göttliche, dieses eigenartige Hineingenommensein in
seine Geschichte verspürt und erfahren haben, umso weniger wahrscheinlich scheint
es, dass der Tod der Schlussakt dieser oft so handgreiflich erfahrenen, nicht abzuleugnenden, auffälligen Geschichte des Menschen mit Gott ist; nein, desto wahrscheinlicher erscheint es uns, dass sie weiter und zu einem Ende geführt werden wird.
Das scheint die logische Forderung und Fortführung aus dem jetzt in diesem Leben von
Gott Erfahrenen zu sein.
Gott hat den Menschen anscheinend zum ewigen Leben bestimmt, weil er als Mensch
eben gottgeliebtes Spiegelbild und Gegenüber Gottes ist.
Der irdische Tod gehört in diese Geschichte Gottes mit dem Menschen zunächst hinein.
Er ist ein Stopp, ein Kontrollpunkt, der vieles – aber nicht alles – abschneidet, der den irdischen Existenzentzug bringt, aber nicht die Totalvernichtung der Geschichte Gottes mit dem Menschen bedeutet.
Der Tod ist ein höchst einschneidender und entscheidender Meilenstein in dieser Geschichte, aber nicht ihr Schlusspunkt. Er ist nicht die abrupte und dumpfe Endstation, nicht der totale Abbruch der Geschichte des Schöpfers mit dem Menschen.
Sonst wären alle vorausgegangenen Begegnungen Gottes mit dem Menschen sinnlose
und unerhebliche Episoden gewesen. Jeder aber, der das Handeln Gottes erfahren hat,
wird bezeugen, dass sie das nicht sind.
Die Geschichte des lebendigen Gottes mit einem lebendigen Menschen ist nicht irrelevanter geistlicher „Hokuspokus“. Sie ist vielmehr sehr real, sehr wirklichkeitsgestaltend und durchwaltend, ein ganz ernsthaftes Handeln Gottes mit uns.
Aus unserer Gottesgeschichte, wie wir sie alle in der Realität unseres Lebens erfahren können, ergibt sich unsere Ewigkeitsgeschichte! Die erstere erhält Anfang und Anlage für die zweite, die über den Tod hinaus weitergeht.
Die Heilige Schrift redet an vielen Stellen über das, was nach dem Tode kommt.
Sie tut das sehr zurückhaltend, aber doch so ausführlich, dass sie uns alles Wissensnotwendige darüber sagt.
Die Geschichte vom „Reichen Mann und armen Lazarus“ (Lukas 16, 19-31 macht uns
deutlich:
a) Es gibt ein Fortleben nach dem Tode. Es gibt einen Himmel und eine Hölle.
b) Der Tod schließt die Möglichkeit des Hinüber und Herüber zwischen diesen zwei
Wirklichkeitssphären endgültig ab.
c) Über diese zwei Bereiche der uns zeitlich und ewig umgebenden Wirklichkeit bekommen wir keine andere Kunde außer über Gottes Wort, das Zeugnis der Gottesmenschen aller Zeiten und der Erfahrung, die Gott jedem Menschen im Ablauf seines Lebens anbietet.
14 Thesen von Pfarrer Walter Hümmer (1909 – 1972)
Pfarrer Walter Hümmer gründete zusammen mit seiner Frau Hanna Hümmer 1949 den
evangelischen Orden der Christusbruderschaft.
der wirklich gestorben war, ist wieder lebendig geworden.
„Mit dem Tode ist alles aus!“ Da zerfällt der menschliche Leib wieder in seine Bestandteile.
„Von Erde bist du genommen, zu Erde sollst du werden!“
Ist wirklich a l l e s aus? Ja, der Mensch wird wieder Staub. War und ist der Mensch
n u r Staub? Nur Materie? Nur im wesentlichen Kohlenstoff?
Hat er zu Lebzeiten nicht eine eigenartige Personalität und Subjektivität gehabt, die wie ein Spiegelbild einer höheren Personalität und Subjektivität anmutet? Hat er nicht etwas Göttliches an sich, wie die Dichter sagen?
„Mit dem Tode ist alles aus?“
Hatte der lebendige Mensch nicht ein Gewissen, ein Wissen um Gut und Böse?
Bewegten ihn nicht Gedanken, die sich untereinander entschuldigten und verklagten?
Oder war das alles nur anerzogene Einbildung?
War die Stiftung des Gewissens in den Menschen ein sinnloser Luxus des Schöpfers? –
Oder steht vielleicht doch hinter dieser Weltwirklichkeit die Großmacht des Guten und
des Bösen?
Lebt im lebendigen Menschen nicht ein merkwürdiger Drang, sich selbst zu übersteigen,
sich im Wissen, im Erkennen, im Tun, zu „transzendieren“ (wie die Philosophen sagen)?
Ist beim Menschen nicht ein Streben ins Göttliche, Unendliche feststellbar, ein Zug und eine Nötigung zum Gerechten und Wahrhaftigen hin?
Sollte das alles ein völlig unerhebliches Empfinden sein? Sinnlos, ohne irgendeine geistliche Realität dahinter?
Oder steckt in dieser Anlage des Menschen doch eine Berufung zum „unendlichen Leben“
(Hebräer 7,16)?
Waren die Ahnungen aller Völker um Gut und Böse, um Himmel und Hölle sinnlose,
unnötige, unrealistische Träumereien ohne jeglichen realen Seinshintergrund?
Waren es reine, belanglose Spintisierereien?
Oder ahnte der Mensch darin doch, dass er eine besondere Stellung im Kosmos habe,
dass sich in ihm Himmel und Erde berühren, und dass der Mensch im Irdischen allein
nicht aufgehen sollte? Dass himmlische, überirdische Zugehörigkeiten und Wirklichkeiten sich in diesen Ahnungen spiegelten?
Dass eine überirdische Berufung über ihm ausgesprochen sei, eine Art Dekret Gottes
zur Teilnahme am metaphysischen (griechisch: meta ta physika – hinter den physikalisch feststellbaren Dingen) Leben? –
Das alles sind indirekte Schlüsse, dass der Mensch eben nicht nur eine Kreatur sei, die vor dem Tode und nach dem Tode total im irdischen, biologischen und materiellen Bezug aufginge.
Der Mensch ist mehr als eine Pflanze oder ein Tier oder eine Zusammensetzung von
Kohlenstoffmolekülen! Wegen dieses irdisch feststellbaren „Mehr“ sind wir unruhig im
Hinblick auf die Frage, ob mit dem Tode alles aus sei, ob alles aus sein könnte?
Noch einmal: Soll das „Göttliche im Menschen“, dieser eigenartige Gottesadel, tatsächlich als etwas völlig Unerhebliches im Tode total ausgelöscht und vernichtet werden?
Oder war und ist dieses Angestrahltsein aus einer „anderen“ Welt doch die Ankündigung
und Signalisierung einer höheren Berufung des Menschen zur zeitlichen und ewigen
Kommunikation (Gemeinschaft) mit einem höheren Wesen, mit Gott?
Das Nachdenken der Menschen aller Zeiten hat es so empfunden: Ein Gottesadel in
uns sucht Verbindung mit dem Unendlichen, Überzeitlichen, Zeitentnommenen.
Die Inder stellten sich eine Allseele vor; die Griechen dachten an überzeitliche, göttliche Ideen.
Genug des Erwägens und Bedenkens. Mit rational-logischer Beweiskraft ist hier nichts
auszumachen.
Mit rationaler Beweiskraft ist aber auch beim gewissenhaften Überdenken aller Tatbestände nichts Negatives, Gegenteiliges auszumachen, als ob mit dem Tode bewiesenermaßen alles aus wäre.
Es könnte sein, dass der Tod nur ein Zwischenakt ist, nicht ein letzter Akt.
Je mehr wir im Leben dieses Göttliche, dieses eigenartige Hineingenommensein in
seine Geschichte verspürt und erfahren haben, umso weniger wahrscheinlich scheint
es, dass der Tod der Schlussakt dieser oft so handgreiflich erfahrenen, nicht abzuleugnenden, auffälligen Geschichte des Menschen mit Gott ist; nein, desto wahrscheinlicher erscheint es uns, dass sie weiter und zu einem Ende geführt werden wird.
Das scheint die logische Forderung und Fortführung aus dem jetzt in diesem Leben von
Gott Erfahrenen zu sein.
Gott hat den Menschen anscheinend zum ewigen Leben bestimmt, weil er als Mensch
eben gottgeliebtes Spiegelbild und Gegenüber Gottes ist.
Der irdische Tod gehört in diese Geschichte Gottes mit dem Menschen zunächst hinein.
Er ist ein Stopp, ein Kontrollpunkt, der vieles – aber nicht alles – abschneidet, der den irdischen Existenzentzug bringt, aber nicht die Totalvernichtung der Geschichte Gottes mit dem Menschen bedeutet.
Der Tod ist ein höchst einschneidender und entscheidender Meilenstein in dieser Geschichte, aber nicht ihr Schlusspunkt. Er ist nicht die abrupte und dumpfe Endstation, nicht der totale Abbruch der Geschichte des Schöpfers mit dem Menschen.
Sonst wären alle vorausgegangenen Begegnungen Gottes mit dem Menschen sinnlose
und unerhebliche Episoden gewesen. Jeder aber, der das Handeln Gottes erfahren hat,
wird bezeugen, dass sie das nicht sind.
Die Geschichte des lebendigen Gottes mit einem lebendigen Menschen ist nicht irrelevanter geistlicher „Hokuspokus“. Sie ist vielmehr sehr real, sehr wirklichkeitsgestaltend und durchwaltend, ein ganz ernsthaftes Handeln Gottes mit uns.
Aus unserer Gottesgeschichte, wie wir sie alle in der Realität unseres Lebens erfahren können, ergibt sich unsere Ewigkeitsgeschichte! Die erstere erhält Anfang und Anlage für die zweite, die über den Tod hinaus weitergeht.
Die Heilige Schrift redet an vielen Stellen über das, was nach dem Tode kommt.
Sie tut das sehr zurückhaltend, aber doch so ausführlich, dass sie uns alles Wissensnotwendige darüber sagt.
Die Geschichte vom „Reichen Mann und armen Lazarus“ (Lukas 16, 19-31 macht uns
deutlich:
a) Es gibt ein Fortleben nach dem Tode. Es gibt einen Himmel und eine Hölle.
b) Der Tod schließt die Möglichkeit des Hinüber und Herüber zwischen diesen zwei
Wirklichkeitssphären endgültig ab.
c) Über diese zwei Bereiche der uns zeitlich und ewig umgebenden Wirklichkeit bekommen wir keine andere Kunde außer über Gottes Wort, das Zeugnis der Gottesmenschen aller Zeiten und der Erfahrung, die Gott jedem Menschen im Ablauf seines Lebens anbietet.
14 Thesen von Pfarrer Walter Hümmer (1909 – 1972)
Pfarrer Walter Hümmer gründete zusammen mit seiner Frau Hanna Hümmer 1949 den
evangelischen Orden der Christusbruderschaft.
Labels: Sterben
15.1.09
Frauen im Sterben
»Was geschieht im Innersten sterbender Frauen?
Welche Themen bewegen ihre begrenzte Zeit?
Wie gehen sie mit ihrem Körperverfall um?
Wie lassen sie die Lebensfäden los?
Auf welchen Ebenen möchten sie berührt werden?
Wie verabschieden sie sich von ihren Nächsten (Kindern)?
Wo holen sie Kraft und Trost?
Welchen Platz nimmt die Spiritualität ein?
Ganz nah und authentisch mit viel Einfühlungsvermögen unterhält sich Sigrid Beyer mit sterbenden Frauen verschiedenen Alters und lässt uns leise und voller Mitgefühl daran teilhaben. Ein notwendiger Beitrag an unsere Gesellschaft, damit wir mehr und mehr den Tod ins Leben einbinden können.«
Ein Buch von Sigrid Beyer - Mitarbeiterin im Dachverband Hospiz Österreich
Welche Themen bewegen ihre begrenzte Zeit?
Wie gehen sie mit ihrem Körperverfall um?
Wie lassen sie die Lebensfäden los?
Auf welchen Ebenen möchten sie berührt werden?
Wie verabschieden sie sich von ihren Nächsten (Kindern)?
Wo holen sie Kraft und Trost?
Welchen Platz nimmt die Spiritualität ein?
Ganz nah und authentisch mit viel Einfühlungsvermögen unterhält sich Sigrid Beyer mit sterbenden Frauen verschiedenen Alters und lässt uns leise und voller Mitgefühl daran teilhaben. Ein notwendiger Beitrag an unsere Gesellschaft, damit wir mehr und mehr den Tod ins Leben einbinden können.«
Ein Buch von Sigrid Beyer - Mitarbeiterin im Dachverband Hospiz Österreich
Labels: Sterben
11.11.08
Was geschieht uns nach dem Tod?
Wir sind nur Gast auf Erden, unsere Heimat ist im Himmel.
Unser Leib zerfällt, aber die Seele ist unsterblich. Sie tritt im Tod vor ihrem Schöpfer. Diese Begegnung nennen wir das persönliche Gericht. Zugleich endet mit dem Tod die Zeit des Wollens und Handelns - unsere Entscheidung für oder gegen Gott wurde gefällt und ist nun unverrückbar. Wir können nichts mehr tun für uns oder andere.
Doch es gibt ein Heilmittel dagegen: die Beichte. Wenn wir aufrichtig unsere Sünden schon hier auf Erden bekennen und Reue zeigen, erfahren wir Vergebung und kommen nicht in das Gericht. Wir werden nicht auf einmal zu Heiligen, wir müssen immer wieder dazu bereit sein. Und wir müssen Geduld mit uns selbst haben.
Es kommen nicht alle automatisch in den Himmel. Es ist nicht egal, wie wir gelebt haben. Gott ist nicht gleichgültig, sonst wäre das die Hölle.
Das Maskenspiel ist vorbei, die Wahrheit wird enthüllt, die Zuflucht hinter Position oder Fiktion ist vorbei. Die Liebe deckt alles auf, jede Kleinigkeit, jedes lieblose Wort, jede verletzende Tat.
Ich werde weinen über meine Liebslosigkeit und Hilfsverweigerung anderen Menschen gegenüber, wenn ich der absoluten Güte Gottes begegne.
Gott richtet niemand, mein Leben selbst ist das Gericht über mich. Wenn ich mich Gott und den Menschen gegenüber verschließe, ist der Himmel für mich verschlossen.
Wenn wir uns grundsätzlich für Gott entschieden haben, sind wir gerettet, aber wir brauchen noch eine Läuterung und Reinigung. Denn bei in Gottes Reich hat nichts Unreines Platz. Das nennt die katholische Kirche "Fegefeuer". Das ist kein Straflager, sondern die Begegnung mit Jesus Christus, dem richtenden Feuer, der die Härte unserer Herzen mit seiner alles verzeihenden Liebe wegschmilzt. Wir werden in der Tiefe unseres Wesens erkannt.
Wenn ich mich der Liebe Gottes jedoch total verweigere, erleide ich den ewigen Tod, die Hölle. Wer sein Herz so im Bösen verhärtet hat, will gar nicht herauskommen aus der Hölle, die er sich selbst bereitet hat.
Wer seine ganze Hoffnung auf Menschen oder Dinge statt auf Gott gesetzt hat, wird enttäuscht und gepeinigt werden.
Die Hölle ist der Ort, an dem man nicht lieben kann, während man darauf brennt zu lieben und geliebt zu werden.
Deshalb ist es so wichtig, die rechte Grundhaltung bereits hier und jetzt einzuüben: Reue, Bereitschaft zur Umkehr, das Öffnen des Herzens zu Gott und seiner Liebe.
Unser Leib zerfällt, aber die Seele ist unsterblich. Sie tritt im Tod vor ihrem Schöpfer. Diese Begegnung nennen wir das persönliche Gericht. Zugleich endet mit dem Tod die Zeit des Wollens und Handelns - unsere Entscheidung für oder gegen Gott wurde gefällt und ist nun unverrückbar. Wir können nichts mehr tun für uns oder andere.
Doch es gibt ein Heilmittel dagegen: die Beichte. Wenn wir aufrichtig unsere Sünden schon hier auf Erden bekennen und Reue zeigen, erfahren wir Vergebung und kommen nicht in das Gericht. Wir werden nicht auf einmal zu Heiligen, wir müssen immer wieder dazu bereit sein. Und wir müssen Geduld mit uns selbst haben.
Es kommen nicht alle automatisch in den Himmel. Es ist nicht egal, wie wir gelebt haben. Gott ist nicht gleichgültig, sonst wäre das die Hölle.
Das Maskenspiel ist vorbei, die Wahrheit wird enthüllt, die Zuflucht hinter Position oder Fiktion ist vorbei. Die Liebe deckt alles auf, jede Kleinigkeit, jedes lieblose Wort, jede verletzende Tat.
Ich werde weinen über meine Liebslosigkeit und Hilfsverweigerung anderen Menschen gegenüber, wenn ich der absoluten Güte Gottes begegne.
Gott richtet niemand, mein Leben selbst ist das Gericht über mich. Wenn ich mich Gott und den Menschen gegenüber verschließe, ist der Himmel für mich verschlossen.
Wenn wir uns grundsätzlich für Gott entschieden haben, sind wir gerettet, aber wir brauchen noch eine Läuterung und Reinigung. Denn bei in Gottes Reich hat nichts Unreines Platz. Das nennt die katholische Kirche "Fegefeuer". Das ist kein Straflager, sondern die Begegnung mit Jesus Christus, dem richtenden Feuer, der die Härte unserer Herzen mit seiner alles verzeihenden Liebe wegschmilzt. Wir werden in der Tiefe unseres Wesens erkannt.
Wenn ich mich der Liebe Gottes jedoch total verweigere, erleide ich den ewigen Tod, die Hölle. Wer sein Herz so im Bösen verhärtet hat, will gar nicht herauskommen aus der Hölle, die er sich selbst bereitet hat.
Wer seine ganze Hoffnung auf Menschen oder Dinge statt auf Gott gesetzt hat, wird enttäuscht und gepeinigt werden.
Die Hölle ist der Ort, an dem man nicht lieben kann, während man darauf brennt zu lieben und geliebt zu werden.
Deshalb ist es so wichtig, die rechte Grundhaltung bereits hier und jetzt einzuüben: Reue, Bereitschaft zur Umkehr, das Öffnen des Herzens zu Gott und seiner Liebe.
14.10.08
Sterben
O Gott, von dir kommt alles. Ich will alles aus deinen Händen annehmen. Das Leben und das Sterben. Du hast das Recht es zu geben und auch wieder zu nehmen. Ich akzeptiere es, zu sterben. Ich sterbe allem Eigenwillen. Dein Wille o Gott geschehe alleine. Ich sterbe mir selber. Und ich will grenzenlos lieben, auch die, die mich nicht mehr mögen.
Labels: Sterben
26.9.08
Sich des Sterbens bewußt werden
Gestern Nacht erlebte ich etwas ganz Eigenartiges: Mir wird auf einmal ganz klar bewußt, wie meine Nervenzellen absterben, daß ich ein sterbliches Wesen bin, dem Verfall preisgegeben und einmal sterben werde. Grauslich ist das!
Wie kann ich da wieder herauskommen? Andere lieben, bedingungslos lieben ohne Vorbehalte, sie der Liebe Gottes anheimgeben, nichts mehr gegen sie haben, obwohl sie mich verletzt haben und mich innerlich umgebracht haben.
Im Grunde genommen sind sie gut und selbst Gefangene ihrer Vorstellungen, Triebe und Gefühle. Verzeihen, grenzenlos verzeihen, auch wenn man felsenfest meint im Recht zu sein und meint es dem anderen heimzahlen zu müssen.
Gott ist es, dem es allein zusteht zu richten. Er allein schenkt das Leben, grenzenlos, er verzeiht immer, egal, welche Verbrechen wir begangen haben. Er ist das Leben selbst. Ihm will ich vertrauen, muß ich vertrauen, denn nur er schenkt das vollkommene Leben. Und so führt er mich wieder zur Freude und gibt mir seinen inneren Frieden.
Jetzt ist mir egal, was die anderen denken, ob sie für oder gegen mich sind. Gott ist stärker und größer als ihr Wille. Das Leben wird am Ende siegen.
Selig, wer sich ihm total anvertraut! Unglücklich für immer, wer ihn nicht beachtet oder ablehnt und gegen die Menschen ist.
Erst wenn wir durch den inneren Tod gegangen sind, lieben wir grenzenlos - auch die, die unserer Seele schweres Leid zugefügt haben, die uns hassen und ablehnen. Wir erkennen, daß sie selbst unfähig sind zu lieben und darunter leiden, ohne es ändern zu können.
Jeder will lieben und geliebt werden. Doch wir sind Gefangene der Sünde und des Teufels, solange wir nicht alles total bekennen, was wir falsch gemacht haben, jede Lieblosigkeit und Ausgrenzung und es ehrlichen Herzens bereuen vor Gott und vor allen Menschen. So sei es!
Wie kann ich da wieder herauskommen? Andere lieben, bedingungslos lieben ohne Vorbehalte, sie der Liebe Gottes anheimgeben, nichts mehr gegen sie haben, obwohl sie mich verletzt haben und mich innerlich umgebracht haben.
Im Grunde genommen sind sie gut und selbst Gefangene ihrer Vorstellungen, Triebe und Gefühle. Verzeihen, grenzenlos verzeihen, auch wenn man felsenfest meint im Recht zu sein und meint es dem anderen heimzahlen zu müssen.
Gott ist es, dem es allein zusteht zu richten. Er allein schenkt das Leben, grenzenlos, er verzeiht immer, egal, welche Verbrechen wir begangen haben. Er ist das Leben selbst. Ihm will ich vertrauen, muß ich vertrauen, denn nur er schenkt das vollkommene Leben. Und so führt er mich wieder zur Freude und gibt mir seinen inneren Frieden.
Jetzt ist mir egal, was die anderen denken, ob sie für oder gegen mich sind. Gott ist stärker und größer als ihr Wille. Das Leben wird am Ende siegen.
Selig, wer sich ihm total anvertraut! Unglücklich für immer, wer ihn nicht beachtet oder ablehnt und gegen die Menschen ist.
Erst wenn wir durch den inneren Tod gegangen sind, lieben wir grenzenlos - auch die, die unserer Seele schweres Leid zugefügt haben, die uns hassen und ablehnen. Wir erkennen, daß sie selbst unfähig sind zu lieben und darunter leiden, ohne es ändern zu können.
Jeder will lieben und geliebt werden. Doch wir sind Gefangene der Sünde und des Teufels, solange wir nicht alles total bekennen, was wir falsch gemacht haben, jede Lieblosigkeit und Ausgrenzung und es ehrlichen Herzens bereuen vor Gott und vor allen Menschen. So sei es!
Labels: Sterben



